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Hallo Besucher!
Vorstellung und gleich ein paar Fragen
geschrieben von: Niklas1609 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 08. August 2015 08:56

Servus, prost
bin der Niklas und komme aus dem Großraum Biberach/Riß. Bin nun seit Mitte April Besitzer eines 220D Automatik Bj. 76 (c.a. 110.000km), welcher soweit auch im Alltag genommen wird/werden soll. Habe bereits ein Paar Sachen daran gemacht, so z.b. den Innenboden komplett abgeschliffen flex und neu Lackiert, da sich unter der eingeklebten Gummimatte Ordentlich Rost gesammelt hat. Seit 3 Wochen ist er nun bis auf ein paar Kleinigkeiten fertig und auch zugelassen, sowie die ersten 1 Tsd km sind erfolgreich zurückgelegt. Anbei noch ein paar Fotos, wie er im April beim Händler stand (neuere Fotos sind noch nicht aufm Rechner).

Da ich jedoch in Sachen /8 Technik noch eher weniger bewandert bin, hätte ich anbei gleich noch ein Paar Fragen.
Wie Drehzahlfest sind die Diesel? Zum einen hat die Automatik ja am Gaspedal-Anschlag einen Knopf (Kick-Down). Wenn man das Gaspedal nun ja komplett durchdrückt, geht er die mit der Drehzahl beim Beschleunigen ziemlich weit nach oben. Die Beschleunigung ist dadurch meiner Meinung nach ganz gut, aber macht das dem Motor was, wenn man ihn ständig gefühlt (hat ja kein DZM) soweit hochjagt? rätsel (Ist ja eig ne Automatik, die sollte ja keinen Selbstzerstörungsknopf besitzen lol grins)

Dann noch etwas zum Thema Drehzahl. Die Vmax ist ja überall mit c.a. 135 Km/h angegeben. Kann man die denn auch Dauerhaft bspw. auf der Autobahn fahren, ohne den Motor dabei zu schädigen? (Abgesehen von den Hörschäden bei den Insassen)
Habe dazu schon unterschiedliches gehört; einmal hieß es, dass die alten Daimler-Diesel alle Vollgasfest seien, dann wiederum, dass ständiges Vollgas auf die KW-Lager gehen würde? nixweiss

Denn mir fällt in letzter Zeit ein leises, helles Quietschen auf, welches in unregelmäßigen Abständen (mal garnich, mal kurz, mal lang) aus dem Motorraum kommt (habe leider noch nicht herausgefunden, woher genau). Es trat bisher immer beim Abtouren und bei mittleren Drehzahlen auf (evtl auch bei hohen und man hört es dann einfach nicht). Es war eben zu Anfangs nicht, aber könnte es von den hohen Drehzahlen kommen?

Naja, wie dem auch sei, hoffe ihr könnt mir soweit weiterhelfen.
Danke schonmal im voraus und allzeit gute Fahrt,
Niklas
/8-Fahrer

Anhänge: P1040134 (Medium).JPG (148.1KB)   P1040135 (Medium).JPG (150.4KB)   P1040133 (Medium).JPG (159.8KB)   P1040137 (Medium) (Small).JPG (103.1KB)  
Re: Vorstellung und gleich ein paar Fragen
geschrieben von: wartmann (IP-Adresse bekannt)
Datum: 08. August 2015 15:07

Hi Niklas,
an sich ist der Daimler recht drehfreudig. Das Quitschen kommt evtl. von Wasserpumpe oder Lichtmaschine. Halt dort mal Caramba während er läuft, rein. Dann weißt Du´s genauer.

Greetz

Wolfgang

Re: Vorstellung und gleich ein paar Fragen
geschrieben von: mbca250 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 10. Oktober 2015 17:50

Autofahrer/8-Fahrer

Re: Vorstellung und gleich ein paar Fragen
geschrieben von: Brembo200er (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27. Dezember 2015 08:39

Hallo Niklas,
Schön mal einen /8 Fahrer aus der Nähe zu finden! Komme aus der Nähe von Memmingen also nicht all zu weit weg von BC. Schönes Auto hast du. Viel Freude damit.

Schöne Gruße, Brembo200er

Re: Vorstellung und gleich ein paar Fragen
geschrieben von: Niklas1609 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 09. Februar 2016 18:19

Hallo,
tut mir leid, dass ich mich erst so spät wiedermelde (besser spät als nie *schäm* ).
In der Zwischenzeit wurde (und wird) vorallem Karosserie-Seitig einiges gerichtet (Bodenblech war von Innen stellenweiße gut durch, vermutlich hatte sich Kondenswasser unter der Dröhnmatte gesammelt).
@ wartmann danke, es lag tatsächlich an der Wasserpumpe

Demnächst wird wohl oder übel sowieso eine Motorüberholung fällig, der Ölverbrauch liegt jenseits von Gut und Böse und in bestimmten Drehzahlbereichen sägt und dröhnt der Motor gewaltig.

Ist es eigentlich empfehlenswert, sich als mehr oder weniger Laie an eine Überholung selbst heran zu wagen? Ein Motorinstandsetzer aus der nähe veranschlagt für das Überholen inkl. Einspritzpumpe mehr als der Wagen gekostet hat kopfkratz
Habe auf einschlägigen Kleinanzeigenseiten schon Motoren inkl. Einspritzpumpe für schmales Geld gefunden, die allerdings noch ungeöffnet waren. Würde es sich Lohnen, solch einen zu Überholen und dann das "Gesamtpaket" in einem Schwung zu tauschen?

MfG
Niklas

Hier noch ein paar Fotos aus dem vergangenen letzten halben Jahr

Anhänge: 1.JPG (193.2KB)   2.JPG (178.7KB)   3.JPG (132.3KB)   4.JPG (157.8KB)   5.jpg (197.9KB)   6.jpg (185.5KB)  
Re: Vorstellung und gleich ein paar Fragen
geschrieben von: wartmann (IP-Adresse bekannt)
Datum: 09. Februar 2016 18:57

Zitat:
Ist es eigentlich empfehlenswert, sich als mehr oder weniger Laie an eine Überholung selbst heran zu wagen?
Finger da als Laie mal besser nich dran rum...dat geht nach hinten los.

Was ist derzeit als Preis veranschlagt fürs überholen? Neugierig wie ich binzwinker

Drei Buchstaben zum Erfolg...TUN...(Goethe)

Re: Vorstellung und gleich ein paar Fragen
geschrieben von: Niklas1609 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 09. Februar 2016 19:50

Hallo,
am Telefon hieß, man müsse für den Motor inkl. Einspritzanlage mit 4 bis max 5000€ rechnen.
Habe aber im Internet auch schon überholte Motoren für 1600€ gefunden, der veranschlagte Preis klingt aber auch unabhängig davon schon sehr hoch.

MfG
Niklas

Re: Vorstellung und gleich ein paar Fragen
geschrieben von: michael aus köln (IP-Adresse bekannt)
Datum: 15. Februar 2016 21:39

Hallo Niklas

Warum willst du direkt den ganzen Motor überholen?

Springt der Motor gut an, sprich hat er eine gute Kompression? Test dazu: Bei leichten Plus Graden (3 bis 5 Grad Aussentemperatur) Motor ohne Vorglühen anmachen. Schafft er das (auch wenn er dann erst mal mächtig qualmt) hat er ausreichende Kompression.

Ölverlust: Such mal genauer wo er das Öl rausschmeißt, oder verbrennt er das Öl? Check vor allem mal, ob es wirklich Öl, und nicht Diesel ist, das er verliert. Beides ist schön schwarz und so manches Ölleck, war dann am Ende doch einfach nur Diesel z.B. aus den kleinen Dieselrücklaufleitungen an den Düsen….

Die Maschinen verlieren gerne am vorderen oder hinteren Simmerring Öl. Der hintere ist schlecht, weil man dafür den Motor richtig zerlegen muss (Kurbelwelle muss raus) um das zu reparieren. Der Vordere ist dagegen machbar. Man braucht allerdings etwas Spezialwerkzeug und das ist auch nicht unbedingt die Anfängerbaustelle. Aber machbar!

Manchmal schmeißen die Diesel aber auch nur vorne an irgendeiner Schraube Öl raus. Das wäre dann eine recht machbare Sache. Die Ölwannendichtung kann auch Quelle stetiger Ölverluste sein.

Da dein Fahrzeug ein Automatikwagen ist, kann es auch am Getriebe zu Ölleckagen kommen. Öl am Getriebe kann allerdings auch Motoröl vom hinteren Simmerring (Burgmanndichtring) sein. Oder es ist nur vom Fahrtwind nach hinten getriebenes Diesel aus der Einspritzamnlage, dass da unten allerdings schwarz aussieht und im ersten Moment gerne als Motoröl interpretiert wird.

Mein Vorschlag: Eine solide Motorwäsche. Also Motor mit Motorreinigerspray einseuchen, dann zum Abspritzen mit Hochdruckreiniger fahren, dann nochmal gezielt mit alter Spülbürste einzelne Stellen nachputzen. Dann in den nächsten Tagen beobachten, wo das Öl rauskommt, und dann weitersehen…

Und, was hast du denn für ein Öl drin? In den /8 Diesel gehört ein ganz einfaches mineralisches 15 W 40 Öl. Kein Teil- oder Vollsysnthetisches Öl, und auch kein Öl mit besserer Viskosität, zB. 10 W 40. Das kann in Sachen Ölverlust schnell Probleme machen, bzw. Probleme lösen.

Vibrationen und komische Geräusche: Servolenkungspumpen machen gerne Geräusche, weil sie schlecht in der Halterung hängen, also mal prüfen. Ansonsten hat der Diesel 4 Motorlager. 2 rechts und links, einen Motoranschlag vorne, und hinten am Getriebe einen weiteren Gummihalter. Die sind gerne einfach hinüber und dann entstehen seltsame Dröhngeräusche. Da würde ich also mal nachschauen.

Ausserdem sind die Lager der Kardanwelle gerne Quelle übler Geräusche, die man manchmal ganz woanders vermutet.

Im Übrigen sind die /8 Diesel raue Gesellen, an die man sich erst mal gewöhnen muss. Durch die grundsätzlich eher starken Vibrationen lockern sich auch schon mal Schrauben und das führt natürlich auch zu seltsamen Geräuschentwicklungen. Also einfach mal alle Schrauben nachziehen, an die du dran kommst. Bei meinem Diesel z.B. hat der Luftfilter jahrelang mit Geräuschen genervt. Erst durch Zufall habe ich irgendwann einen defekten Gummihalter entdeckt und die Geräuschlage besserte sich nach dem Austausch merklich...

Im Übrigen kann man so einem ollen Diesel gutes tun, indem man ihm etwas Wartung angedeihen lässt. So kann man Stupsgestänge, Ventile und Förderbeginn optimal einstellen.. Der Einspritzpumpe einen Ölwechsel gönnen, und ähnliches.

Erst wenn dieses Programm zu eindeutigen negativen Ergebnissen führt, würde ich über eine Motorinstandsetzung nachdenken. Die ist auch sicher nichts für eher unerfahrene Schrauber. Auch die Ausrüstung an Werkzeug und eine geeigneter Arbeitsplatz steht dann meist nicht zur Verfügung. Vor allem aber, wird man ohne Erfahrung am zerlegten Motor immer wieder an Baustellen kommen, bei denen man nicht beurteilen kann, ob Teile noch gut genug sind, oder getauscht werden müssen und ob die erreichte Präszision bei der Arbeit ausreichend ist, oder eben hinterher als "schlechte Erfahrung" verbucht werden muss.

Ich meine eine Motorüberholung als Auftrag an eine Werkstatt lohnt für einen /8 Diesel i. d. R. nicht. Da bekommt man dann doch eher gute gebrauchte Maschinen, und löst darüber sein Problem. Die müssen natürlich gut geprüft sein, aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammen und man braucht Zeit. Hat man aber ein fahrendes Auto, das erst mal anspringt und bedingt einsatzbereit ist, kann man sich die Zeit nehmen, bis der richtige Motor auftaucht…

Wenn du im Zuge deiner Arbeiten und Tests Fragen hast, setzt du die dann besser in das Hauptforum Technik, weil du da mehr Resonanz bekommst als hier im Vorstellungsteil

Und zum Thema Volllast fahren: Jagst du deine Oma beim Sportfest auch über die 400m Sprintstrecke oder darf die etwas gemütlicher mitspielen? Der Motor hält was aus, aber ständige Volllast würde ich nicht fahren, und vor allem würde ich mich dann nicht über Ölverlust wundern.


In diesem Sinne

Ne schöne Jrooß

Michael



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.02.16 21:52.

Re: Vorstellung und gleich ein paar Fragen
geschrieben von: Niklas1609 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 20. Februar 2016 20:53

Hallo,
danke Michael für die Tipps, werde den Motor mal gründlich reinigen und schauen, ob er irgendwo Öl verliert. Auf Höhe des Motors sind zwar nur ein paar Tropfen, die sich im letzten 3/4 Jahr dort angesammelt haben, könnte es aber sein, dass er nur während der fahrt irgendwo Öl rausdrückt? Wenn ich die Automatik zurückschalte (S) um Bergab mit dem Motor zu bremsen und dieser Hochdreht, ist auf jeden Fall eine ordentliche Ruß-Wolke im Innenspiegel zu sehen.
Öl müsste zur Zeit 15W-40 drin sein, Marke DBV, werde mich aber noch mal vergewissern.

Zum Thema Kompression: Werde demnächst einen Kompressionstest machen, aber das mit dem ohne Vorglühen starten brauch ich garnicht erst zu versuchen, bei den aktuellen Temperaturen etwas über 0 springt er erst an, wenn ich mindestens etwas über 1er Minute vorglühen lasse.

Zu den Geräuschen: Die Geräusche sind Definitiv Motorseitig, da immer in den gleichen Drehzahlen (auch beim Hochdrehen im Stand).
Auch das Wackeln und Unrund-laufen im Stand ist erst seit etwa Ende November, den ganzen Sommer über lief er ruhig, erst wenn ich das Standgas am Armaturenbrett etwas höher Drehe, hat man nicht mehr das Gefühl, mit dem Auto auf einer Rüttel-Platte zu stehen. (eventuell ist auch das Standgas zu niedrig, mitte November wurden die Ventilschaft-Dichtungen in einer Werkstatt ersetzt, vlt wurde da das Standgas neu und falsch eingestellt)
Motorlager sind noch Original, wechsel wäre nach 40 Jahren wohl wirklich nötig.

Könnte es auch sein, das es einfach an den Einspritzdüsen liegt? Habe noch ein paar alte Zweiräder, wenn die zb. zu Mager laufen, hört und spührt man das auch sehr deutlich.
Werde zumindest demnächst mal den Förderbeginn einstellen. Vlt. auch mal die Düsen wechseln (lassen), habe auf anderen Internetseiten gelesen, die DN0SD265 seien empfehlenswert?

Grüße und schönes (Rest-)Wochenende noch,
Niklas



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.02.16 20:55.

Re: Vorstellung und gleich ein paar Fragen
geschrieben von: KTSKNS (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21. Februar 2016 07:46

Hallo,Wackeln unrund laufen und ziemlichen oelverlust hatte ich bei meinem benz von Anfang an.

Mfg

220D Kompression, schlechtes anspringen, Leckölleitungen, Düsen erneuern
geschrieben von: michael aus köln (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21. Februar 2016 10:31

Hallo


"Zum Thema Kompression: Werde demnächst einen Kompressionstest machen, aber das mit dem ohne Vorglühen starten brauch ich garnicht erst zu versuchen, bei den aktuellen Temperaturen etwas über 0 springt er erst an, wenn ich mindestens etwas über 1er Minute vorglühen lasse."


Das spricht natürlich nicht gerade für eine gute Kompression. Aber dreht der Anlasser denn gut durch? Wenn nicht hat ein schwacher Motor richtig Probleme.

"Zu den Geräuschen: Die Geräusche sind Definitiv Motorseitig, ...
Auch das Wackeln und Unrund-laufen im Stand ist erst seit etwa Ende November, den ganzen Sommer über lief er ruhig, erst wenn ich das Standgas am Armaturenbrett etwas höher Drehe, hat man nicht mehr das Gefühl, mit dem Auto auf einer Rüttel-Platte zu stehen. (eventuell ist auch das Standgas zu niedrig, mitte November wurden die Ventilschaft-Dichtungen in einer Werkstatt ersetzt, vlt wurde da das Standgas neu und falsch eingestellt)"


Ja, das Standgas kann man etwas höher drehen, dann läuft er runder. Aber, die Ursache für diesen unrunden Motorlauf kann auch eine minimale Undichtigkeit im Spritsystem sein. Da kommt dann etwas Luft rein. Das macht sich bei niedrigen Drehzahlen eher bemerkbar, als bei hohen. Die Leckölleitungen, also die dünnen Schläuche die zwischen den Düsen verlaufen, sind hier eine beliebte Fehlerquelle. In diesem Link: Monopöl gibt es guten Ersatz.

Könnte es auch sein, das es einfach an den Einspritzdüsen liegt? Habe noch ein paar alte Zweiräder, wenn die zb. zu Mager laufen, hört und spürt man das auch sehr deutlich.

Werde zumindest demnächst mal den Förderbeginn einstellen. Vlt. auch mal die Düsen wechseln (lassen), habe auf anderen Internetseiten gelesen, die DN0SD265 seien empfehlenswert?


Düsen: In diesem Link steht was zu den richtigen Düsen.

Aber, ich würde erst mal die Kompression messen, dann den Anlasser in Ordnung bringen. Wenn die Kompression nicht in Ordnung ist, dann hat alles keinen Zweck. Dazu auch nochmal das Ventilspiel kontrollieren. Erst danach würde ich weiteres Geld (ausser den geringen Betrag für die Leckölleitungen) investieren...

Ne schöne Jrooß

Michael

Re: 220D Kompression, schlechtes anspringen, Leckölleitungen, Düsen erneuern
geschrieben von: Ztilag (IP-Adresse bekannt)
Datum: 22. Februar 2016 20:58

Hi,

ich könnte fast wetten, da ist nur die Membrane von der Unterdruckpumpe kaputt.
Hatte ich auch (ein paar Mal).
Mach Dich mal schlau was dann alles so passiert mit Deinem Motor. Genau das was Du alles geschrieben hast!

Re: 220D Kompression, schlechtes anspringen, Leckölleitungen, Düsen erneuern
geschrieben von: wartmann (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. Februar 2016 01:50

kann ich mich Boris anschließen. Passt dann das sägen und dröhnen wie auch das abrauchen beim runter schalten gut dazu. Ebenso der erhöhew Ölverbrauch. (Den allerdings kann ich nicht aus eigener Erfahrung bestätigen weil ich´s damals sofort behoben habe).

...Jo, genaugrins mein Grüner ist nicht der erste Stern, welchen ich spazieren fahre

http://up.picr.de/24676719hb.jpg

Drei Buchstaben zum Erfolg...TUN...(Goethe)

Re: 220D Kompression, schlechtes anspringen, Leckölleitungen, Düsen erneuern
geschrieben von: KTSKNS (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. Februar 2016 02:33

Ztilag schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hi,
>
> ich könnte fast wetten, da ist nur die Membrane
> von der Unterdruckpumpe kaputt.
> Hatte ich auch (ein paar Mal).
> Mach Dich mal schlau was dann alles so passiert
> mit Deinem Motor. Genau das was Du alles
> geschrieben hast!

Hallo
Bei meinem Motor hatte ich die Membran auswechseln lassen....

Mfg

evtl Membran der Unterdruckpumpe defekt?
geschrieben von: michael aus köln (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. Februar 2016 09:54

Hallo

"kann ich mich Boris anschließen. Passt dann das sägen und dröhnen wie auch das abrauchen beim runter schalten gut dazu. Ebenso der erhöhe Ölverbrauch."

Ja, das sind Zeichen für eine defekte Membran der Unterdruckpumpe.

Weitere deutliche Zeichen sind: die gelblichen transparenten Unterdruckschläuche, die zum Ansaugtrakt, hinten an die ESP (=Einspritzpumpe) und an den Bremskraftverstärker (BKV) gehen, werden sichtbar von innen schwarz. Hier kommt dann Öl rein, wo eigentlich nur Luft durch soll. Problem dabei: in den BKV kommt damit auch nach und nach Öl rein und zerfrisst dessen Membran. Der BKV leidet also zunehmend und wird darüber kaputt gehen...

Wenn du wissen willst, wo welches Teil am Motor genau sitzt schau dir im KNowHow den Beitrag Motor --> Dieselmotor --> Kurzüberblick Dieselmotor OM615... an.

Ne schöne Jrooß

Michael

Re: evtl Membran der Unterdruckpumpe defekt?
geschrieben von: Niklas1609 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. Februar 2016 16:51

Hallo,
danke an alle für die Hilfe top, ja, die Unterdruck-Schläuche sind tatsächlich gut mit Öl gefüllt, ich wusste allerdings nicht, inwiefern das auf einen Defekt hindeutet - naja, nachher ist man immer schlauer. Werde mir jedenfalls im laufe des Tages sowohl ein neues Membran bestellen als auch neue Leckölleitungen (kann sicher nicht schaden, und kosten ja nicht die Welt) und wenn am Wochenende hoffentlich alles da ist auch gleich auswechseln.

Sehr schöner Sonderaufbau übrigens Gefällt mir!

Grüße
Niklas

Re: evtl Membran der Unterdruckpumpe defekt?
geschrieben von: michael aus köln (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. Februar 2016 16:56

Hallo Niklas

Die Membran muss mit Vorspannung eingebaut werden.

Du kannst das bei eingebauter oder bei demontierter Pumpe machen. Wenn du sie ausbaust brauchst du eine neue Dichtung. Gibt es preiswert bei Daimler

Schau ins KnowHow, da müßte eine Anleitung hinterlegt sein...

Ne schöne Jrooß

Michael

Re: evtl Membran der Unterdruckpumpe defekt?
geschrieben von: Niklas1609 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. Februar 2016 20:16

Hallo,
in den Unterdruckschläuchen befindet sich tatsächlich "etwas" Öl, vermutlich wollten sie sich wohl nach all den Jahren neu orientieren und wurden zu Ölleitungen. Naja, Spaß beiseite, die Schläuche sind wirklich Randvoll mit der schwarzen Suppe. Dass er da Öl frißt ohne Ende ist klar.
Die Sache, die mich daran nur so sehr aufregt ist, dass ich vor ein paar Wochen schon gesehen habe, wie die Leitungen unten anfingen, schwarz zu werden, mir aber nichts dabei gedacht habe bzw es für Schmutzablagerungen hielt wall
Naja, jedenfalls ist die Leitung zum BKV genauso Randvoll mit Öl, sollte oder kann man diesen überhaupt irgendwie vom Öl befreien?

Habe zum Membranwechsel nichts gefunden, nur für das Membran der ESP (=Einspritzpumpe).

Grüße,
Niklas

PS: interessant wie Abkürzungen wie ESP (=Einspritzpumpe) automatisch noch ausgeschrieben werden



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 24.02.16 20:18.

Anhänge: 13.jpg (149.3KB)   14.jpg (140.3KB)   15.jpg (152.5KB)   16.jpg (163.8KB)  
Re: evtl Membran der Unterdruckpumpe defekt?
geschrieben von: Markus H. (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. Februar 2016 21:22

Hallo Niklas,

<klick>

Gruß
Markus

Re: evtl Membran der Unterdruckpumpe defekt?
geschrieben von: Niklas1609 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. Februar 2016 21:26

Danke Markus Danke

Und so funktioniert die Montage mit Vorspannung
geschrieben von: michael aus köln (IP-Adresse bekannt)
Datum: 25. Februar 2016 17:16

Hallo

Und so funktioniert die Montage mit Vorspannung:

1. Du kannst die Pumpe am Motor lassen. Dann öffnest du nur den vorderen großen runden Deckel. Für die der Montage der neuen Membran drehst du deinen Motor so, dass der Kolben in der Mitte soweit wie möglich nach vorne steht. (Das machst du, indem du den 4 Gang einlegst und das Auto schiebst, bis es passt)

http://www.strichacht-forum.de/file.php?1,file=5710
Bild: ausgebaute Pumpen, Pfeil zeigt auf den Kolben, der möglichst weit nach vorne raus gucken musss


Nachteil: es ist eng und ölig und man muss sich etwas geschickt anstellen, um die Membran zu montieren.

2. Alternative: du baust die ganze Pumpe ab, und montierst die neue Membran auf der Werkbank.

Dazu brauchst du einen Holzklotz, auf den du die Pumpe schrauben kannst, um so die Vorspannung herzustellen:
http://www.strichacht-forum.de/file.php?1,file=5711
Das Bild zeigt: Die neue Membran und den Rest des Repsatzes, mit neuer Mittelschraube und einer Tube Schraubenfest, um die Mittelschraube zu sichern. Rechts daneben die Dichtung zwischen U-Pumpe und Motorblock und oben rechts den Holzklotz, den du brauchst.


Jetzt montierst du wie im Bild gezeigt mit Holzschrauben die Pumpe auf den Klotz und damit hast du oben automatisch die korrekte Vorspannung:

http://www.strichacht-forum.de/file.php?1,file=5713
Bild: Links der blaue Pfeil zeigt den Kolben, der 26mm hochgedrückt werden soll. Rechts die roten Pfeile zeigen die Verschraubung des runden Deckels, unter dem die Membran sitzt.

Dann montierst du die Membran und baust die Pumpe wieder zusammen:

http://www.strichacht-forum.de/file.php?1,file=5714
Bild: die Membran und die zwei Scheiben mit Schrauben die die Membran festhalten.

Dann die Pumpe mit neuer Dichtung wieder an dem Motorblock montieren.

Tipps:
Das Motoröl muss für diese Reparatur nicht abgelassen werden.

Imbusschrauben immer erst den Imbusschlüssel fest reindrücken, dann erst drehen. Die Verschraubung der Pumpe steht unter Spannung. Deshalb Schrauben alle nur halb lösen und dann erst ganz lösen. Beim Wiedereinbau umgekehrt vorgehen.

Dichtflächen alle gut reinigen

Das Öl aus den Leitungen und dem BKV so gut es geht entfernen. Das wird allerdings schwierig. Evtl das schon mal ein paar Tage vorher machen, damit die Schläuche bei Reinigung mit Wasser trocknen können.

Der Bremskarftverstärker hat eine Membran drin, die nicht ölfest ist. Sie wird allmählich von dem darin stehenden Öl zerfressen und setzt den BKV ausser Kraft. Nicht plötzlich, aber stetig! Da man den BKV nicht öffnen kann muss Ersatz her (gebraucht besorgen).
Austausch des BKV ist aber nichts für Laien, weil man ganz tief im Bremssystem fummelt, und das ein Sicherheitsrisiko ist!!


Ne schöne Jrooß

Michael

Re: Und so funktioniert die Montage mit Vorspannung
geschrieben von: michael aus köln (IP-Adresse bekannt)
Datum: 25. Februar 2016 18:32

hallo

kleiner Fehler!!

Die Vorspannung bei der Membranmontage sind nur 12,5mm

Die Vorspannung bei der Deckelmontage sind 25mm, aber den bekommt man auch ohne Holzklotz montiert..

http://www.strichacht-forum.de/file.php?1,file=5716
Das Bild zeigt: Die neue Membran und den Rest des Repsatzes, mit neuer Mittelschraube und einer Tube Schraubenfest, um die Mittelschraube zu sichern.
Rechts daneben die Dichtung zwischen U-Pumpe und Motorblock und oben rechts den Holzklotz, den du brauchst.


http://www.strichacht-forum.de/file.php?1,file=5712


Bild: ausgebaute Pumpen, Pfeil zeigt auf den Kolben, der ein Stück nach vorne raus gucken muss

Michael



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.02.16 18:44.

Re: Und so funktioniert die Montage mit Vorspannung
geschrieben von: Niklas1609 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 25. Februar 2016 20:29

Spitze, vielen Dank Michael top

Re: Und so funktioniert die Montage mit Vorspannung
geschrieben von: FritzeFlink (IP-Adresse bekannt)
Datum: 26. Februar 2016 10:56

Danke für den Beitrag. Da ich in den nächsten Tagen bei mir die Membrane auch wechseln muß, kommt er genau zum richtigen Zeitpunkt.
Gruß aus Königswinter
Thilo

Re: Und so funktioniert die Montage mit Vorspannung
geschrieben von: Niklas1609 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 13. April 2016 22:14

Hallo,
nach längerer abwesenheit gibt es wieder neues.
Habe das Membran Anfang März montiert und offenbar auch korrekt smile, hatte seitdem kein Problem mehr mit starken wackeln im Stand. Danke nochmal für die klasse Anleitung Danke

Momentan steht der Daimler leider in der Werkstatt meines Vertrauens, da mir Unterwegs beide vorderen Bremssattel fest gegangen sind (der linke ist wohl schon länger fest, hatte aber nicht blockiert, der rechte hatte dann plötzlich ganz zu gemacht). Habe deshalb überholte bei DB-Teile-Köln bestellt. Hat den schonmal jemand Erfahrungen dort gemacht, auch was Lieferzeiten anbelangt? Ist ja mein Alltagsauto, und ewig lange sollte er die Werkstatt auch nicht blockieren.

Da ja nun Frühling ist wird es auch mal wieder Zeit vermehrt was am Auto zu richten. Zum einen plane ich den Unterboden Stück für Stück zu richten, also immer einen Teil vom alten Unterbodenschutz und Lack zu entfernen, wenn nötig das Blech zu entrosten und mit Brantho neu bepinseln. Da ich den Innenboden bereits komplett gerichtet habe weiß ich wie leidig es ist das alte Zeug ab zu kratzen und bin dann auf die Idee gekommen, das ganze nicht per Topfscheiben und co zu erledigen sondern es mit Soda-Strahlen zu versuchen. Gibt es dazu denn Erfahrungen? Es funktioniert ja nach dem gleichen Prinzip wie Trockeneis-Strahlen, wohl nicht ganz so effektiv, aber entsprechende Pistolen gibts schon recht günstig für unter 100€, die Leistung bringt unser Kompressor auch und das Pulver lässt sich einfach lagern.

Außerdem soll der Motor etwas zuwendung (neben dem regelmäßigen Ventilspiel einstellen) erfahren. Zum einen hatte ich mir überlegt die Düsen wechseln zu lassen, gegen DN0SD265. Weiß jemand, was der Bosch-Dienst dafür ungefähr verlangt?
Zum anderen wollte ich schon länger das ESP (=Einspritzpumpe)-Membran mal tauschen und habe zufällig in einer Kiste mit Ersatzteilen, die beim Auto-Kauf dabei war, eins gefunden (zumindest glaube ich dass es eins ist). Es war zwar in Öl-Papier eingewickelt, hat aber schon leichte Rostspuren (Bild siehe Anhang).

Ansonsten steht demnächst noch eine Gründliche Hohlraumversiegelung an, steht schon alles bereit, nur müssen noch Zeit und Wetter passen.
Auch einige unschöne (Rost-) Stellen müssen noch lackiert werden, dann sollten bis zum Sommer die meisten Arbeiten (hoffentlich) erledigt sein. hüpf-freu

Ansonsten noch einen schönen Abend,
Niklas

Anhänge: Membran1 (Medium).JPG (154KB)   Membran2 (Medium).JPG (119KB)   Membran3 (Medium).JPG (149.1KB)   Membran+Dichtung (Medium).JPG (180.1KB)  
Re: Und so funktioniert die Montage mit Vorspannung
geschrieben von: michael aus köln (IP-Adresse bekannt)
Datum: 15. April 2016 19:57

Hallo Niklas

Schön, dass der eine Membranwechsel geklappt hat.

Für den Wechsel der ESP (=Einspritzpumpe) Membran findest du auch eine Anleitung im KnowHow.

zu den düsen: Welche Düsen ist schon thematisiert worden. Insofern Archiv oder KnwoHow befragen. Düsenwechsel kannst du selber machen. Wichtig sind neue Düsenplättchen richtige herum reingemacht und dichte Leitungen, gefühlvoll aber dicht montiert und dann entlüften...

Ne schöne Jrooß
Michael

Re: Und so funktioniert die Montage mit Vorspannung
geschrieben von: Niklas1609 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 18. April 2016 19:54

Hallo,
muss man bei neuen Düsen nicht deren Druck an einem Düsenprüfgerät einstellen (mit den Plättchen)? Oder habe ich das nur falsch gelesen?

MfG
Niklas

Re: Düsen beim Diesel erneuern
geschrieben von: michael aus köln (IP-Adresse bekannt)
Datum: 20. April 2016 20:57

Hallo Niklas

Man kauft in der Regel einen ganzen Düsenstock, inklusive der Düse. Die ist dann bereits auf den richtigen Druck voreingestellt.

Das Ganze gibt es meist im Tausch, gegen einen Satz alte Düsen.


Dann baust die kompletten neuen Düsenstöcke ein, und darunter gehören dann noch Dichtscheiben, die erneuert werden müssen, nach einmaligem Gebrauch...

Ne schöne Jrooß

Michael



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