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Hallo Besucher!
Drehmoment Anhängekupplung
geschrieben von: Dirk Schneider (IP-Adresse bekannt)
Datum: 28. Januar 2020 18:54

Hallo in die Runde,
ich möchte an meinem /8 200 D eine PEKA K 25 montieren. Die bislang montierte ist einem Auffahrunfall zum Opfer gefallen Keule.
Ich möchte gerne wissen, mit welchen Anzugsdrehmomenten die Schrauben festzuziehen sind. Bei einer Anleitung für eine Oris-Kupplung habe ich den Wert 10 mkp gefunden, kann ich den hier auch nehmen ?
Danke für die Hinweise.
Grüße

Re: Drehmoment Anhängekupplung
geschrieben von: Diesel (IP-Adresse bekannt)
Datum: 28. Januar 2020 19:45

Das dürfte mehr von den Schrauben, als vom Auto oder der Anhängerkupplung abhängen, weshalb ich sagen würde: Ordentlich fest anziehen, damit sich nichts löst, aber die Schrauben auch nicht abreißen.

Und bitte dran denken, dass 10mkp rund 100Nm sind.

Grüße, Tom

Re: Drehmoment Anhängekupplung
geschrieben von: schreyhalz (IP-Adresse bekannt)
Datum: 29. Januar 2020 00:29

Moin Moin !

Bitteschön:

[www.schrauben-normen.de]

Die Festigkeitsklasse ist immer auf dem Schraubenkopf angegeben.

Schlechter als 8.8 wird im Fzgbau grundsätzlich nicht verwendet.
Bei Fahrwerken , Lenkungen , AHK , aber auch im Motor werden oft höherere Klassen verwendet !

Schrauben aus dem Baumarkt sind fast immer nur geeignet . Latten an einen Zaun zu schrauben! Solche Schrauben , oft z.B. bei Einschlaghülsen dabei , gehören grundsätzlich sofort in die Schrotttonne !

MfG Volker

Re: Drehmoment Anhängekupplung
geschrieben von: Dirk Schneider (IP-Adresse bekannt)
Datum: 29. Januar 2020 08:01

guen Morgen,

auf dem Schraubenkopf stehen leider keine Daten zur Festigkeit.

Es dürfte sich aber um Originalschrauben handeln.

Grüße
Dirk

Re: Drehmoment Anhängekupplung
geschrieben von: schreyhalz (IP-Adresse bekannt)
Datum: 29. Januar 2020 08:29

Moin Moin !

Das verwundert mich ! Ich würde eher vermuten , dass jemand die Schrauben durch Baumarktschrott ersetzt hat. Leider habe ich keine Möglichkeit mehr , nachzusehen.

MfG Volker

Re: Drehmoment Anhängekupplung
geschrieben von: Karl-Ludwig (IP-Adresse bekannt)
Datum: 29. Januar 2020 17:09

Sehe ich ebenso.
Da NomSchrauben nun wirklich kein Geld kosten, würde ich passende kaufen.

Bei M12 brauchst Du für 100 Nm die Festigkeit 10.9

Falls es M 14 sind, reicht 8.8.

Gruß KL

Re: Drehmoment Anhängekupplung
geschrieben von: Diesel (IP-Adresse bekannt)
Datum: 29. Januar 2020 17:48

Die alte Schlurre wird sicher auch noch nen Fummelbunker über die Alpen zerren, wenn man den Agrarhaken nur ordentlich festschraubt. Aber man kann natürlich auch eine Diplomarbeit daraus machen.

Auf jeden Fall aufpassen, dass der Kofferraum nicht wegen Altersschwäche abreißt. rofl

Grüße, Tom

Re: Drehmoment Anhängekupplung
geschrieben von: Silberling (IP-Adresse bekannt)
Datum: 29. Januar 2020 20:50

Dirk Schneider schrieb:
-------------------------------------------------------
> guen Morgen,
>
> auf dem Schraubenkopf stehen leider keine Daten
> zur Festigkeit.
>
> Es dürfte sich aber um Originalschrauben handeln.
>
> Grüße
> Dirk

Was steht denn auf den Schraubenköpfen?

Re: Drehmoment Anhängekupplung
geschrieben von: schreyhalz (IP-Adresse bekannt)
Datum: 31. Januar 2020 17:19

Moin Moin !

Zitat:
Die alte Schlurre wird sicher auch noch nen Fummelbunker über die Alpen zerren, wenn man den Agrarhaken nur ordentlich festschraubt


Richtig ! Und genau um das ordentliche festschrauben geht es hier , auch wenn du das nicht verstehst.
Wenn man sich mal den Link von mir ansieht , stellt man fest , dass alleine zwischen 4.6 und 12.9 ein Unterschied in der Vorspannkraft von ca. dem 4,5 fachen liegt ! Und oft haben baumarktschrauben nicht einmal die festigkeitsklasse 4.6 , sondern schlichtweg gar keine, d.h. es steht auch nichts auf dem Schraubenkopf.
Dann kann man die AHK auch genauso gut mit UHU ankleben.

MfG Volker

Re: Drehmoment Anhängekupplung
geschrieben von: Sternfahrer72 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 31. Januar 2020 21:05

Diesel schrieb:
-------------------------------------------------------
> Die alte Schlurre wird sicher auch noch nen
> Fummelbunker über die Alpen zerren, wenn man den
> Agrarhaken nur ordentlich festschraubt. Aber man
> kann natürlich auch eine Diplomarbeit daraus
> machen.
>
> Auf jeden Fall aufpassen, dass der Kofferraum
> nicht wegen Altersschwäche abreißt. rofl
>
> Grüße, Tom


Danke ...aaaaaah ich kann nicht mehr ....
YOU MADE MY DAY ... hüpf-freu

lange nicht so gelacht

Geil smile

Gruß Martin

Re: Drehmoment Anhängekupplung
geschrieben von: Diesel (IP-Adresse bekannt)
Datum: 31. Januar 2020 23:37

Wer schreibt denn von Baumarktschrauben? Wenn Du lesen könntest hättest Du gemerkt, dass es um die Frage "wie fest" ging und nicht, welche Schrauben.

Liebe Grüße, Tom

Re: Drehmoment Anhängekupplung
geschrieben von: schreyhalz (IP-Adresse bekannt)
Datum: 01. Februar 2020 18:35

Moin Moin !

Zitat:
Wer schreibt denn von Baumarktschrauben? Wenn Du lesen könntest hättest Du gemerkt, dass es um die Frage "wie fest" ging und nicht, welche Schrauben

Im Gegensatz zu dir bezweifele ich nicht , dass du lesen kannst , aber leider verstehst du Gelesenes nicht. Als hifsbereiter Mensch versuche ich dir mal , das Problem zu erklären. (auch wenn das jetzt zwar keine Diplomarbeit , aber eine Vorlesung über die Grundlagen des Maschinenbaus wird)

In dem Link , den ich anfangs eingestellt habe, sind die Drehmomente aufgeführt , mit denen Schrauben angezogen werden.
Wer sich das durchliesst (und auch versteht) , der erkennt, dass die Anzugsmomente von 2 Parametern abhängen:
1. Der Schraubendurchmesser ( dickere Schrauben können stärker angezogen werden als dünne ,bevor sie abreissen)
2. Der Festigkeitsklasse (Schrauben höherer Festigkeitsklasse können stärker angezogen werden als Schrauben niedriger Festigkeitsklasse )

Genau wie das Anzugsdrehmoment verhält es sich auch mit der übertragenden Kraft bzw. der Kraft , die nötig ist , damit die Schraube reisst.
Wird also eine bestimmte Kraft gewünscht , um 2 Bauteile miteinander zu verbinden , besteht grundsätzlich die Möglichkeit , eine dicke Schraube niedriger Festigkeitsklasse zu nehmen oder eine dünne Schraube hoher Festigkeit.
Eine Schraubverbindung muss man sich vorstellen wie eine Feder , die 2 Bauteile zusammenzieht. Dabei längt sich sowohl die Schraube , als auch die Bauteile sich verkürzen, auch wenn sich das im nicht sichtbaren Bereich abspielt. Durch die Federwirkung ist sichergestellt , dass sich die Verschraubung nicht lockert , auch nicht durch Vibrationen oder wechselnden Belastungen.

Nun kann man sich denken , dass eine kurze dicke Schraube sich kaum dehnt beim Anzug , dagegen die lange dünne ziemlich stark. das bedeute, dass die dicke Schraube wesentlich schlechter gegen Lockern gesichert ist als die dünne, daher müssen solche Verbindungen anderweitig gesichert werden.

es ist also grundsätzlich bei einer Schraubverbindung eine möglichst dünne , lange Schraube vorzusehen. Nehme ich eine Schraube höherer Festigkeit, kann ich die Schraube dünner machen bei gleicher Belastbarkeit.
daraus folgt, dass für sensible Verbindungen Schrauben möglichst hoher Festigkeitsklasse genommen werden.
Im Maschinenbau im allgemeinen und im Fzg-bau im speziellen werden grundsätzlich keine Schrauben schlechter als Festigkeitsklasse 8.8 verwendet.

Ausnahmen gibt es nur für Blechschrauben bzw. Schrauben , die Materialien wie Holz, Kunststoff und dergleichen verschrauben.

MfG Volker

Re: Drehmoment Anhängekupplung
geschrieben von: Helmut 230.6 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 02. Februar 2020 09:06

Hallo Volker,
Gratuliere!
Du hast mich (der ich nur Elektrofuzzi bin) mit Deinen präzisen Erklärungen an mein „Nebenfach“ Mechanik während der Studienzeit in den späten Fünfziger Jahren erinnert.
Nun habe ich es endlich verstandenhüpf-freu, also das mit den Schrauben.
Echt jetzt!
Schönen Sonntag noch!

Sternengrüße
Helmut 230.6
Homepage Helmut 230.6

Re: Drehmoment Anhängekupplung
geschrieben von: Diesel (IP-Adresse bekannt)
Datum: 02. Februar 2020 10:07

Ironie!

Aber: respekt

Danke

Grüße, Tom

Re: Drehmoment Anhängekupplung
geschrieben von: Silberling (IP-Adresse bekannt)
Datum: 02. Februar 2020 15:24

Moin Volker,

da liegst Du jetzt ein wenig daneben. Die wirksame Länge der Schraubverbindung hängt nur davon ab, was da geklemmt wird. Zwei 1 mm Bleche ergeben etwa 2 mm, ein Vierkantrohr ans Blech geschraubt (wie beim Agrarhaken) natürlich einige mm mehr. Ob du da jetzt einen anderen Durchmesser oder eine andere Festigkeitsklasse wählst, das macht nichts an der Klemmlänge.



Liebe Grüße

Peter

Re: Drehmoment Anhängekupplung
geschrieben von: schreyhalz (IP-Adresse bekannt)
Datum: 02. Februar 2020 21:13

Moin Moin !

Zitat:
da liegst Du jetzt ein wenig daneben. Die wirksame Länge der Schraubverbindung hängt nur davon ab, was da geklemmt wird. Zwei 1 mm Bleche ergeben etwa 2 mm, ein Vierkantrohr ans Blech geschraubt (wie beim Agrarhaken) natürlich einige mm mehr. Ob du da jetzt einen anderen Durchmesser oder eine andere Festigkeitsklasse wählst, das macht nichts an der Klemmlänge.

Stimmt , Es ändert nichts an der Klemmlänge ( die man natürlich anderweitig vergrössern kann , z.B. durch Hüllrohre. Man sehe sich z.B. mal die Verschraubung des Hilfsrahmens auf dem LKW Rahmen an , entweder überall , oder nur die vordere Verschraubung !
[www.google.com])

Nun aber zur Festigkeitsklasse (und warum du falsch liegst): Wenn ich für die gleiche Klemmlänge eine höhere Festigkeitsklasse wähle , kann ich im Schraubendurchmesser kleiner werden , und so eine höhere Dehnung der Schraube erlangen. Im Vergleich mit der Feder stell dir das so vor: Du stellst dich auf eine Waage , diese sinkt etwa 1 cm ein unter deinem Gewicht. (darin befindet sich eine dicke Feder) Jetzt setzt du dich in eine Hollywoodschaukel , die senkt sich 20 cm unter deinem Gewicht. (dünne Feder) Dein Gewicht ( die Kraft , die auf die Verschraubung wirkt) ist aber immer gleich.

Wenn du aber auf die Waage springst oder hochhüpfst , bricht die Feder der Waage (oder die Mechanik nimmt einen sonstigen Schaden ) oder du hebst von der Waage ab. Hüpfst du in der Hollywoodschaukel , macht das gar nichts aus und du wirst auch nicht abheben , sondern es werden nur die Federn mehr oder weniger gedehnt.

So verhält es sich auch bei den verschraubungen. Je elastischer die Verschraubung , desto mehr an Verwindungen kann sie aufnehmen , ohne an Vorspannung zu verlieren.

MfG Volker

Noch etwas zu Schrauben Federkraft
geschrieben von: Helmut 230.6 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 04. Februar 2020 11:27

Nach den Ausführungen von Volker (schreyhalz) zum Thema Schraubenfestigkeit und Federwirkung habe ich nun endlich auch begriffen, warum Zylinderkopfschrauben einen so langen zylindrischen Schaft haben, bevor ihr Gewinde beginnt: Wohl wegen der Federkräfte, die Motorblock und Zylinderkopf über alle möglichen Temperaturbereiche zusammenhalten müssen.Idee

Wieder was dazu gelernt prost

Sternengrüße
Helmut 230.6
Homepage Helmut 230.6

Re: Noch etwas zu Schrauben Federkraft
geschrieben von: Diesel (IP-Adresse bekannt)
Datum: 04. Februar 2020 12:29

Wohl auch um dem unerwünschten Phänomen der Kerbwirkung Grenzen zu setzen, denn Gewinde sind ja im Grunde nichts anderes als Kerben und somit empfindliche Kandidaten für Bruchstellen. Und je weniger Gewinde sich an einer langen Schraube befindet, um so belastbarer und langlebiger sind sie.

Grüße, Tom

Perfekt...top +Ergänzung
geschrieben von: Stefan300TD (IP-Adresse bekannt)
Datum: 04. Februar 2020 19:58

Hallo,

entscheident ist die (Montage)Vorspannkraft.Vorspannkraft

Zur Schraubenfestigkeit:

8.8 sagt
https://www.theo-schrauben.de/blog/wp-content/uploads/2015/11/Festigkeitsklasse.png

Also die erste 8 x 100
der Zweite Wert ergibt sich aus 8x8 x10 = 640N/mm²

Eine Schraube 10.9 hat also:
eine Zugfestigkeit von 10x100=1000N/mm²
eine Streckgrenze von 10x9x10=900N/mm²

Gruß
stefan



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.02.20 19:58.

Re: Perfekt...top +Ergänzung
geschrieben von: schreyhalz (IP-Adresse bekannt)
Datum: 05. Februar 2020 08:20

Moin Moin !

Zitat:
Nach den Ausführungen von Volker (schreyhalz) zum Thema Schraubenfestigkeit und Federwirkung habe ich nun endlich auch begriffen, warum Zylinderkopfschrauben einen so langen zylindrischen Schaft haben, bevor ihr Gewinde beginnt: Wohl wegen der Federkräfte, die Motorblock und Zylinderkopf über alle möglichen Temperaturbereiche zusammenhalten müssen.

Völlig richtig! Gerade bei LM-Köpfen ist es ja so , dass diese sich bei Erwärmung stärker ausdehnen als die Stahlschrauben. Durch ständiges Aufheizen und Abkühlen würde jede Schraube entweder plastisch verformt werden oder abreissen , wenn sich diese Längenänderungsdifferenz nicht im elastischen Bereich abspielen würde.
Auch darf die Schraube nicht zu massiv sein , sonst würde die Kopfdichtung einfach bei Erwärmung zerquetscht werden.
Daher werden für solche Fälle extrem lange Schrauben verwendet, die möglichts dünn sind , aber die nötigen Kräfte aufgrund ihrer Festigkeit aufbringen können. Die höchste "Federwirkung" haben sogenannte " Dehnschrauben" .

[de.wikipedia.org]

[www.google.com]

MfG Volker



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