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Hallo Besucher!
Leerlaufprobleme
geschrieben von: Traum/8 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14. März 2019 19:18

Hallo zusammen,

habe folgendes Problem und ich hoffe Ihr könnt
mir weiterhelfen.

Ich habe einen 200 Benziner mit Stromberg Vergaser.
Im kalten Zustand ( Leerlauf)läuft der Motor hochtourig, was ja
normal ist, läuft aber im warmen Zustand genauso weiter,
ändert sich nicht.

Ich habe heute folgendes gestestet; habe den Wagen nicht bewegt,
sondern den Motor so lange laufen lassen, bis der Wagen/Kühlwasser
warm/heiss geworden ist. Der Motor lief trotzdem hochtourig weiter,
habe etwas Gas gegeben schon ist die Leerlauferhöhung zurückgegangen
und der Motor lief schön ruhig , so wie es sein sollte.

Was kann es denn sein? Der Leerlauf sollte doch automatisch runter gehen
oder?

Desweiteren ist mir auch folgendes an dem Kabel am Vergaser aufgefallen.
Wofür ist es überhaupt? Habe während der o. g Maßnahme das Kabel
rausgezogen, es ist aber nichts passiert. Ich habe keine Änderung
festgestellt. Also ich sehe da kein Unterschied, ob der dran ist oder nicht

Wofür ist das Kabel ( evtl stromlos ? )

Bedanke mich jetzt schon für die Rückmeldungen.

Gruss
Traum/8

Re: Leerlaufprobleme
geschrieben von: w.zobel@230.6 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14. März 2019 19:44

Hallo Traum/8,
also bei den Zenith Vergasern der 6-Zylinder ist das Verhalten normal. Die Leerlaufanhebung geht erst mit einem Gasstoß zurück. Lässt man den Wagen warm laufen, ohne zu fahren - bleibt die Drehzahl oben.

Die Leitung könnte von einer Art Vergaservorwärmung sein, hast Du mal eine Glimmlampe ran gehalten in kaltem Zustand?

Gruß
Wolfgang

Re: Leerlaufprobleme
geschrieben von: L.R. (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14. März 2019 19:47

Moin,

dafür ide Startautomatik nicht gebaut. Das ist kein Motorsteuergerät! Den kannst du drei Tage laufen lassen, ohne daß der Vergaser irgendetwas runterregelt. Offentsichtlich funktioniert die Startautomatik.
Die Leitung zum Leerlaufabschaltventil führt nur für ein paar Sekunden Strom, nachdem die Zündung ausgeschaltet wurde. Das kann man fühlen, mit Glück hören. Zündung aus und schnell das Ventil anfassen, dann merkt man wie es wieder ausschaltet.
Den Aufwand hat man betreiben um den Betrieb zu sichern. Normalerweise könnte man die Funktion umdrehen, d.h. Zündung ein Ventil auf. Ist dann das Ventil mal defekt, fährt der /8 nicht mehr.
Das Ventil sperrt die Spritzufuhr komplett um ein Nachdieseln zu verhindern. Der Name Leerlaufabschaltventil führt daher in die Irre. Ein STROMBERG-Vergaser hat kein Leerlaufsystem wie andere Vergaser.
Darf man fragen wozu die Experimente notwendig waren? Entzugserscheinung?

Gruß Lars

Re: Leerlaufprobleme
geschrieben von: Georg (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14. März 2019 20:29

die Kaltstartautomatik arbeitet mechanisch! Ich gebe vorm Start Vollgas,
mechanisch wird die Chokeklappe geschlossen. Wenn der Motor wärm wird und ich gebe erneut Gas geht die Klappe zurück.

Re: Leerlaufprobleme
geschrieben von: DerKlausAusStuttgart (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14. März 2019 22:04

Das Verhalten Deiner Startautomatik ist vollkommen in Ordnung. Die Drosseklappe wird über ein Gestänge, was temperaturabhängig (gesteuert über eine Bimetallspirale) auf verschiedenen Stufen rastet im kalten Zustand weiter aufgedrückt. Das siehst Du daran, dass die Leerlaufanschlagschraube kalt keinen Kontakt mit der Auflagefläche hat. Um das zu initiieren muss man vor dem Start einmal das Gas voll durchdrücken. Während des Warmlaufs hat dieses Gestänge nur die Chance, eine Stufe weiter nach unten zu rasten, wenn es entlastet wird. Das geschieht beim Gasgeben. Also alles wunderbar. zwinker

Gute Fahrt,
Klaus

Re: Leerlaufprobleme
geschrieben von: Traum/8 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14. März 2019 22:45

Guten Abend,

vielen Dank für die Rückmeldungen, finde
ich sehr nett.

Auf deine Frage Lars, warum ich das gemacht habe;
Bei minus Temperaturen habe ich ein paar mal bei trockenem Wetter
das Auto bewegt. Beim anspringen gibt es keine Probleme,
springt sofort an. Aber im kalten Zustand hat er beim
beschleunigen Gas Probleme d.h der nimmt schlecht Gas
an, ruckelt etwas, man hat das Gefühl, dass er jeden
Moment absäuft. Nach ein paar Kilometern, wenn der
Motor warm ist, hat man dann kein Problem mit dem
Gas annehmen fährt super, läuft auch gut.

Bei der letzten Fahrt war es nicht so extrem schlimm,
war ja auch nicht so kalt gewesen.

Deshalb habe ich heute den Test mit dem Leerlauf gemacht,
wollte mal gucken wie der so reagiert. Ich denke, so hätte
der Problemlos den Gas angenommen.

Ich weiß nicht, warum der im kalten Zustand beim beschleunigen,
das nur macht. Im kalten Zustand im Leerlauf gibt es aber keine
Probleme.

Woran kann es denn liegen?

Gruss
Traum/8

Re: Leerlaufprobleme
geschrieben von: DerKlausAusStuttgart (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14. März 2019 23:01

Ist das Zündsystem i.O. und korrekt eingestellt? Passt das Ventilspiel? Hat der Stromberg die richtige Ölfüllung (rote Kappe = Motorenöl, gelbe Kappe = ATF Öl) und korrekten Ölstand? Als nächstes gäbe es dann noch die Möglichkeit, dass bei Deiner Kaltstarteinrichtung zwar die Drehzahlanhebung, nicht aber die Anfettung funktioniert (war bei mir der Fall, alles voller Dreck, Kolben klemmte und Pull Down-Hebel saß fest). Im letzteren Fall hilft dann nur Vergaser in Stand setzen (lassen). Aber mach' erst mal der Reihe nach! zwinker

Gruß,
Klaus

Re: Leerlaufprobleme
geschrieben von: Traum/8 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14. März 2019 23:24

Hi Klaus,

danke für den Tipp. Muss mir das ganze
mal in Ruhe angucken.

Ich habe den alten Vergaser ( weiße Blume)
mit dem Dämpferkolben mit Ölbehälter.
Wie kann ich hier den richtigen Ölstand eigentlich
messen?

Gruss
Traum/8

Re: Leerlaufprobleme
geschrieben von: L.R. (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14. März 2019 23:32

Achtung, da ist einer Dreher passiert. Die rote Kappe steht für (rotes) Automatiköl (ATF) und die gelbe für Motoröl. Mercedes gibt noch weiter an, daß die Viskosität beim Motoröl der Jahreszeit entsprechen sollte. Das machte damals wohl auch Sinn, wenn reine Sommer- und Winteröle benutzt wurden. Bei Mehrbereichsölen spielt das wohl nicht so die Rolle.
Vergaser mit der roten Kappe sind späte Baujahre, ich glaube ab 75.
Als Anmerkung zur Zündung: Die Zündkerzen (NGK ist da wohl erste Wahl) müssen den richtigen Wärmewert haben. Wenn der nicht stimmt gibt es immer Probleme bei Kälte oder eben Wärme.
Ansonsten sind die Sachen zu überprüfen, die schon vorgeschlagen wurden.

Gruß Lars

Re: Leerlaufprobleme
geschrieben von: DerKlausAusStuttgart (IP-Adresse bekannt)
Datum: 14. März 2019 23:46

Meiner Meinung nach kein Dreher! Guck mal in unser Know How hier. 😉 Die Farbgebung der Kappen ist leider irreführend!

Re: Leerlaufprobleme
geschrieben von: Fixelpehler (IP-Adresse bekannt)
Datum: 15. März 2019 16:06

Moin

Kaltlaufdrehzahl 1600-1700 upm ? Muss das so?
Finde das etwas viel. Lässt sich das noch etwas runterregeln? Mittels der Gelenkstange?

Sorry wenn ich mich hier dran hängesmile

Gruß Björn

Ps. Stromberg mit weißer Blume.

Re: Leerlaufprobleme
geschrieben von: L.R. (IP-Adresse bekannt)
Datum: 15. März 2019 19:03

Moin Klaus,

ob rot oder gelb ist meiner Ansicht nach sowieso egal. Bei Mercedes selbst wurde immer ATF empfohlen. Das hing auch mit der modifizierten Nadel (Düsennadel) Kennung (soweit ich mich erinnere) YA zusammen. Die ist federnd gelagert und senkt den Verbrauch erheblich. Da wo nachgerüstet wurde (das dürfte wohl mittlerweile bei fast allen Vergasern der Fall sein) wurde ATF benutzt.

Gruß Lars

Re: Leerlaufprobleme
geschrieben von: naglerc (IP-Adresse bekannt)
Datum: 15. März 2019 22:33

At all

Ich hatte zwei Winter meinen Stromberg optimiert, Heizklappe usw. instand gesetzt. Nachdem er immer noch nicht wie im "Auslieferungszustand" im Winter lief, habe ich die Ventile, ZZP (=Zündzeitpunkt) eingestellt, die Zündkaben (4 + 1), Kappe und Finger ausgewechselt und die NGK-Platin-Kerzen eingebaut.
Ohne NGK-Kerzen hat mich das Okkinal-Zündmaterial beim Freundlichen keine 90 Euro gekostet.

Mein 230.4 läuft seither so ruhig und gleichmässig, dass ich das jedesmal kaum glauben kann. Auch jetzt im Winter (wenn salzfrei).

Ich hätte nicht geglaubt, dass 90% aller Vergaserprobleme am Ende doch Zündprobeleme sind.

Gruss
Christian



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