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Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: wbracher (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. März 2021 20:37

Hallo!
Bei mir steht im Mai 2021 wieder die HU in's Haus. Die habe ich zu den vergangenen drei Terminen von einem DeKra-Sachverständigen in der Werkstatt nebenan machen lassen. Im Februar sprach mich der Kfz-Meister jedoch an, dass sich die Maßgaben sowohl für die H-Eingangsprüfung, als auch die H-Bestandsprüfungen enorm verschärft hätten, und sich auch sein Stammprüfer jetzt sehr streng gebe. Ich solle es daher lieber woanders versuchen.
Heute war ich nun bei einer TÜV-Nord-Zweigstelle, bei der man mir einen Auszug aus den neuen Richtlinien ausdruckte. Demnach wären etwa Lackabplatzer an den Türkanten, aber auch deren Ausbesserung mit einem Lackstift hinderlich. Beilackierungen, wenn der Neulack vom übrigen Farbton abweiche und sonst unsachgemäße Lackbehandlung wie übermäßiges Polieren oder durch Sonneneinwirkung ausgebleichter Lack. Weiter Risse oder Farbveränderungen beim Armaturenbrett, Sitzen, Türverkleidungen und Teppichen. Auf meine Nachfrage, ob man also einen Neuwagen mit Mindestalter 30 Jahre bräuchte, meinte der Ingenieur schulterzuckend, die Autos sollten ja auch schön aussehen.
Hatte ich es jetzt nur mit Spinnern zu tun oder hat sich der Wind tatsächlich so gedreht?
Das möchte ich ganz dringend wissen, denn dann komme ich billiger damit weg, wenn ich normal tüffe und dann halt die 8oo € p.a. zahle.
Danke im Voraus für fleißiges Antworten
Gruß
wbracher

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: Jan_Oliver (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. März 2021 22:51

Hallo wbracher,
bei vielen Rostlauben mit H-Kennzeichen wünschte ich mir schon manchmal etwas mehr genaueres hinsehen fürs Kulturgut - ist eh alles nicht mehr so einfach mit der Akzeptanz.
Ich war vor zwei Wochen beim TüV-Süd und da waren sie wie immer zuvorkommend und am Oldtimer interessiert. Ich finde auch bei TüV-Nord und -Süd nur die Richtlinie zu Nov.2011.
Wenn du da was neueres vorgelegt bekommen hast - welcher Stand und hast du dazu mal einen Link.

Vielleicht machst du dir auch auch unnötig viele Gedanken? Alles Gute und mängelfreie HU,
Andreas

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: wbracher (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 00:00

Hallo, Andreas!
Meiner ist schon ziemlich schwach, deswegen muss ich mir da Gedanken machen. Lt. Gutachten von 2010 hat mein Wagen weitgehend nur wegen der seltenen originalen Motorisierung mit einem OM 617 die Anerkennung erhalten (und wahrscheinlich, weil ich seeehr traurig geschaut habe).
Ich will den Ausdruck des TÜVs 'mal zu scannen und anzuhängen versuchen. Vielleicht kriege ich auch Bilder zustande, was bei mir nicht gehen soll.
Der DeKra-Mensch soll aber jemanden wegen Sprühnebels(!) weggeschickt haben. Obwohl der Kfzer meinte, das wäre eigentlich nichts gewesen.
Gruß
wbracher

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: Knut (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 00:19

Mensch W.Bracher,

hallo wie heissen wir denn und wo bist Du verortet?

Wenn Du mal aus der grossen Stadt rausfährst, gibt es eher nachlässigere Zulasser, die sich gerne mal aus der Golfwüste herauslangweilen und Deine Kiste schon mit einem Lächeln begrüssen werden...

Sag denen, Du bist auf Besuch beider Tante und hast gedacht, warum nich mal wieder stempeln lassen...

Kann mir schon vorstellen, dass die jetzt schärfer werden, weil jede Menge Leute mit unsexy Massenschrott ein H abgreifen wollen...

Aber ein Riss im Armaturenbrett kann doch nicht wirklich die H-HU beeinflussen!

Alle 8ung!

0=*=0

Knut



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.03.21 00:25.

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: wbracher (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 01:39

Hallo, Knut!
Das W steht für Wolfgang, und da gibt's hier schon ein paar. Mit wbracher fühle ich mich also schon ziemlich intim. Leider befinde ich mich hier bereits in der nahezu tiefsten norddeutschen Tiefebene, Wesermarsch nennt sich das, zwischen 26919 und 26349, noch menschenleerer und man ersäuft. Vielleicht nicht ganz Arsch der Welt, aber im Dunklen kann man ihn richtig gut riechen, und die Tante kennte man und riefe sie an. Durchschnittliche Windstärke 4.
Vielleicht fahre ich 'mal nach Bremen, da gibt's vielleicht mehr Gölfe als hier.
Aber eine Idee war's halt schon.
Gruß
wbracher<

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: nickelbenz (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 08:09

Moin moin,

zieht da etwa Ungemach auf...??

Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen dass z.B. der nun Lackzustand für die normale HU entscheidend sein soll. Das würde nämlich auch meinen Diesel betreffen, denn ein 45-jähriger Erstlack glänzt nun mal nicht mehr wie neu. Aber diese urige originale Patina macht ja gerade den Reiz dieser alten Autos aus, zumindest nach meinem eigenen Geschmack.
Bin ja dann mal gespannt wie sich das so entwickelt, im Netz hab ich dazu noch nichts konkretes gefunden...

Gruß Andreas

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: Alamango (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 08:14

Hallo Zusammen,

mein Auto ist technisch ok, hätte TÜV bekommen, ABER: Der TÜVer wollte mir das H wegnehmen, da mein Lack grau stumpf ist. Er meinte dies sei kein originaler Lack, daher kein H... Sobald das Wetter schöner ist werden ich mal andere Werkstätten anfahren.

BG Kay

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: Benz-Friend (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 09:35

Hallo Zusammen!

Ob sich da jetzt aktuell etwas verändert/verschärft hat kann ich nicht sagen, mir ist auch nur die Änderung von vor 10 Jahren bekannt. Wie weiter oben schon angesprochen, könnte ich es aber nachvollziehen. Bleiben wir mal nur beim Lack, denn das ist das was alle anderen als erstes (und einziges) sehen wenn wir mit unseren Oldies unterwegs sind. Bei dem was teilweise mit H-Kennzeichen rumfährt graust es mir!! Da nehme ich mich mit meinem 89er 190D nicht aus!! Der hat einen so schlechten Lack, damit hat er einfach kein H-Kennzeichen verdient (und hat auch keins, dafür aber einen Partikelfilter)!! Klar könnte ich den polieren (lassen) und ein paar Roststellen ausbessern, spätestens dann bekäme ich bei jeder Organisation ein H-Gutachten. Wenn der dann nach 3 Monaten wieder scheixxe aussieht, sage ich einfach „so what“. Aber das ist genau der Punkt der unseren niederländischen Nachbarn das Genick gebrochen hat! Auf einer Sternfahrt des /8 Club hatte ich Gelegenheit mit Marc, einem niederländischen /8 Freund, darüber zu reden. Er hat mir das genau so bestätigt und blickte neidisch auf unsere Regelungen zum H-Kennzeichen. Mir geht es nicht darum Fahrzeugen an denen z. B. grad der Schweller geschweißt wurde sofort das H abzuerkennen nur weil das nicht am selben Tag beilackiert wurde. Aber wenn ich an den 300TDT W123 denke den ich mir angesehen habe. Zum Verkaufsgespräch stand der noch ohne Achsen auf einer Bühne. Leider auch ohne Längsträger, die hatte der Rost dahingerafft. Wenige Tage später habe ich genau dieses Fahrzeug (4 farbig und mit gemischter Innenausstattung) mit frischer Plakette und H-Kennzeichen gesehen. Da musste ich echt k.....! Das schlimmste: das war vor 3 oder 4 Jahren und der fährt heute noch genau so rum!!
Meine 300D US sind beileibe keine Zustand 1 Autos und sollen es auch gar nicht werden! Aber der teilweise bis auf die Grundierung durchpolierte Lack des Kotflügels hat mich dann dazu gebracht etwas Geld in die Hand zu nehmen und Lackier-Arbeiten in Auftrag zu geben. Die ausgetupften Stellen am Schiebedach haben bisher weder beim TÜV noch beim Wertgutachten jemanden gestört und daran wird sich hoffentlich auch nichts ändern!!!! Das ist doch die allseits beliebte Martina äh, Patina.
Also dann, auf eine herrliche Oldtimer Saison im Lockdown

Gruß
Andreas

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: wbracher (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 11:03

Hallo!
Hier 'mal ein Bild, das ich dem Tüffer auf dem Handy gezeigt habe. Linker Kotflügel zwischen Rad und Tür, etwa 7x7 cm groß, eine herausgedrückte Delle, absolut glatt, aber der Lack passte trotz richtigen Farbcodes nicht ganz. Die im Randbereich des Bildes sichtbaren Unebenheiten rühren von der Spritzverzinkung her, waren aber nicht im für den Tüffer sichtbaren Bereich.
War ihm schon zu viel!
Gruß
wbracher

Anhänge: 20210323_103620.jpg (52.3KB)  
Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: Jan_Oliver (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 12:16

Hallo Wolfgang,
vielleicht solltest du mal das ganze Auto zeigen - dann hat man einen Gesamteindruck. Hast du schon ein H-Kennzeichen oder arbeitest du darauf hin?

Ansonsten wie oben beschrieben mal zu jemanden anderen fahren - hört sich alles komisch bei dir da oben an. Vielleicht haben deine Prüfer am Zitat 'Arsch der Welt' einfach zu viel Zeit.

Alles Gute weiterhin, Andreas

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: Verräter (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 13:14

Ich hatte mir vor einiger Zeit mal diesen Artikel gespeichert.

Vielleicht hilft es ja jemandem seine Herangehensweise zu Restaurierung, Instandsetzung und Instandhaltung zu überdenken.

Ich persönlich werde niemals meinen Wagen neu lackieren lassen. Das Originale was einmal weg ist, ist weg für immer! In meiner Welt als Geigenrestaurator sind die Arten von Restaurierung, die man bei Fahrzeugen macht völlig undenkbar. Stellt euch mal das Ganze bei Gemälden vor....

Ich weiss, "es ist ja nur ein Auto", aber das Argument zieht bei mir nicht. Historische Fahrzeuge sind eben Zeitzeuge einer anderen Zeit und ihre Geschichte macht mit all den Abnutzungserscheinungen einen wichtigen Teil aus.

Schönen Gruss,

Kai

300SD, 12/80
Cherokee XJ, 04/00

www.mercedesstrichacht.wordpress.com

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: ktc (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 13:22

Servus,

Du zeigst dem TüV-Prüfer ein Photo, daß eine große Blechfläche mit ermattetem Lack und ein paar Blasen zeigt. Was soll der Prüfer dazu sagen?
Wenn der Benz technisch fit ist, keine unterrosteten Lackplatzer hat, mach den Karren innen und außen sauber, bissle Politur und Wachs und ab zum TÜV. Der Gesamteindruck muß passen, dann wird sich sicher kein Prüfer (außer er will missionarisch den H-Bestand reduzieren) an ein bißchen Patina aufhängen.

Trotzdem scheint mir, daß es wohl ein Nord-Süd-Gefälle bei H-Auslegungen gibt.

*Gruß
Thomas,
dessen H-Fuhrpark sich im 3er Zustand bewegt.

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: wbracher (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 13:23

Hallo, Andreas!
H hat er seit 2010, es geht um eine Bestandsprüfung.
Zustand, wie oben geschrieben, derzeit schwach. Sehr.
Bereits sehr oft geschweißt Stehwand rechts entlang der Stoßdämpferaufnahme stark blasig. Boden ist diesmal ungelocht. Vordertüren jeweils vorne und hinten unten in den Ecken gelocht. Türböden und Türhäute der Fondtüren muss ich neu bauen. Schweller verdeckt von den Zierleisten bräunlich, aber Schweißen ist nicht nötig. Radläufe hinten mit unproblematischen Löchern, Endspitzen sind fällig. Die Zierleisten der hinteren Seitenteile und des Abschlussbleches sind auf nahezu ganzer Länge mit einigen Ausläufern 5 cm nach oben und/oder unten gammelig, die Aufnahmen der Rückleuchten auch.
Die Teppiche zersetzen sich, beim Saugen zieht es die Fäden heraus.
Der Beifahrersitz hat unter halb der Sitzfläche zwei üble Risse und ich weiß nicht warum, da sitzt fast nie jemand.
Das Armaturenbrett hat die nahezu obligatorischen beiden 2-cm-Risse von den unteren Ecken aus
Und das Plastik sämtlicher Zierleisten schrumpfte und reißt mittlerweile auch.
Also eigentlich insgesamt eher schlimm als schwach.
Allerdings habe ich, bis auf die Zierleistensache und dem Armaturenträger, das immer so hingekriegt, dass es passte...
Aber siehe Bild!

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: wbracher (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 13:52

Hallo, Thomas!
Das Bild ist nicht großflächig, dem Tüffer hatte ich die Frage gestellt, ob diese Farbtonabweichung das Maß des Zulässigen überschreite, Antwort: Ja.
Auf die Frage, ob das auch gelte, wenn diese Abweichung von Kotflügel zu Tür bestehe: Ja. Auf die Frage, ob das dann nicht grundsätzlich auf eine Volllackierung hinauslaufe: Eigentlich schon.
Zur Verdeutlichung greife ich auf meinen ehemaligen Stammprüfer von der DeKra zurück, der hat einen H-Aspiranten wegen Sprühnebels an einem(!) Radlauf heimgeschickt. Das war der Anlass für meinen Kfzer, mir den Gang zu einer anderen Prüfstelle zu empfehlen, denn sonst sei der Wagen richtig gut gewesen.
Gruß
wbracher

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: ktc (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 14:04

Servus,

ok, wie weiter oben beschrieben ist Dein Benz also eher etwas umfangreicher aufzuhübschen. Trotzdem scheint der DEKRA-Mann bissle besonders zu sein (Sprühnebel?).

Stell doch mal ein paar Fotos ein, die einen Gesamteindruck zulassen.

Gruß
Thomas

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: wbracher (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 18:05

Hallo, Thomas!
Beim Dekristen hatte ich schon kurz überlegt, ob ihn die Gattin zu Hause 'rausgeworfen hat, aber nachdem ich den Mann von DER Prüforganisation getroffen habe, scheint das Methode zu haben.
Detailbilder kann ich liefern, mehr als 50 cm sind es halt nicht zur Wand.
Gruß
wbracher

Anhänge: P4280423.JPG (21.5KB)   P4280425.JPG (31.6KB)   P4280426.JPG (59.8KB)   P4280427.JPG (32.3KB)   P4280428.JPG (35.1KB)   P4280429.JPG (35.5KB)   P4280430.JPG (33.8KB)   P4280431.JPG (27KB)  
Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: dieselblitz (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 19:01

Hallo,

mit den Rostlöchern bekommt man nach meinem Verständnis nicht mal die normale HU.

Da würde selbst "mein" TÜV-Prüfer, der altautobegeistert ist und selber ein altes Auto, Motorrad und Traktor hat, passen.

Beste Grüße,
Sven

http://images.spritmonitor.de/617254.png



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.03.21 19:05.

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: TomGT (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 19:04

Sorry, ist das ein vorgezogener Aprilscherz? Wenn das der aktuelle Zustand ist, dann würde ich den Prüfer nicht als pingelig bezeichnen.
Wenn es dafür ein H-Kennzeichen gäbe, dann wird es dieses Privileg (H-Kennzeichen) wegen schwindender Akzeptanz verm. in Zukunft gar nicht mehr geben.
Das hat in dem Fall aus meiner Sicht nichts mit strenger Regelauslegung oder dazugehörender Alterspatina zu tun.

Gruß
Thomas

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: Verräter (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 19:04

Ich denke auch, mit Patina lässt sich das nicht schönreden....

Kai

300SD, 12/80
Cherokee XJ, 04/00

www.mercedesstrichacht.wordpress.com

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: wbracher (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 19:45

Und die Ablichtung des TÜV-Blattes:
(Als PDF wollte es einfach nicht durch)

Anhänge: 20210324_192216.jpg (114KB)   20210324_192317.jpg (127.6KB)   20210324_192338.jpg (119.8KB)  
Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: wbracher (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 19:52

Hallo, Sven und Tom!
Ihr denkt also, ich flex den auf, und fahre dann zum TÜV? Häää?
Und da fragt IHR nach Aprilscherz?
Denkt darüber bitte dringend nach!
Und für's klare Verständnis, sonst hakt's da erneut: ich bin auch NICHT vor dem Flexen mit noch geschlossenen Rostblasen da hingefahren!
Gruß
wbracher



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.03.21 19:56.

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: dieselblitz (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 20:01

Hallo,

ich weiß nicht, was Du von uns willst. Dass die Definitionen gemäß TÜV überzogen sind und zur Entziehung der H-Zulassung bei vielen eigentlich gut dastehenden Fahrzeugen führen müssten, steht außer Frage.

Dann verlangt man die Restaurierung von 3- Fahrzeugen auf Note 2+ mit Blech, Lack, Zierteilen, Polstern, Glas, etc. im Gegenwert eines weiteren 2+ Fahrzeugs.

Beste Grüße,
Sven

http://images.spritmonitor.de/617254.png

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: Knut (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 20:08

Jau Wolfgang,

da hast Du ja ein schönes Ei gelegt!

Der Wagen hat also vor 10 Jahren ein H bekommen,

dann ist er über die Zeit vergammelt und Du hast dabei zugeguckt.

Die Reise zum TÜV nach Bremen kannste Dir jedenfalls sparen.

Da müsstes Du wohl ordentlich Geld in die Hand nehmen, oder zum Abdecker.

Ist er denn technisch wenigstens akzeptabel?


Glück auf mit dem Oxidationsobjekt!flexschweissen

Knut

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: ktc (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 21:01

Servus Wolfgang,

oha, da ist offensichtlich mehr zu machen. Solche äußeren Rostschäden lassen auf noch mehr darunter schließen, da würds wahrscheinlich auch mit normalem TÜV eng.
Willst Du den Wagen behalten? Kannst und willst Du selbst viel machen? Das ist richtig Arbeit, denke TÜV kann man für 2022 anvisieren.

*-Gruß
Thomas

Re: Wer hat schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: wbracher (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 21:56

Hallo, Knut!
Zugesehen habe ich eigentlich nicht, aber bei Kauf war der halt in Kompostnähe und hat mich seitdem eigentlich dauernd auf Trab gehalten, kein Vierteljahr, in dem nichts anfiel. Die Schweißerei, die jetzt ansteht, ist auch nicht sonderlich mehr als zu den bisherigen HU, nur dass diesmal so viel vom sichtbaren Blech betroffen ist. Und Lackieren wirklich Talent und/oder viel Übung erfordert.
Technisch: Kardanwellenlager vielleicht oder Gelenkscheibe und vielleicht Bremsleitungen, die Reflektoren der Nebelleuchten sind nicht doll.

Und Hallo, Thomas!
So wie er jetzt dasteht, steht er schon seit einer Woche. Und da hatte ich mich schon von der Vorstellung verabschiedet, dass ich den mit zwei Monaten Verspätung im Juli fertig habe. Weil ich Deine Einschätzung teile, dass es wahrscheinlich 2022 wird, schwanke ich noch zwischen bloß Abmelden oder auch Einlagern. Und OxiKat für Euro1 und ohne H fahren.
Gruß
wbracher



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.03.21 22:00.

Re: Schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien in Afrika?
geschrieben von: Knut (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. März 2021 23:57

Moin Wolfgang,

naja, erstmal sah es bloss danach aus, als ob der alten Dame ein Fingernagel abgebrochen war und Karl Lagerfeld sie deswegen nicht auf den Laufsteg schicken wollte...

Jetzt bleibt die Sympathie für Dich, und wachsendes Verständnis für den technischen Hingucker.

Und Respekt für Deine unaufgeregte Herangehensweise an den chemisch abbaubaren Fahrstuhl.

Bis denne,

Knut



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.21 00:02.

Re: Schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: nickelbenz (IP-Adresse bekannt)
Datum: 25. März 2021 09:00

Moin Wolfgang,

2022 ist sehr realistisch, ich hab das ganze Prozedere vor gut 2 Jahren absolviert, hat am Ende ein-1/2 Jahre gedauert: Schweissen der üblichen Stellen, 2 Tausch-Türen und Kotflügel und viele viele Beiarbeiten. Die HU hat der Diesel dann unerwartet problemlos bestanden.
Etwas unschön ist nun aber die Tatsache, dass die erneuerten Blechteile nun lacktechnisch nicht mehr so gut mit dem Rest des Autos harmonieren. Den Dekra-Menschen hat´s aber scheinbar nicht gestört...

Gruß Andreas

Anhänge: 2009.JPG (125.9KB)   P1080092a.JPG (285.8KB)   P1080107a.JPG (152.3KB)   P1070202.JPG (485.8KB)   2019.JPG (139.8KB)  
Re: Schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: Karl-Ludwig (IP-Adresse bekannt)
Datum: 25. März 2021 10:03

Also so ein bißchen kommt mir der thread hier vor, als wären wir bei Maischberger und Co.:
Große Aufregerschlagzeile, und wenns dann ins Eingemachte geht (was in den Talkshows leider nicht immer passiert) stellen sich die Dinge auf einmal etwas anders dar.

Dass bei dem Fahrzeug nach den Bildern zu urteilen das H in Frage gestellt wird, ist für mich absolut im Bereich des Nachvollziehbaren.

Der Pflege- und Erhaltungszustand war schon immer Kriterium.
Und die Vorgaben zur Anerkennung von Patina finde ich ebenfalls realistisch und plausibel.

Bitteschön: "H" ist eine deutliche finanzielle und sachliche Privilegierung, dafür kann man wohl die Gegenleistung erwarten dass die Anerkennung als "kraftfahrtechnisches Kulturgut" die Verpflichtung zur Pflege und Erhaltung impliziert.
Das ist übrigens beim baulichen Denkmalschutz nicht anders, von dem sind einige Gedanken auch bei der H-Zulassung abgeleitet.
Es soll sogar Fahrzeuge geben, die als bewegliche Kulturdenkmäler nach Denkmalschutzgesetz eingetragen sind; rechtlich möglich ist das allemal

Und wenn man das nicht hinbekommt, kann es sein, dass H entfällt, iss halt so, dann muß man eben ran an die Kiste, und dann kommt H auch zurück.

Ich kann da wenig Böses oder Pingeliges darin sehen.

KL



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.03.21 10:10.

Re: Schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: wbracher (IP-Adresse bekannt)
Datum: 25. März 2021 10:59

Ach, Karl-Ludwig!
Vielleicht doch weniger Maischberger Sehen? MIR geht es darum, ob, wenn ich mir ganz dolle Mühe gebe und das Auto glitzernd dasteht, es dann am Ende heißt, die Narbung des Lenkrades weicht um 2 % von der Neuwagenbeschaffenheit ab, das H wird kassiert. Und die Prüfertournee nichts bringt, weil das jetzt die Auslegungsregel für Patina ist. Und das auch nicht behebbar ist, weil es nicht genügend neuwertige Lenkräder für alle gibt.
Dämmert's? Beträfe das auch Dich? Und sprächest Du dann von Vergünstigung und Anstrengung und dann ist das halt so?
Aber es gibt halt immer Leute, die auf den Schienen stehen und denken, der Zug überfahre sie bestimmt nicht.
Gruß
wbracher

Re: Schon Erfahrungen mit den neuen HU-Richtlinien?
geschrieben von: ktc (IP-Adresse bekannt)
Datum: 25. März 2021 12:41

Servus,

also als Privilegierung empfinde ich diese H-Regelung nicht, der Steuersatz ist meist weit über dem eines modernen Autos, die regulären Steuersätze für die Oldtimer ohne H empfinde ich als unverschämt.
Somit ist es schlichtweg eine Art Steuern zu sparen oder die Berechtigung Zurück(!)zuerlangen mit einem Fahrzeug, was durch langen Gebrauch nachhaltiger als jeder Elektrosondermüll auf Rädern bewegt wird und für das seit mindestens als 30 Jahren üppig Steuern entrichtet wurden, in sogenannaten Umweltzonen zu bewegen. Kulturgut hin oder her...

Man hat es ja auch nicht geschafft, in DE eine sinnvolles Wechselkennzeichenformat einzuführen.

*-Gruß
Thomas

Seiten: 12nächste Seite
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