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Hallo Besucher!
Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: Georg (IP-Adresse bekannt)
Datum: 22. Oktober 2020 18:02

Ich mache hier mal ein neues Thema:
Wollen wir die Autos die uns von der Autoindustrie vorgesetzt werden?
Ich spreche oft mit div. Leuten darüber und alle wollen den elektonik Klim Bim nicht. Ich hatte einen Nissan Almera, bei dem ging grundsätzlich nach 300km Autobahn die Störlampe an, 14 Mal, danach habe ich das Auto dem Händler zurück gegeben. Da ist z.b. ein Gasgeber Geber und Nehmer, den Seilzug bekomme ich auch notfals mit Schuh Bändern repariert.
In der Oldtimer Zeitung war ein VW Käfer mit 1,4 Millionen km, 2. Motor,
das waren noch Autos! Langlebig. Mercedes hatte früher dazu gelern,
der -8 rostete gerne also haben sie den 123 er die Korossen in Rostschutz gebadet,
und heute, kein Hohlrau kein Unterbodenschutz.

was denkt ihr darüberß

Re: Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: Birgit Kraft (IP-Adresse bekannt)
Datum: 22. Oktober 2020 23:29

Hallo Georg -

oh ja, das kann ich unterschreiben.
Sowas wie in der Qualität /8, 123 und auch noch 124/126 gibt es nie wieder.

In nahezu allen Lebensbereichen, nicht nur beim überteuerten Wegwerfartikel Auto.
Ich habe noch einen S212. Der wird keine 40 Jahre. In 40 Jahren kann hier auch keiner mehr was dran progtammieren oder auslesen.

Viele Grüße,
Oli




Prost und viele Grüße,

Birgit Kraft

früher F...H...




Braune Schrift: Geschrieben von zuhause.
Schwarze Schrift: Geschrieben von unterwegs. (meistens jedenfalls)



Re: Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: Max (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. Oktober 2020 00:33

Also ich will und kann mir kein modernes Auto leisten, ich fahre im Alltag einen w203 mit 300.000 als Benziner und lasse die Motorleuchte seit 100.000km brennen, ich bin es leid Phantomschmerzen zu suchen. Und er läuft.

Es ist wie mit vielem, das Röhrenradio oder ein solide gabauter Hifi Verstärker läuft immer noch. So wird heute leider nicht mehr konstruiert. Ich sorge mich , das mein w203 das zeitliche segnet, was aufgrund des Rost absehbar ist.

Und dann...

Motorleuchte und andere Discolichter Re: Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: Birgit Kraft (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. Oktober 2020 01:34

Mahlzeit,

was wie modernen Autos und ihre vielen Macken betrifft (nicht nur Mercedes) - ein Bißchen kann man sich da noch selbst behelfen.
W211, W212, A-Klassen usw., und wie sie alle heißen mit den OBD-Dingens. Da kostet selbst banales Auslesenlassen schon einiges an €uronen (vom Arbeits- und Zeitaufwand her ja auch berechtigt).

Von Würth und von Delphi gibt es kleine handliche Diagnosesysteme, mit denen sich nahezu alles auslesen und auch einiges zurückstellen läßt - wenngleich auch nix wirklich umprogrammieren und so. Im Vergleich zu "StarDiagnose" usw. deutlich günstiger - aber für den Hobbynutzer, der das nur zwei drei mal im Jahr machen will, immernoch völlig unerscwhinglich.

Auf dem Markt bei den üblichen Verdächtigen gibt es aber, wie soll's anders sein, auch zahlreiche China-Klons dieser Geräte, bei denen auch die passende Software meist irgendwie zusammengecrackt bei liegt. Völlig legal zu kaufen (ich würde aber trotzdem auf "Lager in Deutschland/Lager in der EU" achten bzw. ggf. dafür Aufpreis zahlen) halte ich es trotzdem für rechtlich nicht einwandfrei. Andererseits: Für 3x im Jahr Hobbynutzung völlig ausreichend - und da das zumindest hier niemand gewerblich nutzt, entsteht den "Originalen" auch kein Schaden. Das Original hätte sich hier bestimmt niemand gekauft.

Lange Rede, kurzer Sinn, für um die unter 50,- € gibt's z.B. bei deals4mall oder auch bei den üblichen anderen "Verdächtigen" wie Bucht, Amazon, Aliexpress und wie sie alle heißen so einen Delphi-China-Klon "Delphi DS15E" mit Bluetooth (braucht man nicht unbedingt, ist aber nett) und Versand aus Deutschland, einschließlich Software. Damit läßt sich sehr viel auslesen und rückstellen und mancher Kram sogar ändern/freischalten (Propellerdrehzahl und so Zeug). Wird auch in vielen Foren beschrieben. Einmal auslesen bei MB ist teurer.

Die Software von der CD ist etwas umständlich zu installieren, vor allem die "Freischaltung" verdächtig , aber läuft dann auch auf alten Notebooks, den man mal in die siffige Schrauberwerkstatt mitnehmen kann ohne einem Herzinfarkt nahe zu sein. Die Software geht für alles vor 2016.

An meinem 212er hat es funktioniert. Mehr habe ich noch nicht probiert. Am /8er und am DKW hab' ich diese doofe OBD-Dose noch nicht gefunden. smile sag nix
Ich konnte schön im "Intelligent-Scan" alle Fehler die es seit dem letzten Reset gab, sehen, abspeichern in einem Protokoll und löschen. Nur hab' ich kein Datum dazu - das wäre eigentlich wichtig gewesen (oder ich habe nicht herausgefunden, wie das Datum des jeweiligen Fehlers angezeigt wird).

Ähnliches gilt auch für das Würth-Gerät "Wow" bzw. dessen Klon.

Für die Schrauberanwendung 2,3 mal im Jahr langt's - eine gewerbliche Werkstatt braucht dann doch mehr oder das Original mit den ganzen Updates.

Viele Grüße,
Oli







Prost und viele Grüße,

Birgit Kraft

früher F...H...




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Re: Motorleuchte und andere Discolichter Re: Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: T-Modell (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. Oktober 2020 06:53

Hallo Georg,

das ist doch sinnlos in einem Oldtimer-Forum. Da sind doch alle gegen neue Autos und wie toll doch die Alten waren. So ein BS.

Mein Vater hat an seinen W123ern locker drei Hinterachsen über 150.000km verschlissen. Mein erstes Neufahrzeug war ein S124 1993 ... Probleme über Probleme. Rost nach weniger als 2 Jahren, geklappert (zig-fach in der Werkstatt) und die Zylinderkopfdichtung nach 80.000km durch (auch weniger als 2 Jahre).

Die Autos sind viel besser geworden, z. B. Sitze. Da erzählt jeder auch, wie toll doch die Sitze eines W108/W115 etc etc wären ... nee, sind sie nicht. Wir fahren mit dem R107 (1986) und dem W111 (1967) lange Strecken in den Urlaub und Du steigst gerädert aus.

Ich habe letztes Jahr meinen S211 E63 (2008) nach 250.000km verkauft, um Längen besser als alles davor. Mein Neuwagen (auch Mercedes) ist sensationell gut, nach 800km steigst Du frisch aus.

Alles zu seiner Zeit. Klar hat sich das Fehlerbild Richtung Elektrik/Elektronik verlagert. An meinem Polo in den 80ern war der Auspuff alle drei Jahre durch ... der 211er hatte nach 10 Jahren noch den Ersten.

Beste Grüße
Thomas

Re: Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: hirschi 250 CE (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. Oktober 2020 10:13

Moin Georg,

ich finde das in der Rubrik Stammtisch gut aufgehoben und es ist kein BS .

Dafür is ja der Stammtischda...

Zum Thema:

Ich habe hier viel Kontakt mit PKW Kunden - ich bin selstständiger Zollagent...


Manchmal frage ich Die, ob sie auch so selbstfahrende Autos mit Unmengen von

Fahrassistenten, überbordendender Elektronik und entmündigender Technik in

Verbindung mit ungewolltem Datenabfluss so haben möchten und dafür auch noch

ordentlich zur Kasse gebeten werden wollen...


Die Jüngeren sind da erstaunlich offen - O.K.

Bei vielen anderen ergibt sich jedoch ein anderes Bild:

Da werden Fahrzeuglösungen, die gut funktionieren,evtl. schön sind und nicht

die Kasse sprengen gefordert.


Bleiben wir gelassen...


Ich bewege meinen 250 CE Automatic schon seit 33 Jahren- der wird immer besser...

Meinen 300 CE Automatic habe ich auch schon fast 20 Jahre.

Ich bin nicht bereit, mir da was neues zu kaufen- Das Gerät läuft zuverlässig.

Solange es Benzin gibt werde ich das beibehalten.

Mit den Autos kann ich 1.000 km fahren und bin nicht angestrengt, man braucht

sich nur darauf einzulassen daß die gereiften Kraftwagen sich entsprechend

bewegen...

Grüße

aus Westberlin

vom

Hirschi

Re: Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: T-Modell (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. Oktober 2020 10:30

Hallo Hirschi,

"BS" war bezogen auf meine (!) Meinung, daß die alten Autos so toll wären. Jedem seine Meinung. Ich bin übrigens über 30, exakt 55 Jahre alt hüpf-freu... die "Alte-Sack-Tasse" habe ich schon mit 35 von meinen Töchtern bekommen zwinker

Thomas

Re: Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: hirschi 250 CE (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. Oktober 2020 12:16

Moin Thomas,

na denn, 1965 ist schon immer ein gutes Baujahr gewesen...

Bin ich auch...

Grüße

aus Westberlin

vom

Hirschi

Re: Motorleuchte und andere Discolichter Re: Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: L.R. (IP-Adresse bekannt)
Datum: 23. Oktober 2020 18:59

Moin,

Hrischi 250 CE schrieb:
Manchmal frage ich Die, ob sie auch so selbstfahrende Autos mit Unmengen von
Fahrassistenten, überbordendender Elektronik und entmündigender Technik in
Verbindung mit ungewolltem Datenabfluss so haben möchten und dafür auch noch
ordentlich zur Kasse gebeten werden wollen...

Die Jüngeren sind da erstaunlich offen - O.K.

Dazu sagt der Volkmund:
Nur die dummen Kälber rufen den Schlachter selber. Die Steigerung (mit der hat Volksmind nicht gerechnet): Ganz dumme halten das für modern und zahlen auch noch dafür!
Auch wenn man nichts zu verbergen hat. Wem geht es etwas an? Wer will das wissen?
Und was mache ich, wenn andere der Meinung sind ich hättte was zu verbergen? Sie waren von bis am so und so vielten da und da. Nun erzählen Sie mal ... .

Ich kann da nichts erstrebenswertes dran finden. Für mich ist das eine Horrorvorstellung.

Gruß Lars

Re: Motorleuchte und andere Discolichter Re: Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: T-Modell (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. Oktober 2020 07:56

Hallo Lars,

ich war schon Nerd, da gab's den Begriff noch gar nicht. Habe 1977 mit 12 Jahren angefangen, mein erster Rechner war ein TI99/4A und einen Apple II/c habe ich auch noch. Ich bin sehr vorsichtig bzgl. IT, kein Facebook, google etc.

Beim Auto - und ich kenne die Risiken - wäge ich ab zwischen dem Komfort (ich nutze das Fahrzeug geschäftlich) und den Risiken.

Mit 55 ist man nicht mehr so fit wie mit 45 und da nicht wie mit 35. Nach 2 oder 3 Tagen harter Arbeit und dann noch 300/400/500km nach Hause, da gibt's nur Komfort, Komfort, Komfort. Und das ist mit einem modernen Auto um Faktoren besser. Geräusch, Federung, Radartempomat, etc. pp. Karte mit Staus und wenn's zwickt, eine kleine Massage.

Ich hatte mir vor zwei Jahren (vor dem Neukauf) überlegt, ggf. einen W126 zu kaufen (ist ja als Geschäftsfahrzeug interessant, 1% vom Neupreis). Habe dann in Perth einen Mercedes-Fan getroffen mit einem TOP-560SEL ... wir machten eine Stadtrundfahrt dort abends. Mein Eindruck: ist halt doch nur einfach 'ne alte Karre.

Für mich gibt's beides: wenn ich fahren muß, dann nur modern ... für's Vergnügen dann den R107 oder W111 (und hoffentlich nächstes Jahr einen W115).

Beste Grüße
Thomas

Re: Motorleuchte und andere Discolichter Re: Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: Max (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. Oktober 2020 10:52

@ Birgit Kraft

Vielen Dank dir mit dem OBD2 Dongel resetten ich alles vor dem TÜV Besuch.

Bei mir hängt der Fehler in der Gemischaufbereitung. Angefangen mit dem LMM . Habe den LMM 3 Mal gewechselt, da er immer Aussetzer hatte. Der von Bosch läuft nun. Lambdasonden gewechselt ect. Fehler ist wohl der Kabelbaum... Was soll ich sagen. Da mach ich nix , der ist fein verflochten und auf stromlos steht beim w203 kein Steuergerät, daher lasse ich es bleiben.

Danke für deine Info.

VG

PS. Sag Mal bescheid was in Ihringen raus kam.

Re: Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: ktc (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. Oktober 2020 16:25

Servus,

zweifellos gibt es unheimlichen technischen Fortschritt, im Besonderen was aktive und passive Sicherheit betrifft.
Zweifellos gibts es aber auch viel sinnloses oder Krimskrams, was den Fahrer zunehmend zum Mitfahrer macht, statt sein Fahrzeug zu beherrschen.
So kann kaum noch ein Führerscheinneuling ohne Einparkhilfe einparken, ohne Piepser rückwärts fahren.

Wenn mir beim Rückwärtsfahren mit offener Tür (zum besseren Einsehen des Abstandes zum Hintermann beim Einparken) die Bremse elektronisch die Bewegung verweigert, fühle ich mich veralbert.
Wenn ich eine elektronische Überwachung des Reifenluftdrucks brauche, fühle ich mich einen Depp genannt - wer das nicht im Griff hat, sollte kein Fahrzeug führen dürfen. Zudem reine Abzocke beim Reifen/Ventilkauf und Reifenmontieren.
Wenn ich keinen Ölmeßstab im Motor habe, sondern im digitalen Anzeigeinstrument, das aussieht wie ein umgelegtes Streicheltelefon - den Füllstand ablesen muß, und damit bei Kontrolle mehrmals ums Auto laufe, frage ich mich, wo hier der Fortschritt ist. Jene Anzeige übrigens, die zwar 100 verschiedene Anzeigeszenarien nebst Hintergrundfabe bereithält, aber keinen Öldruck - die wichtigste Info über die betriebsfähigkeit des laufenden Motors - mehr mitteilt.
Wenn selbst manche Vertragswerkstatt im Dschungel der Sensoren und Steuereinheiten sagen kann, wo ein Fehler liegt, dann brauch ich so ein Auto nicht.
Neuwagen sind heutzutage nach ca.8-10 Jahren Wegwerfartikel, die auch so konstruiert sind, danach (Teil-)wiederverwertet zu werden. Danach ist auch die Ersatzteilversorgung limitiert. Streitfrage ist dabei auch die Nachhaltigkeit.

Ich werden versuchen, so lange wie möglich mit meinem (derzeitigen) Fuhrparkmix aus /8, 123 und 124 auszukommen. Natürlich geht das für mich als Normalverdiener auch nur, weil ich mir mit Kunpels eine gut ausgestattete Hobbywerkstatt einrichten konnte und (weil selbst semiprofessioneller Hobbyschrauber) im Bekanntenkreis kündiges Fachpersonal habe.

Zum Abschluß:
Für mich ist, gänzlich konträr zum Zeitgeist, Autofahren - besser Mercedesfahren - eine hochemotionale Angelegenheit. Mit Benzingeruch und öligen Händen; harmonisches (echtes!) Motorengeräusch quer über die Zylinderanzahl empfinde ich als Musik. Und jetzt könnt ihr mich einweisen... spinn

*-Gruß
Thomas 220
230e, 230te w123
s124 E220T

Re: Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: L.R. (IP-Adresse bekannt)
Datum: 24. Oktober 2020 18:47

Moin,

also, ich kann mich nicht erinnern jemals aus einem /8, W123, W116 oder W126 gerädert ausgestiegen zu sein. Auch nach meheren Stunden Fahrerei. Eignetlich wollte ich dieses Jahr zum Nordkap fahren. Da fängt der Urlaub für mit der Anfahrt im /8 an. Aus bekannten Gründen wurde daraus leider nichts.
Bislang hat auch keiner der Mitfahrer bei ähnlichen Touren gejammert oder ähnliches. Oder sei halten sich an den Wahlspruch: Besser schlecht gefahren als gut gelaufen! Auch hatte neimand etwas dagegen mit dem /8 zu fahren.
Wohin ich mich dagegen sehr gut erinnern kann ist Tour von Hamburg nach Essen und zurück. Im japanischen Neuwegen! Erst mal wurde mir schlecht wie in fast allen neuen Fahrzeugen, dann fiel die Klimaanlage und noch ein paar andere Sachen aus. Naja, immerhin lief der Kram vorher über 3000 km ohne Probleme. Mit der normalen Lüftung oder Fenster auf war kein Blumentopf zu gewinnen. Dafür ist Wagen windschnittig. Dank der Sitze war ich dann nach der Rückkehr komplett im Eimer. So kaputt wie nach dieser Fahrt war ich noch nie und werde ich wohl hoffentlich auch nie wieder sein.
Als Gegenstück dazu hatte ein Kollege mit seinem neuen AUDI letzten Winter die Freude seinen Jahreswagen mit offenen Scheiben von Nord-Dänemark nach Hamburg zu fahren. Da hat wohl die weiterentwickelte "Komfortschaltung" einen auf Sommer gemacht und alle Scheiben runtergefahren. Helfen konnte keiner, war am WE. Zum Glück hat er eine Garage sonst hätte die Kiste mit offenen Scheiben die Nacht über in Hamburg gestanden. Nach der Fahrt fühlte er sich als "Original Steiftier".
Wenn ich da an meine Pannen denke (bis auf einen kapitalen Motorschaden) kann ich eigentlich nur den Kopf darüber schütteln, was einem als Komfort und unverzichtbar aufgetischt wird. Bremsassitenten die eine bestimmte Anzahl von Bremsung mitmachen und dann für richtig Geld ausgetauscht werden müssen. Autos an denen man nicht mal die Reifen wechseln kann ohne Blink Blink auszulösen. Rückfahrassistenten die dann doch richtig funktionieren. Steurgeräte die das Fahrlicht ausschalten um sich selbst am Leben zu halten (Mercedes C-Klasse). Auweia. Motoren die einfrieren können. Motoren mit wichtigen TFSI Kürzel die einen Ölverbrauch haben, die jeden /8 Fahrer zu mindestens drei Anfragen hier im Forum veranlassen würden. Passend dazu gibt es dann noch Getriebe mit, sagen wir mal Unzulänglichkeiten. Elektronikprobleme bei den aktuellen E-Klassen sind immer seltene Einzelfälle (so der Buschfunk). Usw. usf.

Das ist eigentlich alles kein Problem (oder doch). Probleme mit Neuwagen hat es immer gegeben und das wird sich wohl auch nie ändern. Was mich bei der ganzen Sache richtig ankotzt ist die Tatsache, daß vielleicht nicht am Markt, sondern an der Zeit vorbei produziert wird. Wer braucht eine SUV? Wer braucht Auto die bei 250 km/h abregeln. Wer braucht Soundgeneratoren im Auspuff mit Fehlzündungen? Warum gibt es keine Mittelklasse die unter 100 PS haben? Was mich wirklich stört ist, das kaum Autos in der Form eines 200 D, Sparkäfers oder Passat (ohne L) gibt. So sparsam wie möglich. Warum wird die Technologie nicht auf Sparsamkeit getrimmt. Man könnte mehr rausholen, aber dann fährt die Karre nur 160 km/h. Und dann bist du schlecht! Die Krone hat dann noch der Dieselbeschiß aufgesetzt. Anstatt die Leistungen zu reduzieren wird betrogen. Ein Verkaufsargument Weniger Leistung dafür sauberer traut man sich wohl und den Kunden nicht zu. Das ist ziemlich erbärmlich.
Von daher ist mein alter /8 Dieselschlitten um einiges moderner und zeitgemäßer als die Neuen.
Und mir geht immer noch ein Satz aus dem Verkaufprospekt 83 für den W123 Diesel nicht aus dem Kopf. Beruhigung statt Beschäftigung des Fahres. Man muß nicht alles einbauen was geht. Huch, das waren jetzt zwei Sätze.

Gruß Lars

Re: Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: Georg (IP-Adresse bekannt)
Datum: 26. Oktober 2020 19:16

es ist schön eure Meinungen zu lesen! Nach dem ich von den (modernen) Autos
entäuscht wurde kaufe ich enen VW T4 den ich positiv aus meiner ehemaligen Arbeitsstelle kannte bei der ich auf Montage durch halb Europa fuhr.
Da in Badenwürthenberd im Winter oft Schnee liegt sollte es ei Syncro werden, den fand ich bei ebay und der stand zwische Bonn und Köln, also wenig Schnee und somit wenig Salz. Mein Bruder sah ihn sich an und wurde als gut empfunden.
Er hat jetzt 350 000km drauf ohne Probleme. ls ihn kauft wurde er direckt mit Hohlraum versehen und er ist bis heute Rost frei.
Ich bin noch in keinem anderen Auto entspannter gefahren, Armlehenen, erhabenes sitzen, einfach bequem.
Ich habe Kollegen die T5-T6 fahren und die sind nicht so zufrieden,
und der Verbrauch liegt zwischen 5,3 und 8L , kann es besser laufen?

Re: Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: Georg (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27. Oktober 2020 17:13

aber auch der T4 hatte ein Problem, es kam immer nach dem Regen Wasser an der Frontscheibe drum herum erunter, ich sprach mit jemanden der einen T3 hat,
beim Sonnendach T4 sind an der Seite Wasserverdunstungs Kammern, der T3 hat Schäuche als Wasserablauf, geändert wie beim T3 und alles trocken.
Ich kann dazu nur sagen: warum gutes ändern wenn es doch gut ist!!

Re: Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: Silberling (IP-Adresse bekannt)
Datum: 27. Oktober 2020 20:44

Moinsen,

ich fahre neben einem eGolf einen W211 im Alltag. Jaja, der hat die sündhaft teure SBC Bremse. Und wenn man dann erst an das mit Gold aufgewogene Luftfahrwerk an dem man ja gar nichts selber machen kann denkt... Alles diese böse, unbeherrschbare Blingbling-Elektronik. Sorry, das war jetzt BS.

Die Stardiagnose mit original Multiplexer, aller MB Software und Dell Laptop kann man käuflich als funktionierendes Gesamtpaket erwerben. Kostet weniger als ein rechtes Seitenteil W108. Rost gibbet einfach nicht. SBC Bremse gibt es Fachbetriebe die einem den Block fachgerecht überholen und das Luftfahrwerk ist angenehmer zu diagnostizieren und zu beschrauben als diese unsägliche Hinterachse vom S124/S210. Ersatzteile ohne Umweg über den Sternentempel sind erschwinglich.

Eines der besten Autos das ich bislang hatte.

Nur meine Fünfpfennig.

Peter

Re: Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: ThorstenS (IP-Adresse bekannt)
Datum: 30. Oktober 2020 07:28

http://www.bse-net.de/mediapool/61/610683/resources/53654363.jpg

Re: Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: wibke (IP-Adresse bekannt)
Datum: 06. November 2020 08:59

huhu,
nachdem ich als führerscheinneuling etliche jahre mit dem über 20 jahre alten w124 200d meines papas fahren durfte, wir die 500tkm vollgemacht haben, war mein erstes eigenes auto natürlich auch ein benz mit selbstzünder: mein /8-coupe was ich bis heute besitze.
seitdem sind viele winterautos gekommen und gegangen: 123er, 116er, 124er, 126er und zuletzt bin ich fremd gegangen und hatte nen e28.....leider nicht für gut befunden, zu klein und zu plastik innen.
da das neue winterauto gleichzeitig ein kombi und baustellenauto sein musste, mir die 124er diesel-t-modelle dafür zu teuer sind, habe ich mich anfang des jahres nach langem hadern tatsächlich dazu durchgerungen meinen ersten "neu"-wagen zu kaufen: einen w210 320cdi

ich habe sogar kurz über nen w211 nachgedacht aber v6-diesel fand ich irgendwie scheiße und dann habe ich das KI gesehen: es ist silber und die zeiger sind gar nicht orange!!! das geht ja gar nicht!

also zog der w210 ein. ich muss sagen solange an dem auto alles funktioniert fahre ich es äußerst gern: es ist saubequem, hat leistung ohne ende, verbraucht unter 7l/100km und so nettigkeiten wie 2,1-tonnen ahk, klima, tempomat und popoheizung find ich schon gut.
allerdings hat er mich auch schon geärgert: erst ging die lima kaputt. einfach so. ganz kurze fehlermeldung: batteriespannung zu schwach, die dann aber sofort wieder verschwand und nie wieder auftauchte. erst als schlagartig so unwichtige funktionen wie das abs ausfielen, der motor nicht mehr sauber lief und das getriebe nicht mehr schaltete weil das auto keinen strom mehr hatte war klar: kein ladestrom.
hallooo? das auto nervt mich seit 3 wochen mehrfach täglich dass das wischwasser alle ist und kann mir nicht mal eben anzeigen, dass die ladespannung zu gering ist? wenn ein diesel schon zum fahren strom braucht (haha, was ein trottel) sollte das schon drin ein. mit dem /8 sind wir im sommer von venedig bis nach hause ohne lima-kohlen gefahren, da hat brav die rote lampe geleuchtet, auto fuhr aber trotzdem.
also neue lima, kein problem....dachte ich. wegen unlust und keiner zeit hat das die werkstatt gemacht, 1500 euro später hatte das auto endlich wieder strom.

am montag leuchtete dann die warnung: kühlwasser zu niedrig. vielen dank für die information. das hätte ich wahrscheinlich sogar selbst bemerkt, war schließlich ne pfütze unterm auto. also ist wahrscheinlich die wasserpumpe hin, man kann aber leider nicht erkennen wo das wasser rausläuft obwohl alle plastikverkleidungen aus dem motorraum entfernt sind sieht man: nichts. also wird das auto mal wieder wegen unlust und zeitmangel am montag in die werkstatt wandern. und ich fahre bis dahin liebend gern den eigentlich schon eingewinterten /8.....

mal schauen, wie lange mir mein "neu"wagen noch freude bereitet, sonst muss doch ein 123- oder 124-kombi auf den hof, an denen kann ich wenigstens noch alles selbst machen.

von allen anderen plastikhaufen die man heute so sieht mag ich gar nicht erst reden. optisch alle gleich, jede hausfrau (sorry) muss den nachwuchs in einem panzerähnlichen klopsauto in die kita bringen. wenn man hinterherfährt kann man durch diese winzigen, viel zu hohen scheiben, die auch meist noch schwarz foliert sind nicht sehen was auf der strasse davor passiert. aber egal, abstand halten braucht man ja sowieso nicht mehr, man hat ja selbstständig bremsende autos, die machen das schon. das autofahren wird dem menschen hinterm steuer doch sowieso demnächst komplett abgenommen, wenn er sich nicht mehr auf den strassenverkehr konzentrieren muss kann er seine zeit ja auch viieeel sinnvoller nutzen....mit whatsapp zb.
von der umwelt mal ganz zu schweigen: diese ach so sauberen neuwagen, die nach spätestens 10 jahren weggeworfen werden müssen weil der computerchip hinüber ist sind ja so grün. und e-autos erst. da kommt kein wölkchen aus dem auspuff, es hat nämlich keinen, toll, echt öko.

ahhh, jetzt habe ich mich doch in rage geschrieben, lange rede, kurzer sinn: ein ekliger neuwagen kommt mir hoffentlich nie auf den hof, solange es noch tankstellen gibt und mir es keiner verbietet fahre ich weiter meine lieblingskarren.
und bei allen um mich herum kann ich immer nur mit dem kopf schütteln wenn sie zigtausende euro für neuen plastikschrott ausgeben und dann auch noch der meinung sind das sei sicherer und umweltfreundlicher als mein /8.

das war das wort zum sonntag Nix sehen

Re: Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: Birgit Kraft (IP-Adresse bekannt)
Datum: 06. November 2020 14:48

Wibke, das hast mir auch aus der Seele geschrieben.
Nur daß ich meine liebe Mühe nebenher mit einem 212er statt einem 211 hab.
Same shit.



Prost und viele Grüße,

Birgit Kraft

früher F...H...




Braune Schrift: Geschrieben von zuhause.
Schwarze Schrift: Geschrieben von unterwegs. (meistens jedenfalls)






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.11.20 14:49.

Re: Autos von heute gewollt oder ungewollt
geschrieben von: Helmut 230.6 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17. November 2020 14:00

Tja Freunde - und liebe wibke!

Wenn ich diesen Thread so lese, dann spricht mir Vieles von Eurer Kritik an den "modernen" Autos aus der Seele.

Ich hoffe, nächstes Jahr 80 zu werden und ich hatte noch nie im Leben ein eigenes neues Auto.
Nicht weil ich besonders verarmt bin, nein ich hatte da einfach keinen Bock drauf.
Und nachdem ich Ende 1960 meinen Führerschein ergattert hatte, habe ich mir gedacht: "Als erstes Auto brauchst als Anfänger was Festes um dich herum".
Und so kam ich zu einem 170S Benziner BJ 1950 für damals "nur" 500 DM - was schon ein gutes Brutto Monatsgehalt war.
Im weiteren Verlauf kam danach ein 180 Ponton Benziner BJ 1955.
Diese Autos hatten schon damals "begehbare Motorräume" und so lernte man Mercedes-Verständnis.

Danach gab's einige gebrauchte Käfer (Auspuffwechsel- und Heizungshorror vom Feinsten).
Und endlich in den 70-ern eine gebrauchte Heckflosse - auch Benziner.
Abgelöst durch /8 220 Benziner, 220D, noch ein 220D, ein 230.6 und meinem jetzigen 230.6 BJ 1971 , den ich seit 2004 fahre.

Die größte Enttäuschung mit einem Mercedes war gleich am Anfang der /8-Ära mit dem 220er Benziner. Da ging bei 140 km/h auf der Autobahn der Motor wegen eines losen Pleuels in der Nähe von Bruchsal zu Bruch -echt jetzt. Das Ganze bei schlappen ca. 75.000 km. Man hörte damals dazu, dass die Langhuber 220 Benziner halt die Hubraumvergrößerung durch 10% Hubverlängerung nicht so gut vertrugen.

Insofern lag da wohl auch eine Konstruktionssünde bei der Weiterentwicklung vor, die zwar mehr Leistung brachte, aber auch den Motor weniger zuverlässig machte.

Meine liebe Ehefrau kam jeoch schon in den 90ern in den Genuss verschiedener nagelneuer Dienstautos. Das letzte war in 2009 ein BMW X3 2.0d.

Der hat zum Glück gegenüber heutigen Autos noch relativ wenig Computerzeugs drin.
Aber auch das Wenige sogt mitunter für Ärger. Beispiele:

1) Ausfall des Scheibenwischers (natürlich im Dunklen auf der Autobahn bei Sprühregen). Nach ca. 10 Minuten Pause auf einer nahen Raststätte ging er wieder. Hielt dann 2 Stunden Weiterfahrt durch und bleib erneut (auf einer vielbefahrenen) Bundesstraße stehen. 10 Minuten Randstreifen warten, geht wieder. Ursache war ein intermittierend defekter Endstellungssensor, da hat dann der schlaue Bordcomputer vorsorglich ausgeschaltet. 500€ später war das Problem bei BMW repariert.
Schlauer wäre wohl eine Sicherheitsfunktion, die dann den Wischer auf zwangsweisen Dauerbertrieb schaltet. In der Luftfahrt nennt man eine solche Funktion "fail operative".

2) Das Auto hat einen "intelligenten" Dauer-Allradantrieb (X-Drive) mit einem extra Verteilergetriebe, das die Last- und Drehmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinterrädern regelt.
So weit so gut. Aber wehe die Vorderräder haben gegenüber den Hinterrädern zu viel Unterschied im Abrollumfang (größer 0,5%) . Das kann schon durch Reifendruck-Differenzen oder leicht unterschiedliches Profil ausgelöst werden. Dann beginnt das Verteilergetriebe heftige Ausgleichsruckeleien, die zum alsbaldigen Verschleiß des Verteilergetriebes führten. 1.500 € später war auch das durch meine freie /8-Werkstatt behoben (bei BMW wärs um einen Tausender mehr geworden).

Fazit: Ich fahr meinen Alltags /8 bis dass der Rost uns scheidet. Und danach ist der X3 im Verhältnis zu den heutigen bzw. zukünftigen Autos auch ein halber Oldie, mit gaaanz wenig Computerzeugs.

PS: Ich bin eigentlich Elektroingenieur mit umfangreicher moderner Luftfahrt-Elektronik/Computer Erfahrung. Und in der Luftfahrt gab es - beginnend z.B. beim A320 Airbus und vorauseilend zu den Autos - schon in den 80-er Jahren die Diskussion ob noch der Pilot das Flugzeug fliegt oder schon die Bordcomputer den Piloten.

Sternengrüße
Helmut 230.6
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