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Hallo Besucher!
Temperatur OM617
geschrieben von: ruff-kapraun (IP-Adresse bekannt)
Datum: 19. Januar 2019 20:40

Hallo, ich suche nach einem Fehler in dem Kühlsystem meines 240D 3.0 OM 617 Automatik. Symptombeschreibung: Die Kühlwassertemperatur steigt auf über 82 Grad und ist dort nicht mehr geregelt. Bei normaler Stadtfahrt schwanken bei 85-92 Grad je nach Ampelstandzeiten. Bei zügiger Fahrt ist die Temperatur je nach Geschwindigkeit zwischen 110 und 140 geschwindigkeitsabhängig bei 85-knapp 100 Grad, sinkt bei normaler Fahrt auf ca 85 Grad, schwankt dort leicht je nach Belastung. Im Stand steigt sie auf knapp 100 Grad.
Im Sommer war das Verlassen der Regelbereichs zeitlich schneller und bei weniger Belastung erreicht. Im Winter logischer Weise wegen der höheren Kühlleistung ist die Symptomatik erst bei höherer "Belastung".
Die Symptomatik trat nach einer Winterpause auf. Motor hat als neues Aggregat in 5 Jahren ca 25.000 km gelaufen. Vorher alles korrekt bei 82 Grad in jeder Fahrlage im Regelbereich - keine bauliche Veränderung. Außer: Bei ganz extrem heißem Wetter und spontanem Beenden einer Autobahnfahrt kurzer Anstieg auf Zeiger waagerecht oder ein bisschen mehr als 88 Grad. Das ist normal. Wegen fehlendem Fahrtwind reicht die Kühlleistung dann kurzzeitig nicht um den Regelbereich zu halten. Der bestehende Fehler tritt viel früher auf und die Temperatur liegt dann weiterhin auch bei normal Fahrt über dem Regelbereich.
Durchgeführte Maßnahmen: Kühlwasserstand+äußere Sichtprüfung des gesamten Systems--keine Defekte // neues Thermostat-Fehler unverändert-altes Thermostat geprüft-ohne Fehler // neue ViskoKupplung-Fehler unverändert //2. neue Viskokupplung-Fehler unverändert // neuer Keilriehmen- Fehler unverändert // neuer Kühler-Fehler unverändert //

Was kann denn noch sein?? Kühlleistung ist zu gering. warum? Motor gibt zu viel Wärmeenergie ab. Warum? Sonst läuft alles wie ein Uhrwerk.
Handbremse ist auch immer gelöst. smile Auch macht das Instrument keine elektrischen Mucken, dann wäre die Symptomatik nicht von der Fahrweise abhängig. Ich baue auf eure Erfahrungen. Wenn es ein Arteriensystem wäre, würde ich auf einen Thrombus tippen. Oder die Pumpe ?? ist bei 0 km vor 4 Jahren neu gewesen. rätsel
DANKE

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: Christian Dannert (IP-Adresse bekannt)
Datum: 19. Januar 2019 22:05

Zuerst Thermostat tauschen.

Wenn nicht besser, Wasserpumpe tauschen.

Wenn nicht besser, wieder melden.

Schoenen Gruss,
Christian

1971 200/8 * 1972 220D/8 Crayford * 1973 250/8 Crayford * 1975 240D/8

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: Diesel (IP-Adresse bekannt)
Datum: 19. Januar 2019 23:22

ruff-kapraun schrieb:
-------------------------------------------------------
> Kühlleistung ist zu gering. warum? Motor gibt zu viel Wärmeenergie
> ab. Warum?

Ein Widerspruch. Ent oder weder.

Dieses Problem kann sich durch eine zu hohe Konzentration an Frostschutzmittel im Kühlwasser ergeben, weil die Wärmetransportkapazität des Kühlmittels mit abnehmendem Wasseranteile merklich abnimmt. Gerade am eigenen Leib mit meinem E220 festgestellt, als wir den 220D auf dem Trailer abgeholt haben: Durchweg 120°C bei etwa 100km/h im Spätsommer. Kaum wurde das Kühlmittel auf die normale Konzentration für Frostschutz bis -20° verdünnt, ist das Problem verschwunden. Zeitgleich war übrigens auch die Heizleistung deutlich deutlich weniger gut.

Grüße, Tom

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: StrichInDerLandschaft (IP-Adresse bekannt)
Datum: 20. Januar 2019 11:06

Hallo,

ich habe was ähnliches festgestellt...hänge mich mal ran:
Hab auch nen 617er. Schaltgetriebe.
Bin letztes Jahr sehr wenig gefahren, so dass ich die Sache nicht so
recht beobachtet habe.
Meiner läuft noch nicht so lange, habe aber nach dem Kauf (bin nur kurz
Probe gefahren) und anschliessender Restauration mal alle
Flüssigkeiten gewechselt, so auch Kühlwasser...
100 Grad sind fast Standard, geht bei BAB etwas
runter (95) und im Leerlauf bergab (ohne Last, Rollenlassen) auf 85-90.
Hab aber ausser dem Thermostat (das nach dem Ausbau manchmal hängen blieb)
und dem Wasser nichts gewechselt...

Wenns wieder etwas wärmer ist, werd ich die Konzentration mal messen, bzw.
neu befüllen.

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: Heiko74 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 20. Januar 2019 11:33

Hallo,
Deine Problembeschreibung hätte von mir sein können,die Symptome waren bei meinem
200/8 die gleichen.Ich habe nach und nach alles getauscht was mit der Kühlung
zusammenhängt,ohne Erfolg!Wie im KnowHow beschrieben habe ich dann das Kühlsystem
entkalkt, mit Zitronensäure,hat auch nichts gebracht!Zum Schluss habe ich dann
noch einen neuen Kühler eingebaut,ohne große erwartungen da ich den alten ja schon entkalkt hatte,und siehe da das Problem war weg.Also hat es nur am Kalk gelegen,vieleicht ist das ein Ansatz für dich.
MfG Heiko

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: StrichInDerLandschaft (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27. Januar 2019 16:14

Also, hab gestern mal gemessen: Hab bis -35 Grad...
Anscheinend damals doch ein bisschen zuviel Konzentrat reingekommen...

Werde nächste Woche mal ein bisschen ablassen und Wasser draufkippen...
Hat jemand evtl. nen groben Wert? 1l ablassen und 1l Wasser drauf?

Grüße,

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: Diesel (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27. Januar 2019 16:26

Hatte dasselbe Problem beim 124. Das einfachste ist, den Ausgleichsbehälter leerlaufen zu lassen und mit Wasser aufzufüllen. Dann fahren und noch mal messen. Nach ein oder zwei Füllungen Wasser sollte es passen.

Grüße, Tom

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: L.R. (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27. Januar 2019 17:46

Moin,

bei einem Frostschutz von - 35°C würde ich nichts machen. Das ist Ordnung. Eine Füllung mit -25°C ist in unseren Breiten ausreichend, von daher kann man jetzt bei Verlust reines Wasser nachkippen.
Ich würde vielmehr mal das Kühlsystem reinigen bzw. Teile ersetzen.

Gruß Lars

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: ruff-kapraun (IP-Adresse bekannt)
Datum: 28. Januar 2019 13:09

Hallo, den Kühler habe ich schon getauscht.
Heiko

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: ruff-kapraun (IP-Adresse bekannt)
Datum: 28. Januar 2019 13:12

Hallo Christian, was kann an der Wasserpumpe defekt sein? Der Gesamtmotorblock mit der Wasserpumpe ist erst 5 Jahre alt und hat 30.000 km gelaufen. Dicht ist alles. Faulen die Pumpenflügel ab?

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: Sascha Hahl (IP-Adresse bekannt)
Datum: 28. Januar 2019 18:24

Das hab ich gehört.
Mir hat auch schon einer erzählt, das Flügel Rad könnte sich auf der Welle lösen.
Dann reicht die Wapu - Leistung nicht mehr.
Ich hatte beide Fehler noch nicht.
Was ist mit Luft im Kühlsystem???

Gruß Sascha

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: mga1957 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 01. Februar 2019 20:40

ich nehme an, dass das Thermostat eh schon neu ist?
den Effekt mit zu hoher Konzentration vom Frostschutz kenne ich auch - ich hatte das Zeugs aber PUR drinnen - -35 Grad ist absolut OK!!!!! daran DARF es nicht liegen

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: ruff-kapraun (IP-Adresse bekannt)
Datum: 01. März 2019 23:00

Hallo,
ich habe heute die Wasserpumpe wegen der Kühlmitteltemperatur tauschen wollen. Lieder habe ich die falsche geliefert bekommen.

Die ausgebaute Pumpe weist keinen Makel auf. Kein Rost, nicht schwergängig, dicht war sie auch. In dem Pumpengehäuse ist kein Rost oder irgend ein Material.

Ich hatte zwischenzeitlich die Kopftemperatur an den Kopfschraubenköpfen mit eine Laserthermometer gemessen. Bei 82 Grad Wasser liegt diese bei ca 92 Grad. Bei 100 Grad Wasser bei 106 Grad. Bei offenem Kühler und laufendem Wasser im Stand kocht am Block das Kühlmittel auf und es steigt eine Luftblase durch das Kühlsystem unter deutlicher Volumenausdehnung.

FRAGE: Gib es Sinn eine optisch intakte Wasserpume mit 26.000 km Laufleistung in einer orginalen DB Maschine zu tauschen um die oben geschriebenen Schwankungen im Kühlsystem zu beheben? Heiko

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: L.R. (IP-Adresse bekannt)
Datum: 01. März 2019 23:30

Moin,

möglich ist natürlich alles. Eine Laufleistung von 26000 km für eine Wapu ist echt wenig, da kann man deutlich mehr erwarten.
Was ich auf jeden Fall noch einmal prüfen würde ist die Entlüftungsleitung vom Pumpengehäuse zum Block. Das ist (wenn nichts abreißt) schnell gemacht.

Gruß Lars

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: Diesel (IP-Adresse bekannt)
Datum: 02. März 2019 08:13

Hallo,

wenn die Pumpe OK ist, wüsste ich nicht, warum man sie tauschen sollte. Wichtig ist ja nur, dass die Verbindung zwischen Pumpenkopf und Welle 100%ig fest ist und dass die Pumpe dicht ist. Mehr als Pumpen kann sie schließlich nicht.

Wenn dann das Wasser im Block kocht, der Kühler dazu aber relativ kalt bleibt, dann wird hanz offensichtlich eine Verstopfung des Kühlsystems vorliegen. Erster Verdächtiger ist immer der Kühlwasser-Thermostat. Den hast Du schon erneuert. Sollte also passen. Zweiter Verdächtiger: Der Kühler. Da der auch schon neu ist, wird die Menge der Möglichkeiten kleiner. Was ja ein Vorteil ist. smile Was bleibt also noch? Es muss eine Verstopfung des Wasserweges vorliegen. Da das Wasser nicht richtig zirkulieren kann, wird zu wenig Wärme zum Kühler transportiert.

Stellt sich nur die Frage, wie man das A. überprüfen und B. beheben kann.

Der Kühler mitsamt seinen Schläuchen sollte ja leicht mit einem Schlauch durchzuspülen sein, um zu prüfen, ob genug Wasser durchläuft. Kann man das nicht auch beim OM617-Block machen (den kenne ich leider nicht)?? Hierzu wird man den Thermostaten nochmal ausbauen müssen, denn zur Druckspülung nimmt man in der Regel kaltes Wasser und dann ist der Thermostat ja zu. Also raus damit.

Die Idee mit der Luftblase ist auch eine gute. Der sollte man auch mal nachkriechen.

Grüße, Tom

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: Volker G. (IP-Adresse bekannt)
Datum: 02. März 2019 09:50

Hallo in die Runde,

mein 240 D mit OM616 wies ein ähnliches Problem auf. Auch ich habe erst einmal in Richtung Kühlsystem recherchiert, d.h. Thermostat neu, Wasserpumpe neu, Kühler überprüft (ohne Befund), Kühlmittel getauscht. Alles brachte keine Änderung. Im Stadtverkehr blieb die Temperatur normal bei rd. 82°C, bei höherer Motorbelastung bzw. Geschwindigkeiten über 80 km/h stieg die Temperatur bis auf 100°an.

Der Fehler trat erstmals auf, nachdem ich den relativ leer bis in die Reserve hinein gefahren hatte. Sonst hatte ich immer vor größeren Fahrten nachgetankt, d.h. bin eigentlich niemals in den Reserve-Bereich gekommen.

Es stellte sich heraus, dass sich Dieselfilter und -vorfilter zugesetzt hatten. Auch die Einspritzdüsen (vermutlich noch die ersten) waren nicht mehr 100%ig intakt, alleine schon aufgrund des Alters. Als Resultat lief der Motor nicht mit voller Leistung und vor allem aufgrund der zu geringen Dieselzufuhr viel zu mager. Im Stadtverkehr fiel das nicht so zu gewicht, beim Abruf höherer Drehzahlen war der Luftanteil im Gemisch aber viel zu hoch, was zu erhöhten Verbrennungstemperaturen geführt hat.

Nach Tausch von Filtern und Düsen ist die Lage bei mir jetzt schon deutlich besser geworden, aber noch nicht perfekt. Als nächstes steht der Tausch der Membran in der Einspritzpumpe auf dem Programm. Ich hoffe, dass dies die nun die endgütlige Lösung des Temperaturproblems bringt.

Gruß
Volker

W115 240 D 1976 kaledoniengrün/Stoff pergament
W124 250 D 1990 astralsilber/Stoff blau
W126 300 SE 1989 astralsilber/MB-Tex schwarz
S204 C 200 CDI 2009 iridiumsilber/Stoff Brighton schwarz
W210 E 430 2001 tansanitblau/Leder quarz

Stammtisch der MBIG in Ostwestfalen-Lippe
(offen für alle Baureihen bis zum W140 - keine Clubmitgliedschaft erforderlich):

Jeden 3. Montag im Monat ab 19.30 Uhr
im Runkelkrug, Salzufler Str. 177, 33719 Bielefeld-Brönninghausen.

[www.mbig.de]

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: Diesel (IP-Adresse bekannt)
Datum: 02. März 2019 10:39

Volker G. schrieb:
-------------------------------------------------------
> Es stellte sich heraus, dass sich Dieselfilter und
> -vorfilter zugesetzt hatten. Auch die
> Einspritzdüsen (vermutlich noch die ersten) waren
> nicht mehr 100%ig intakt, alleine schon aufgrund
> des Alters. Als Resultat lief der Motor nicht mit
> voller Leistung und vor allem aufgrund der zu
> geringen Dieselzufuhr viel zu mager. Im
> Stadtverkehr fiel das nicht so zu gewicht, beim
> Abruf höherer Drehzahlen war der Luftanteil im
> Gemisch aber viel zu hoch, was zu erhöhten
> Verbrennungstemperaturen geführt hat.

Das ergibt für mich keinen Sinn. Ein Diesel läuft im Gegensatz zum Benziner immer mit Luftüberschuss. Normalerweise laufenb Sauger sogar immer mit der maximalen Luftmenge, die ändert sich zwischen Leerlauf und Volllast gar nichts. Die Leistung wird allein durch die eingespritzte Kraftstoffmenge geregelt. Dass unsere Diesel Drosselklappen haben, ist hinsichtlich des Motor-Arbeitsprinzips nur ein Sonderfall. Von daher kann die erhöhte Temperatur nicht herrühren.

> Nach Tausch von Filtern und Düsen ist die Lage bei
> mir jetzt schon deutlich besser geworden, aber
> noch nicht perfekt. Als nächstes steht der Tausch
> der Membran in der Einspritzpumpe auf dem
> Programm. Ich hoffe, dass dies die nun die
> endgütlige Lösung des Temperaturproblems bringt.
>
> Gruß
> Volker

Du meinst, nach dem Dieselfiltertausch sei das Temperaturniveau des Motors gesunken? Mit Verlaub, aber das muss ich anzweifeln.

Grüße, Tom

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: Sascha Hahl (IP-Adresse bekannt)
Datum: 02. März 2019 14:40

Hallo, das denke ich auch.
Auch der Membranwechsel in der ESP (=Einspritzpumpe) wird keinen Einfluß haben.
Der Fehler muss Kühlkreislauf liegen.
So was ähnliches hat ich bei meinem 220D auch.
Kühlerlamellen von den Kapillarrohren gelöst und daher keine ausreichende Kühlleistung.
Kühler getauscht und Ruhe war.
Ich tippe auf Luft im Kühlkreislauf bei dir.

Gruß Sascha

220D '71, hellbeige181/cognac Automatik,Servo,SD,hHS,MAL,re.ASP

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: ruff-kapraun (IP-Adresse bekannt)
Datum: 02. März 2019 21:46

Ich lese eure Beiträge aufmerksam und versuche die Spur zum Fehler zu finden. - Ich habe alles wieder zusammengebaut. Das relativ neue Thermostat habe ich diesmal ausgebaut. Alles gut entlüftet und gefüllt. Bei zügiger Fahrt läßt sich keine Betriebstemperatur erreichen. Kühlmittel ca. 60 nach Uhr. Köpfe der Zylinderkopfschrauben 62 bis 58 Grad. auch im Stand (bei laufendem Motor) keine höhere Temperatur. Zusammenfassung: ohne Thermostat Kühlleistung gut.
Thermostat im Kochtopf geprüft: öffnet bei 83 Grad.
Das Ding wieder eingebaut, mit dem Teller nach oben, Bügel nach unten. Betriebstemperatur bei defensiver Fahrt über dem Soll und dort nicht stabil. Kopfschrauben 99 - 103 Grad.
???
Hat der OM617 ein größeres (weiter öffnendes) Thermostat??
Wie rum gehört es denn nun rein??
Die Kühlleistung ist definitiv durch das Thermostat gedrosselt. Sollte eine Engstelle im nicht einsehbaren Kühlkreislauf liegen, dann wäre auch ohne Thermostat die Leistung gedrosselt. 2 Engstellen addieren den Widerstand nicht, oder. Das Thermostat ist auch im offenen Modus eine Engstelle, aber wahrscheinlich die einzige. ODER?
Liebe Grüße Heiko

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: Sascha Hahl (IP-Adresse bekannt)
Datum: 03. März 2019 10:17

Du hast das Thermostat falsch eingebautkeine gute Idee.
Bügel nach OBEN.

Gruß Sascha

220D '71, hellbeige181/cognac Automatik,Servo,SD,hHS,MAL,re.ASP

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: ruff-kapraun (IP-Adresse bekannt)
Datum: 06. März 2019 21:41

Hallo, ich habe ein neues Thermostat richtig herum eingebaut. 80 Grad Febi. Temperatur 96 Grad. Bei ausgebautem Thermostat 65 Grad max. Mir fällt nichts mehr ein. Der Fehler ist vor einem Jahr nach der Winterpause aufgetreten. Abgestellt in einer Tiefgarage. 4 Monate später gestartet. So langsam überlege ich einen Preis auszuloben Heiko

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: L.R. (IP-Adresse bekannt)
Datum: 06. März 2019 23:01

Moin,

ich meine zu erinnern, daß es bei dem Thermostaten eine kleine Lüftungsöffnung gibt. Die hat auch eine Einbaurichtung. Das Ding sitzt entweder oben bzw. unten. Das weiß ich nicht mehr. Wo die Lüftungsöffnung beim T. liegt der waagerecht montiert wird weiß ich ebenfalls nicht.
Das solltest du mal kontrollieren.

Gruß Lars

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: michael aus köln (IP-Adresse bekannt)
Datum: 07. März 2019 19:55

Hallo

ich tippe ganz banal auf Luft im System.

An der linken Motorseite geht ein Schlauch auf das Heizungsventil. Fühl mal, ob der voll Wasser ist, oder beim Zusammendrücken so nachgibt, dass man das Gefühl hat da ist Luft und nicht Wasser drin.

Entlüften:
Motor auf ca. 60 Grad warm fahren. Wagen parken.
Mit Schutzhandschuh Kühlerdeckel öffnen (zweistufig). Motor im Stand mit offenen Kühlerdeckel weiter laufen lassen, damit er so warm wird, dass der Thermostat öffnet. EVTL Kühler mit Pappe abdecken, damit der Ventilator nicht so viel Abkühlung bringen kann.
Dann mit offenem Deckel laufen lassen.

Wenn jetzt der Wasserstand im Kühler leicht absinkt, dann ist das die Luft die raus geht. Aufüllen und noch etwas mit offenem Deckel laufen lassen.

Ansonsten ist auf dem Thermostatgehäuse noch ein Schraube. Diese rausdrehen und Wasser dort einfüllen, bis am Kühler Wasserstand stimmt, bzw. kein Wasser mehr rein passt...

Ich hab gerade das gleiche Problem, nachdem ich mein Kühlsystem nur gespült und neu befüllt habe. Seit dem wird er bei Belastung (schneller Autobahnfahrt) und im Stand an der Ampel zu heiß.
Vorher war das nicht so. Deshalb denke ich bei mir ist es auch nur Luft...

Evtl. kannst du während dem Entlüften den Schlauch zum Heizungsventil etwas nach unten drücken. Dieser sitzt nämlich recht hoch, sodass oben eine Luftblase stehen kann, die nicht über den Kühler abgeführt werden kann..

Ne schöne Jrooß
Michael

PS. Wenn du ständig am Kühlsystem dran bist, bitte trotzdem nicht wochenlang ohne Fostschutz rumdüsen. Der Frostschutz wird auch als Rostschutz gebraucht. Ohne wird das Ganze absehbar eine braune Brühe... (frag nicht woher ich das weiß)

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: Helmut 230.6 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 08. März 2019 08:49

Hallo,

ich habe zwar einen 230.6-er Benziner, aber Überhitzung trat bei mir nach Zylinderkopfdichtungswechsel auch aus.

Da war hartnäckige Luft im System, die sich vor den Thermostaten gelegt hat.
Dadurch wurde der nicht mehr mit Kühlmittel beheizt und das führte zum Überhitzen.
Der 82 Grad Thermostat hatte auch das kleine "Kugelventil". Das hatte aber irgendwie nicht gereicht, die Luft nach oben in Richtung Kühler zu entlassen.

In meiner Not (und Wut) habe ich dieses Ventil rausgebrochen und somit für Größeren Luftweg gesorgt. Fazit: Keine Überhitzung mehr.

Klar ist mir schon, dass dadurch bereits im Kaltlauf etwas mehr Leckwasser durch dass Ventil strömt und sich das gesamte System nicht ganz so schnell erwärmt.

Aber Überhitzung ist noch viel schlimmerKeule

Sternengrüße
Helmut 230.6
Homepage Helmut 230.6

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: ruff-kapraun (IP-Adresse bekannt)
Datum: 10. März 2019 14:25

Hallo,
ich danke euch alle Tipps,
Ich habe die schwankende und von Last abhängige Temperaturschwankung raus aus dem System.
Ja Entlüftet und entlüftet, das war es nicht allein. Ich habe ein anders Thermometer angeschlossen.
Und siehe da die Schwankung ist raus. Das alte Thermometer zeigte bei 2-3 Grad Schwankungen 10-12 Grad an.
Ich habe eine ganze Messreihe erstellt. Spannung am Fühler, Temperatur direkt neben dem Fühler am Guss. Der spannungsunterschied am Fühler ist minimal. zwischen 2,2V bei 82 Grad und 2,4 Volt bei 90 Grad.
Die Anzeige steht auch mit dem anderen Kühlmitteltemperaturanzeige noch etwas hoch. Dort aber stabil und durch den Thermostaten geregelt. Jetzt kommt noch ein neuer Fühler rein und dann ist das ganz System überholt.
Fazit: Wahrscheinlich hat sich in einer Winterpause das Kühlmittelanzeigegerät im Instrumententräger "verändert. Die normalen Schwankungen von 2-3 Grad wurde als deutliche Überhöhung angezeigt. Ich bin ein eher ängstlicher Mensch, dazu hatte ich keine Referenzwerte zu dem Temperaturen am Kühlsystem und auch kein geeichtes Messgerät. (Diese Lasergeräte brauchen immer den gleichen Abstand.) Wahrscheinlich war dann auch noch Luft im System.
EINE GESCHICHTE über ein Jahr. Danke für Eure Unterstützung.
Tipp: Blockentlüftung über den abgezogenen Schlauch am Heizungsventil und offenen Thermostatgehäuse (ohne Thermostat) spülen. Entlüftung im Pumpengehäuse: ohne Thermostat über den Kühler. Dann den Thermostaten ins Wasserbad einsetzen. Gehäuse schließen. Entlüftungsschraube öffnen und über den Kühlerschlauch bei geschlossenem Thermostaten die Luft mit Wasser rausschieben. Dann erst warmfahren und beobachten ggfs noch nachfüllen.

Ich bin gespannt, ob der neue Fühler die Anzeige senkt. HEIKO

Re: Temperatur OM617
geschrieben von: ruff-kapraun (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27. März 2019 09:24

Hallo,
die Symptome oder besser Anzeige von Symptomen sind behoben. Die Temperatur steht genau da, wo sie hingehört. kurz über dem unteren Bach der "8" von "80" Grad, bei viel Ampeln oder Steigung steigt die Temperaturanzeige auf die Taille der "8".
Es war der Fühler, der seinen Widerstand nicht relational zur Temperatur änderte. Nach 83 Grad nahm der widerstand rapide ab, so dass die Anzeige schnell stieg, obwohl die Temperatur nur 2-3 Grad zugelegt hatte. So kam die Anzeige schnell auf 100 Grad. Dazu kam noch, dass im alter die Anzeigeinstrumente nicht mehr alle gleich arbeiten. Ich habe 3 ausprobieren können. Sie waren alle different.
Mit einem Laserthermometer kann man gut die Wassertemperatur messen. Möglichst mit geringem Abstand. Messstelle: Auslassbogen am Motor im Bereich des Kettenspanners/Pumpengehäuse.
Messpunkt am Motor Laser 83Grad = Fühler 2,3Volt entspricht im Kochtopf 83 Grad : Anzeige steht auch Taille "8".
Heiko mit einem sanierten Kühlsystem.



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