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Hallo Besucher!
Leerlauf-CO M115 200er
geschrieben von: DerKlausAusStuttgart (IP-Adresse bekannt)
Datum: 13. März 2019 19:32

Hallo zusammen.
Ich würde mich mal wieder über Euer Expertenwissen freuen.
Ich habe über den Winter wegen Leckage und defekter Kaltstarteinrichtung eine Komplettrevision bei meinem Stromberg gemacht. Das hat super geklappt, Auto ist dicht, fährt prima, Leerlaufdrehzahlanhebung und Anfettung klappt. Den Vergaser habe ich von mager kommend so eingestellt, dass der Leerlauf möglichst ruhig war. Kerzenbild war nach ein paar hundert Kilometer wie im Bild angehängt (was ich recht OK fand).
Allerdings war der Leerlauf nie optimal ruhig (auch vor der Vergaserrevision nicht) und auch durch Veränderung der Gemischzusammensetzung nicht absolut sauber hinzubekommen.
Ich habe die Ventile neu eingestellt. War kaum was zu machen und hat den Zustand nicht verändert.
Habe mich dann entschlossen, Tabula Rasa mit den uralten Zündkomponenten zu machen. Spule, Kabel, Stecker, Kondensator, Unterbrecher, Verteilerfinger und Kappe sind neu. Alles passende Bosch und BERU-Teile. Kerzen sind neue NGK BP6ES. Schließwinkel ist stabil bei 52°. Abgeblitzt auf 43° bei 4500 1/min ohne Unterdruck. Alle anderen Drehzahlen liegen sauber in den Toleranzbändern. Unterdruckverstellung tut einwandfrei.
Motor lief jetzt absolut einwandfrei und wie ein Uhrwerk in jedem Betriebszustand. Sogar wenn man ohne Last den Motor langsam hochgedreht hat (wobei man vorher immer klar jeden Menge Aussetzer wahrgenommen hat) absolut einwandfrei! So weit, so gut!
Weil der TÜV ansteht, bin ich dann mal bei der DEKRA (die echt super nett und unbürokratisch waren) vorgefahren nur um mal sicherheitshalber CO zu kontrollieren und ggf. den Vergaser noch etwas nachzustellen. Böse Überraschung: 7vol.% CO! Ich habe also kräftig abgemagert, das geht so bis 4,5% gut, ab dann wird der Leerlauf merklich unruhiger. Wenn ich unter die vom Hersteller vorgegebene Grenze von 2,5% gehe, ist das aus Komfortgründen für mich echt nicht mehr akzeptabel. (Drehzahl habe ich immer auf 800-900 1/min nachgeführt) Ich bin dann bei 4,5% als Kompromiss für akzeptablen Motorlauf gelandet.
Jetzt die Frage: Zündung sollte OK sein, Ventile auch. Motor hat gerade mal 60000km runter. Auf Falschluft habe ich keine Hinweise (Flanschdichtung bei Vergaserrevision ersetzt). Habe ich was vergessen oder doch Fehler in der Vorgehensweise? Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Ich bin für jeden Rat dankbar. Prinzipiell habe ich keine Schmerz, einfach nen Ticken fetter zu drehen aber ich frage mich einfach, warum ich trotz scheinbar optimaler Randbedingungen die Herstellervorgabe nicht treffe.

Danke schon mal + viele Grüße aus Stuttgart,
Klaus

Anhänge: IMG_20190311_220732-3.jpg (155KB)  
Re: Leerlauf-CO M115 200er
geschrieben von: Scharn (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14. März 2019 10:06

Zündzeitpunkt bei standgas mit Unterdruck?

Re: Leerlauf-CO M115 200er
geschrieben von: DerKlausAusStuttgart (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14. März 2019 10:16

23 Grad vor OT.

Gruß, Klaus.

Re: Leerlauf-CO M115 200er
geschrieben von: Scharn (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14. März 2019 10:32

Das ist viel zu früh. Kenne deine genauen Werte nicht der ZZP (=Zündzeitpunkt) sollte aber um 10 grad vor OT liegen. Durch die niedrige Verdichtung hast du kein klingeln der hub hat aber keine Kraft.

Re: Leerlauf-CO M115 200er
geschrieben von: DerKlausAusStuttgart (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14. März 2019 10:40

Sollwert ohne Unterdruck ist 13 bis 20. Mit Unterdruck ist es noch einen Tick mehr. Scheint für mich i.O.

Re: Leerlauf-CO M115 200er
geschrieben von: Scharn (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14. März 2019 12:57

Unterdruck hat da keinen Einfluss. Nimm die Zündung zurück. Geht die Drehzahl rauf hast du den Fehler.

Re: Leerlauf-CO M115 200er
geschrieben von: DerKlausAusStuttgart (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14. März 2019 13:02

Das Gegenteil ist der Fall. Wenn ich früher gehe, geht die Drehzahl hoch.

Re: Leerlauf-CO M115 200er
geschrieben von: Scharn (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14. März 2019 16:12

Das ist ein Zeichen dafür, das du noch früher die maximale Leistung holst.

Hab das gerade mal theoretisch gerechnet. Der optimale Zündzeitpunkt sollte um 16 Grad vor OT liegen. Bist du dir sicher das deine Markierungen richtig sind? Die offiziellen Einstellungen für deinen Verteiler sind mit 10-19 Grad im Leerlauf angegeben, also quasi genau deckend mit der Theorie.

Ich würde die Zündung zurück nehmen und dann Leerlauf/Gemisch nachregeln bis es passt. Kann das Gemisch magerer bei gutem Leerlauf hast du den Fehler. Sonst kannst du den Punkt abhaken und weitersuchen.

Re: Leerlauf-CO M115 200er
geschrieben von: DerKlausAusStuttgart (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14. März 2019 17:01

Vielen Dank. Ich muss mich auch nochmal korrigieren: Das, was ich geschrieben habe galt für das offensichtlich überfettete Gemisch bei 7% CO. Ich werde genau wie Du beschrieben hast die Zündung bei weniger fetter Einstellung mal ein paar Grad zurück nehmen und neu beurteilen. Werde Meldung machen. zwinker

Gruß,
Klaus

Re: Leerlauf-CO M115 200er
geschrieben von: DerKlausAusStuttgart (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21. März 2019 11:26

Hallo!
Also, eine Verstellung nach spät hat wenn, dann eine negative Auswirkung auf die Leerlaufstabilität. Ich hatte mich mit den 23° vor getäuscht. Die Zündung im Leerlauf liegt bei 17° vor. Verstellung bis 10°führt zu niedrigerer Leerlaufdrehzahl. Wenn ich diese korrigiere, läuft der Motor trotzdem unrunder. Ich bin also wieder auf die Ursprungseinstellung zurückgegangen. Spaßeshalber habe ich im Leerlauf mal massiv nach früh verstellt (bis 37° vor) Der Motor läuft immer schneller, je früher ich gehe. Sollte ich tatsächlich mal die Kolbenstellung erster Zylinder Zünd-OT mit der Skala abgleichen? Weiß jemand, ob man die Scheibe mit der Skalierung überhaupt verdreht einbauen kann oder ist diese irgendwie geometrisch definiert vorgegeben (z.B. über eine Passfeder)?
Hat irgendjemand noch Ideen?

Danke + Gruß,
Klaus

Re: Leerlauf-CO M115 200er
geschrieben von: Heiko74 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21. März 2019 17:11

Hallo,vielleicht liegt das Problem bei der Startautomatik.
Die kleine Gewindestange zwischen Gasgestänge und Startautomatik ist in der Länge
verstellbar und die Drehzahl ändert sich.
Wenn die Stange also zu stram angezogen ist läuft die Startautomatik immer ein bisschen mit so das er zu hoch und zu fett läuft,zumindest nach meinem Verständnis Vergaserprofi bin ich auch nicht!
Gruss Heiko

Re: Leerlauf-CO M115 200er
geschrieben von: Sascha Hahl (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21. März 2019 19:56

Das vordere Kurbelwellengewicht kann (theoretisch) falsch eingebaut werden.
Das sind zwei Passfedern drinne.
Aber der Versatz wäre dann 180°.
Da läuft der Motor nicht mehr.....

Gruß Sascha

220D '71, hellbeige181/cognac Automatik,Servo,SD,hHS,MAL,re.ASP

Re: Leerlauf-CO M115 200er
geschrieben von: DerKlausAusStuttgart (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21. März 2019 21:46

@Sascha: Danke für die Klärung! smile
@Heiko: Die Startautomatik ist bei warmem Motor raus, die Einstellung ist OK. Danke aber für die Anregung!

Gruß,
Klaus

Re: Leerlauf-CO M115 200er
geschrieben von: BaschtelWaschtel (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2019 09:42

Moin,
aus dem Bauch raus würde ich auch die Startautomatik tippen. Kannst du die sicher ausschließen?
Wenn die Zündung ausgeschlossen worden ist, würde ich an die Luftseite gehen.
Kriegt der Motor genug Luft? hast du ihn mal mit abgebauten Ansaugstutzen laufen lassen?

Nur als Gedankenanstoß! nixweiss


Grüße,
Basti

Re: Leerlauf-CO M115 200er
geschrieben von: Scharn (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2019 11:19

Deine Effekte bei der Zündung sind richtig und normal. Hast du denn nach Rücknahme der Zündung Drehzahl angehoben und Gemisch reduziert? Zu fett läuft genauso wie zu mager auch scheisse.

Re: Leerlauf-CO M115 200er
geschrieben von: Scharn (IP-Adresse bekannt)
Datum: 25. März 2019 08:23

Ansonsten hat Basti schon recht. Schlechter Motorlauf hat eigentlich nur drei Ursachen.
1. Schlechter Zündfunke: Können wir ausschliessen, da sonst dein CO deutlich zu mager wäre, da der Sprit nicht vollständig verbrannt wird.
2. Spritversorgung: Scheint auch in Ordnung, da du unter Last ja scheinbar keine Probleme hast. Ansonsten sind die Vergaser Spezies gefragt. Ich hatte mal ein Moped wo ich wegen einem Nadelventil in der Schwimmerkammer Probleme hatte, das dieses einen Zylinder geflutet hat, aber nur im Leerlauf. Unter Last war diese Mehrmenge aber kein Problem.....Keine Ahnung ob das bei diesen Vergasern auch passieren kann.
3. Luft: Das entscheidende Element für Leistung im Motor. Wie Basti schon schrieb Filter runter und testen testen testen.......Nebenluft ist da auch immer ein Thema.

Was hier auch noch helfen würde wären die Kerzengesichter. Vielleicht kann man so einen Zylinder lokalisieren, der anders läuft als die anderen.



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