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Hallo Besucher!
Scheunenfund - wie damit umgehen?
geschrieben von: svenhack (IP-Adresse bekannt)
Datum: 09. September 2025 12:55

Hallo Zusammen,

ich habe mich extra für diese Frage hier bei euch angemeldet.

Wie die Überschrift schon sagt, ist bei uns auf dem landwirtschaftlichen Betrieb ein Scheunenfundfahrzeug. Es handelt sich hierbei um einen 200D.
Und wie sich das auch zu einem guten Scheunenfund gehört, sind natürlich keine Papiere vorhanden und meine Großeltern sind bereits verstorben.
Jetzt stellt sich für mich die Frage, welche Möglichkeiten ich mit diesem Fahrzeug habe.
1. Eine Restaurierung macht bei dem Fahrzeug keinen Sinn für mich, da ich keine Erfahrung habe und dort zu viel aufeinmal zu machen ist. Ich könnte mit dem Geld für die Restaurierung ein fertiges Fahrzeug mit TÜV erwerben.
2. Verschrotten möchte ich das Fahrzeug auch nicht, weil ich denke die Fahrzeugteile könnten in einem anderen Fahrzeug noch benötigt werden. Es wäre einfach zu schade drum.
3. Ich bekomme über Kleinanzeigen zu viele Anfragen und kann nicht zwischen seriös und "ich mache einfach Termin aus und hole die Karre nie ab" unterscheiden.

Vielleicht hat hier jemand eine Idee dem Fahrzeug eine adäquate Zukunft zu geben.

Viele Grüße
Sven

Re: Scheunenfund - wie damit umgehen?
geschrieben von: hirschi 250 CE (IP-Adresse bekannt)
Datum: 09. September 2025 15:02

Hallo Sven,

Du hast die richtige Entscheidung getroffen.

Kannst Du möglicherweise einige Bilder dazu bereitstellen?

Dann könnte man das besser einschätzen.

Grüße

aus Westberlin

vom

Hirschi

Re: Scheunenfund - wie damit umgehen?
geschrieben von: dieselblitz (IP-Adresse bekannt)
Datum: 09. September 2025 18:37

Hallo Sven,

fehlende Papiere sind kein Problem. Man muss eine eidesstattliche Versicherung darüber abgeben, dass die Papiere weg sind, dann können neue ausgestellt werden. Kostet allerdings und schmälert den Verkaufspreis. Wenn es sich überhaupt lohnt, das Auto wieder auf die Straße zu bringen.

Beste Grüße,
Sven

http://images.spritmonitor.de/617254.png

Re: Scheunenfund - wie damit umgehen?
geschrieben von: Inspektor (IP-Adresse bekannt)
Datum: 09. September 2025 21:29

Bei fehlenden Papieren muss man immer auf der Hut sein. Ich kenne die Geschichte eines befreundeten Sammlerkollegen und die geht so: Er macht einen Scheunenfund, ich glaube es war ein BMW. Er kauft den Wagen in mäßigem Zustand und ohne Papiere, weil die angeblich verloren gegangen sind, und steckt dann viel Zeit und Geld in eine Restauration. Ein paar Jahre später steht er mit dem Auto auf einem Oldtimertreffen, da kommt ein Herr daher und meint "Genau so einen hatte ich auch mal". Die zwei kommen ins Gespräch, man schaut gemeinsam auf die Fahrgestellnummer. Stellt sich raus: Der Herr hatte genau den. Und die originalen Papiere dafür noch zu Hause. Dann hat der Herr den Sammlerkollegen auf Herausgabe verklagt und den fertig restaurierten Wagen bekommen, der Sammlerkollege ging leer aus. Soweit meine Erinnerung an die Geschichte, die mir der Betroffene selber erzählt hat.

Re: Scheunenfund - wie damit umgehen?
geschrieben von: Knut (IP-Adresse bekannt)
Datum: 09. September 2025 23:40

Moin lieber Watson!

Für mich unerklärlich an dieser Räuberpistole:

Warum sollte ein Herr bloss noch die Originalpapiere besitzen, ohne dass ihm das Auto gestohlen worden ist?rätsel

(Und sie dann noch wiederfinden!verdächtig)

Dann aber hätte er den Diebstahl anzeigen müssen und die Sache wäre natürlich spätestens bei der Beantragung der Ersatzpapiere ans Licht gekommen...

Hat der Herr gemeinsame Sache mit dem Zwischenverkäufer gemacht oder nicht:

Es müsste doch ein Kaufvertrag existieren (Ohne Papiere übergeben, aber mit Fahrgestellnummer, Personalausweis Verkäufer, oder?) , mit dem sich der Sammler am Verkäufer hätte schadlos halten können...

Und mit einem guten Anwalt und dokumentierter Restauration wäre es womöglich wenigstens auf einen Vergleich hinausgelaufen...

Ausser natürlich, alles ist vorsätzlich wasserdicht eingefädelt worden und der gnadenlose Herr hatte Zeit genug, zu warten!

Daher:

In diesem Fall würde ich bei Kaufabsicht mal höflich nach ein paar Familienfotos mit Oma und Opa und der Wanderdüne fragen.

Und mal bei der nächstgelegenen MB-Vertretung, ob die den Wagen schon mal in der Werkstatt hatten und ob ein Herr X damals die Rechnung bezahlt hat...(Kennzeichen willkommen, Fahrgestellnummer sollte aber doch reichen, Serviceheft, irgendein Zettel im Handschuhfach...)

Ja, ich weiss, Datenschutz, aber wenn man sich freundlich erklärt und der VK proaktiv ist, weil er nichts zu verbergen hat, sollte da vielleicht was gehen!smile

Allerdings ist das fragliche Gefährt ja auch kein Werksrennwagen mit Alukarosse.zwinker


0=*=0

Knut



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.09.25 23:54.

Re: Scheunenfund - wie damit umgehen?
geschrieben von: L.R. (IP-Adresse bekannt)
Datum: 10. September 2025 10:36

Moin,

merkwürdig ist bei der Sache ist, daß der Verkäufer sich nicht als Eigentümer ausgeben mußte. Dann hätte er im Auftrag verkaufen müssen. Eines von beiden!

Zudem gibt es den Begriff "der offentsichtlichen Eigentumsaufgabe". Der Kläger scheint den Verlust des Wagens über Jahre gar nicht bemerkt zu haben. Schon merkwürdig. Keine Miete für den Stellplatz? Möglich. Keinerlei Kontakte zum Eigentümer des (vielleicht kostenlosen) Stellplatzes? Komisch.

Gruß Lars

Re: Scheunenfund - wie damit umgehen?
geschrieben von: wibke (IP-Adresse bekannt)
Datum: 10. September 2025 11:28

Ich glaube diese Geschichte mit der Herausgabe eines frisch restaurierten Oldtimers, weil auf einmal der "eigentliche" Besitzer oder zumindest der Inhaber der Originalpapiere auftaucht stammt aus der Lindenstraße, da musste Hahahojo nämlich seinen Oldi wieder rausrückenzwinker

Dass das so ist wenn bereits der neue Brief aufgeboten wurde kann ich mir nicht vorstellen, dafür ist ja dieses Verfahren was 6 Wochen oder so dauert, es wird ja überprüft ob das Fahrzeug gestohlen wurde.

Und einen neuen Brief aufbieten kann nur der Besitzer der den Brief verloren hat. klugscheiss
Auto ohne Brief kaufen und dann Brief aufbieten ist also nicht, es muss eine eidesstattliche erklärung abgegeben werden dass man selbst den brief verloren hat.

also, wenn der scheunenfund brauchbar ist und nicht nur zum schlachten ist würde ich empfehlen, dass der erbe den brief aufbietet, kostet jetzt auch nicht die welt, ist nur nervig.

Vg vom dorf, die wibke

Re: Scheunenfund - wie damit umgehen?
geschrieben von: schreyhalz (IP-Adresse bekannt)
Datum: 10. September 2025 13:23

Vielleicht sollte man erstmal feststellen , wo das Fzg ist und ob das nicht absoluter Müll ist, bevor man dem TE rät , da Geld reinzustecken.
Und das mit den Papieren ist immer dann ein Problem , wenn das Fzg
1. gestohlen wurde
2. nicht wenigstens 7 Jahre abgemeldet ist , solange findet die Zul.stelle den letzten Halter und fragt diesen an. Habe ich selber erlebt, bei einem Käfer Kabrio, den ich vom Schrott geholt hatte. Damals war die Frist noch 1,5 Jahre bis zur Datenlöschung, der war aber noch nicht so lange abgemeldet. Der letzte Halter wollte dann plötzlich richtig Geld für die Papiere haben.
Volker

Re: Scheinfund - wie damit umgehen?
geschrieben von: Knut (IP-Adresse bekannt)
Datum: 10. September 2025 16:20

Moin Svenhack!


Come on, wieviele Dutzend Scheunen habt ihr denn, um das alte Auto vom Opa jahrzehntelang vom Radar zu verlieren?

Und wie viele Grossväter?

Komisch ist Dein "Problem", dass Du nicht weisst, wer einen Termin machen würde und dann nicht käme?

Geht uns doch allen genauso!

Auch wenn wir nur Grossmutters Saftpresse verkaufen möchten!spinn

Das hier ist kein Forum, in dem die unzumutbare unglaublich unsägliche Unzuverlässigkeit uns unbekannter Unmenschen untersucht wird!


Nun ja, sei's drum, wenn Du alleine partout nicht weiterweisst:Idee



Dann einfach am besten zwanzig Leute zur selben Stunde einbestellen! Drei kommen bestimmt![fing]

Wer bietet mehr?cool

Das sollte man doch als landfester Handwirt in den Griff kriegen!Keule





Entschuldigung, falls ich hier irre:

Ich glaub', dass Du mehr Bot als Bauer bist.

Ich frag' mich bloss, was soll der Mist?

Wo keinem mit geholfen ist.

Du machst uns noch ganz kirre!


0=*=0

KI

(Knut Irritiert)



PS: Der TE ist doch schon längst woanders Rüben hacken...

Was ich nicht verstehe, ist:

Wer wirft den Kätzchen ein Wollknäuel zu und schaut ihnen nicht einen Moment beim Spielen zu?Gute Nacht



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.25 16:29.

Re: Scheinfund - wie damit umgehen?
geschrieben von: Knut (IP-Adresse bekannt)
Datum: 10. September 2025 16:48

Oder ist Sven ein barmherziger Samariter,

der uns auf Themen bringt, die uns selbst noch nicht eingefallen sind?

Informativ und unterhaltsam war's ja bisher...[fing]


0=*=0

Knut

Re: Scheinfund - wie damit umgehen?
geschrieben von: svenhack (IP-Adresse bekannt)
Datum: 10. September 2025 20:30

Ich freue mich ja dass ich hier eine Diskussion anregen konnte

Zu dem Fahrzeug.
Ich werde jetzt den Weg über einen Anwalt gehen, weil ich das Fahrzeug so nicht anfassen kann.
Möglicherweise komme ich hier nochmal zurück um ein legitimes Angebot zu machen. Wäre nicht verkehrt wenn sich hier ein Käufer findet, dann wüsste ich das KFZ in guten Händen.

Re: Scheinfund - wie damit umgehen?
geschrieben von: Franz-Josef 240D (IP-Adresse bekannt)
Datum: 10. September 2025 21:11

Anwalt ist eine gute Idee - aber such Dir jemand, der sich in der Msterie auskennt.
In der Städtergion Aachen wird z.B. kein Brief mehr aufgeboten, man besteht auf der EV.

Wenn das Fahrzeug Deinen Großeltern gehört hat, ist die Frage, wer der rechtmässige Erbe ist.
Der Erbe oder die Erben kann/können dann meiner Meinung nach mit dem Erbschein
die eidesstattliche Versicherung abgeben über den Verlust der Papiere.
Und mit dieser Bescheinigung kann dann das Fahrzeug ganz legal verkauft werden.

Das ist auch wichtig für den Käufer, da der ja "eigentlich" die EV nicht abgeben kann.

Viele Grüsse Franz-Josef



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