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"Dieselprivileg" bald weg.....
geschrieben von: KTSKNS (IP-Adresse bekannt)
Datum: 16. Dezember 2017 07:41

Hallo zusammen,

Mit dem Dieselprivileg (20 cent pro Liter weniger zahlen als bei gewoehnlichem Benzin)koennte es nach der kuerzlichen Anregung/Forderung eines VW Managers in wenigen Jahren vorbei sein. Gestern gab es auf WDR 5 aus aktuellem Anlass wieder Mal einen Beitrag dazu. Es sollte besser in die "E Technik" investiert werden bzw. Sollte der Staat die dann erhoehten Einnahmen lieber fuer die Foerderung und Subventionnierung der "Zukunftstechnik" verwenden. Auch wuerde im Ausland angeblich bei weiten nicht so ein Interesse an der Dieseltechnik bestehen, speziell auch in China, wo man ueberhaupt keine Dieselautos haben will. Weiterhin in Diesel Technik zu investieren, hat man dann damit verglichen das die Firma NOKIA weiter in Tastentelefone investiert hat und in der Branche Smartphones heute weltweit nichts mehr zu melden hat. Spätestens nach den nächsten Wahlen wird sich die nächste Bundesregierung diesem Thema (möglicherweise etappenweise) zuwenden, lautete die Prognose in der gestrigen Radiosendung. Dann wird für viele von uns das Tanken kostspieliger werden, mich natürlich inbegriffen.....
Auch Fahrverbote in immer mehr Innen Staedten drohen durch Klagen von Umweltverbaenden ....Bei mir in der Naehe soll es in Aachen oder Duesseldorf kurz davor stehen.....

Gruß von Kostas

Re: "Dieselprivileg" bald weg.....
geschrieben von: Lars (IP-Adresse bekannt)
Datum: 16. Dezember 2017 20:53

Die Politiker sollen sich erstmal um Ihre Koalition kümmern. Diäten haben sie sich ja auch schon abgestimmt für sich zu erhöhen.

Wenn der Diesel teurer wird, dann wird als nächstes der Benziner dran sein. Das ist doch alles nur Bange machen, um wieder Den Kunden zu verarschen.

Ich frage mich, wie hoch der Ausstoß damals in den 70'ern war.

Also wenn das weiter so geht, dann wird man weiter verarscht von den Herstellern. Und dann kommen sie auch noch gut davon.

Wenn man überlegt, dass die Halter ohne Softwareupdate Stillegungen erwartet. Wer hat denn die Freigabe erteilt? Das KBA. Waren diese so dumm, dass Sie sich haben verarschen lassen?

Wer gibt denn Garantie, dass danach nicht das nächste Problem kommt und man wieder bangen muss?

Wer übernimmt die Kosten und den Verlust hin? Der kleine Kunde! Die lassen sich ja auch für dumm verkaufen. Glaubt man wirklich, dass wir uns weiter so behandeln lassen? Ich nicht.

Man plant auch die Oldtimerszene nur noch bis 1970 als Oldtimer zu betrachten. Neuere sollen dann keinen Status mehr als Oldtimer erhalten.

Gruß Lars

Re: "Dieselprivileg" bald weg.....
geschrieben von: picrard (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17. Dezember 2017 11:00

Lars schrieb:
-------------------------------------------------------

> Man plant auch die Oldtimerszene nur noch bis 1970
> als Oldtimer zu betrachten. Neuere sollen dann
> keinen Status mehr als Oldtimer erhalten.

Die spinnen wohl motz

Langsam muß hier in diesem Land was passieren...


Aber unser (Noch)SH-Umwelminister Habeck
(Naja komplett : Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung spinn)

hat tatsächlich bei einer Veranstaltung für E-Autos behauptet,
"....mit einem Fahrverbot für Diesel-PKW kommen wir auch nicht weiter..."



Das finde ich ist auch schon ein positiver Ansatz(!)
und etwas realistscher, die haben doch tatsächlich überlegt in Kiel nur eine Spur für Diesel-PKW
befahrbar zu machen, was für ein Quatsch, noch mehr Stau!!!

Und diese lustigen Sätze wie "Wir subventionieren E-Autos!",
also ich darf doch bitten, ich müßte mir ein ca. 35.000€ teures E-Auto kaufen,
wo ich dann 5000€ (wowTröööt!) subventioniert bekomme....

Also dann kaufe ich mir doch lieber einen gebrauchten super erhaltenen Diesel
für 10.000€ und habe noch was in der Tasche für ein zweites....und drittes Auto spinn
oder 3 Oldtimer....lechz (Die dann ja nur bis Bj. 70 sein dürfen) rofl

Wobei ich 30.000€ auch nicht so auf Tasche habe, naja gibt wohl genügend hier die es haben....

Ich weiß auch nicht was man da noch machen kann..Im Moment drehen die mir etwas am Rad mit ihrer Elektromobilität.....

LG

Alex

Re: "Dieselprivileg" bald weg.....
geschrieben von: L.R. (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17. Dezember 2017 11:31

Moin,

der Müller sollte wirklich mal die F..... halten. VW ist bekannt für Puffbesuche, Vorbestrafte, Frostmotoren und Betrug am Kunden (das nennt sich Diesel-Gate). Wenn ich überlege wie lange man gebraucht hat einen Diesel mit Automatik anzubieten...! Das hat man nicht hinbekommen! Das "nicht hinkriegen" zieht durch Jahrzehnte durch den Laden.
Und jetzt kommt so ein Gewohnheitsversager und will noch mehr Geld vom Steuerzahler. Der soll mal lieber seine Mitarbeiter aus dem Knast holen und selber einfahren.

Wenn man die Realität betrachtet, also nicht als Politiker oder sonstige Traumtänzer, dann geht E-Mobilität auf lange Sicht noch nicht. Die Struktur der E-Netze gibt das einfach nicht her. Wenn in Hamburg oder anderen Städten plötzlich alle auf E umschwenken und laden wollen, dann kommen die Gehwegplatten hoch. Es wird Jahre dauern die Leitungsnetze zu verstärken. In Hamburg muß jeder Durchlauferhitzer mit 24 KW angemeldet und genehmigt werden. Die Ladeleistung für einen TESLA beträgt 41 KW !!. Zugelassen als max. Leistung zum Laden sind pro EFH (=el. Fensterheber) 11 KW. Mehrfamilienhäuser fallen erst mal hinten runter, aber die sind in Gr0ßstädten wohl auch eher selten...?
Zu jeder Ladesäule muß eine Datenanschluß gelegt werden. (Man will ja schließlich wissen wer wann lädt). Sind mahrere Anschlüsse vorhanden, geht es dann nach der Methode "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Für Leute die Zeit haben kein Problem. Für Leute die abends spät kommen und morgens früh wieder raus müssen, wird das wohl nicht gehen.
Alles gut durchdacht und auch garnicht realitäts fern.

Gruß Lars

Re: "Dieselprivileg" bald weg.....
geschrieben von: michael aus köln (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17. Dezember 2017 14:00

Hallo

Wenn man mal ehrlich ist: Warum sollte Diesel billiger sein?
Vor vielen Jahrzehnten wurde der Steuervorteil für Diesel eingeführt um die Transportwirtschaft zu subventionieren. Dieseltechnik wurde damals fast nur von gewerblichen Anbietern genutzt, also LKW, Busse, Taxen und ähnliche Gewerbe. Diesel PKW waren selten.

Dann kam der Siegeszug des Diesel im PKW Bereich. Galten sie früher als Umweltbelastend (vor allem wegen dem Ruß, den unsere Karren auswerfen) bekamen sie im Rahmen der CO2 und Feinstaub Panik der Klimaretter den Ruf als saubere Technologie. Das ist heute durch die Stickoxydproblematik deutlich relativiert. Der Dieselbetrug der Autokonzerne gab ein Übriges (wo ist hier eigentlich unsere Justiz??). Eine Gesamtbetrachtung aller Verbrennungsmotoren, bei der man alle problematischen Abgasbestandteile (Ruß, Feinstaub, CO2, Stickoxyde) zusammen betrachtet, ergibt keine Umweltvorteile für den Diesel.

Es gibt demnach nur einen Grund für das Steuerprivileg beim Diesel:
Wir sparen Geld, wenn wir einen Diesel fahren. Das ist schön für uns, aber gesellschaftlich und umwelttechnisch natürlich nicht gerade ein Grund für das Steuerprivileg.


Insofern ist eine schrittweise Rückführung eigentlich angesagt.
Und welcher Staat läßt sich diese exorbitante neue Einnahmequelle freiwillig entgehen? Die Klimapanikfraktion wird die Argumente liefern, und der Staat wird zupacken. Sie werden es machen, davon kann man ausgehen.

Das ist genauso wie mit der Autobahngebühr. Eingeführt wird sie für Ausländer. In ein paar Jahren werden wir alle zahlen müssen. Schrittweise Abzocke ist das Prinzip das immer funktioniert…

Sicher ist, sie werden uns über den Tisch ziehen!

Ne schöne Jrooß

Michael

Kleine Episode am Rande:
Die Stadt Essen hat sich als "Grüne Hauptstadt Essen 2017"auszeichnen lassen und in ihrer CO2 Bilanz mal eben den dort ansässigen Aluminiumhersteller Trimet raus gelassen. So konnte der statistische CO2 Ausstoß pro Einwohner um 3 Tonnen pro Jahr geschönt werden, und auf 7,7 Tonnen runter gerechnet werden. (siehe auch [www1.wdr.de])

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: michael aus köln (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17. Dezember 2017 14:32

Hallo

Der wahre Blödsinn ist die Versteifung auf E-Mobilität.
Die Verlagerung der Dieselsubventionen auf E-Autos wird nichts bringen. Bereits jetzt werden die ausgelobten Subventionen nicht abgerufen, weil die Leute halt aus ganz praktischen Überlegungen keine E-Autos kaufen…

E-Mobilität hat eine große Berechtigung in begrenzten Teilbereichen der Mobilität. Für die Masse der Mobilitätsanforderungen ist sie aber Schwachsinn. Strom wird z.B. in Deutschland zu mehr als 50% aus gefährlichen und dreckigen Quellen erzeugt (Daten für das JAhr 2017 in Deutschland, Quelle „Stromauskunft.de“):

Braunkohle: 23,1%
Kernenergie: 13,1%
Steinkohle: 17,0%
Erdgas: 12,1%

Kohleverstromung sollte abgeschafft werden, statt sie durch mehr Stromnutzung durch Autos am Leben zu erhalten. Allein die Landschaftzerstörung beim Braunkohletagebau z.B. im Westen von Köln ist ein unfassbarer Umweltschaden. Die Emissionen sind eh indiskutabel… Steinkohle kommt von weit her, wo sie i.d.R. auch im landschaftszerstörerischen Tagebau gewonnen wird. Wir sehen es halt nicht, aber Umweltzerstörung bleibt es trotzdem.

E-Auto bedeutet, dass man mit sündhaft teuren Batterien mit mangelnder Kapazität und Dauerbelastbarkeit (welches E-Auto wird jemals so alt wie ein /8??), die eine beschissene Umweltbilanz haben, viel zu teure Autos produziert. Diese Autos schaffen dann nur 200 bis 400km bis sie für längere Zeit eine Ladesäule blockieren und damit nicht nutzbar sind. Wenn man dann berechnet wie der Strom produziert wurde ergibt sich eine unterirdische Nutzungs- und Umweltbilanz.

E-Mobilität kann nutzungstechnisch ok sein für den Zweitwagen des Eigenheimers auf dem Land, für Firmen die ganze Flotten nutzen und dann ihren Mitarbeitern eine Ladeinfrastruktur im firmeneigenen Parkhaus bieten die mittels Photovoltaik sauberen Strom produziert (z.B. der Softwarehersteller SAP macht sowas). Oder für die DHL Flotte, deren Fahrzeuge man nachts an den Paketstationen mit (tagsüber produziertem) Sonnenstrom auflädt. Für sowas ist das eine prima Sache.

Für Normalnutzer die in einer Mietwohnung in der Stadt wohnen, eh keinen Parkplatz finden (also bestimmt nicht noch eine Stunde an die Ladesäule wollen, bevor sie zu Hause versuchen zu parken), mit dem Auto auch mal in Urlaub fahren wollen, usw. ist das indiskutabel.

Kommt ja nicht von ungefähr, dass jetzt seit einem Jahrzehnt massive politische Werbung für E-Autos gemacht wird, aber die Anmeldezahlen völlig unterirdisch sind. Zur Zeit 2% der Neuzulassungen, also o,ooox vom Gesamtbestand aller PKW. Von rund 45 Millionen Fahrzeugen auf unseren Strassen sind gerade mal 35000 mit rein elektrischem Antrieb ausgerüstet. Also umwelttechnich völlig ohne Auswirkung. Nur zum Vergleich: es gibt ca. 450 000 Fahrzeuge mit H Zulassung.

Aber ist doch super, wenn man den Leuten erzählt dass Dieselsubventionen in E-Mobilität umgeleitet würden. Erst mal bedienen sich dann die Konzerne wie VW. Die Endkunden werden trotzdem keine E-Autos kaufen. Wird dann das Geld nicht abgerufen freut sich der Staat über so ein riesiger Batzen Geld der übrig bleibt…

Ne schöne Jrooß

Michael

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: L.R. (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17. Dezember 2017 15:59

Warum sollte Diesel billiger sein?

Diesel ist ein "Abfallprodukt" bei der Benzinherstellung. So lange man Benzin aus Erdöl herstellt, wird man um den gewonnenen Diesel nicht herum kommen. Ob man das nun will oder nicht. Also am besten ins Meer kippen oder uns ein paar Liter schenken.

Gruß Lars

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: ktc (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17. Dezember 2017 18:52

Servus,

möchte Michael vollstens zustimmen!
Treffend und umfassend in seinen 2 Beiträgen formuliert.

Ich wollte eigentlich auch etwas dazu beitragen, aber Michael, Du hast es bereits auf den Punkt gebracht. Gefällt mir!

*-Gruß
Thomas

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: Grantler (IP-Adresse bekannt)
Datum: 19. Dezember 2017 13:24

Das E-Auto wird sich über kurz oder lang durchsetzen, allein weil es in Herstellung sowie Unterhalt deutlich billiger ist. Ein E-Motor ist viel einfacher und um ein vielfaches effizienter wie ein Verbrenner. Batterien bzw. das Lithium dafür werden jedes Jahr um einen zweistelligen %-Wert günstiger. Der größte Teil an Wartungskosten fällt komplett weg und der "Treibstoff" kostet (jetzt) auch noch einiges weniger. Auch maßgebend: Das Feinstaub/NOx Problem in den Städten wird fast komplett gelöst. Fahrverbote,(Um)subventionieren und der Fakt das E-Autos weit schöner zu fahren sind, werden diesen Vorgang höchstens beschleunigen. Der Kern ist jedoch, dass er Markt das E-Auto bald wollen wird und daran ändern Steuern und Subventionen nicht viel. Die Maßgebenden Märkte in Asien verlangen ebenfalls stark nach E-Autos. China führt bald eine E-Auto Quote ein. Europa ist nur noch ein relativ kleiner Mark, weil er schon völlig gesättigt ist.

Allein wenn man die Hälfte an Diesel im Ölkraftwerk verfeuern würde der aktuell für PKW verbraucht wird, so hätte man bereits genug Energie um die gleiche Menge an E-PKW zu betreiben. Sauberer ist das Ölkraftwerk auch als das Miniaturölkraftwerk im PKW. Das der Abbau von Kohle bestimmt nicht Umweltschonend ist, ist klar. Wenn man sich allerdings Regionen wie das Niger-Delta ansieht,so tun sich ganz neue Abgründe auf. Mal abgesehen davon das ganze Ökosysteme vernichten werden (können) wenn so eine Bohrinsel hochgeht. Dann gibt es noch Sachen wie Fracking. Geht man einfach davon aus das es genauso Umweltschädigend ist aus Röhol aus Saudi Arabien Diesel zu raffinieren und aus Braunkohle Strom zu machen, hat das E-Auto eine vielfach bessere Umweltbilanz da es nicht 80% der Energie in Wärme und Reibung verpuffen lässt so wie es dein Diesel tut. Akkus sind sehr gut recyclebar und weiterverwendbar und werden bei Tesla zu 100% aus Solarstrom hergestellt, also bitte nicht das Totschlag Argument wie viele XX Tonnen CO2 der Akku doch "kostet". Viele Stromanbieter haben auch einen 100% Ökomix, den sollte man also nach Möglichkeit auch wählen wenn man sich schon ein E-Auto kauft.

Ein E-Auto wird und soll auch nicht so alt werden wie ein /8, das Auto ist (leider) zu einem Konsum und Wegwerf Produkt geworden. Die 300.000+- KM macht ein Tesla und die Batterie genauso Problemlos mit wie ein guter Diesel. Wird denn überhaupt ein Auto aus dem Jahre 2017 30+ Jahre halten? Eher weniger.

Die Reichweite ist für 90% aller Fahrten komplett ausreichend und sie wird in naher Zukunft auch schnell auf reelle 500+ Kilometer ansteigen. Unterwegs stellt man sich für 20 Minuten an einen Supercharger und hat Strom für weitere 250 Km, wenn man denn einmal über 400km an einem Stück fahren muss.
Ladesäulen blockieren? Die einzigen die diese blockieren, sind Verbenner die sich verbotener Weise draufstellen. Genau dafür sind sie doch da, zum Laden. Wenn man schon Einkaufen geht und parkt, warum nicht laden? Ein normaler PKW steht ohnehin 80%+ seiner Zeit ungenutzt rum.

Das einzige große Problem was ich ebenfalls sehe: Das Aufladen in Ballungsgebieten, das du auch angesprochen hast. Es wird sich zeigen, wie das gelöst werden kann.

Der Verbrenner ist Mittelaltertechnik, das merkt man spätestens wenn man mal ein gutes E-Auto gefahren ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.12.17 13:26.

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: ktc (IP-Adresse bekannt)
Datum: 19. Dezember 2017 14:40

Servus Grantler,

ich weiß nicht, wo Du Deine Infos herbekommst, ich muß Dir widersprechen:

Ein E-Auto ist (auf absehbare Zeit) weder billiger in der Herstellung - wär ja ganz famos wenn die Kisten trotzdem bis zu doppelt so viel kosten als Benziner/Diesel - noch (hochgerechnet). Selbst der Wegfall von einigen Wartungskosten wiegt den Mehrpreis nicht auf.
Bei Teslas mit höherer Laufleistung übrigens werden wohl öfters mal die Antriebseinheiten getauscht.
Das ist wohl auch einer der Hauptgründe, weshalb der gemeine Autokäufer sich nicht wirklich für E-Autos interessiert (2% Anteil).

Die Akkus sind noch sehr teuer und haben eine Lebensdauer von ca.1000 Ladezyklen oder 100.000km. "recyceln" heißt, die dann noch ca. 10% Kapazität gebündelt für Restspeicherung von z.B. Winbdkraftanlagen zu nutzen. Und wenn sie ganz hinüber sind?
Der Abbau des Lithium ist übrigens auch nicht gerade umweltfreundlich und die Herstellung der Akkus hochgiftig. Tesla stellt diese mit 100% Ökostrom her? Aus dem nichts? Plopp, Akku da?

Die Reichweite ist mitnichten ausreichend, wenn ich 50km zur Arbeit habe, vllt. heizen muß und Licht an habe. Wahrscheinlich war am Ziel auch jemand anderes schneller und hat sein E-Auto vor mir zum Laden angesteckt. Die nicht gelöste Energiewende hilft hier auch nicht weiter, der Strom kommt halt nicht aus der Steckdose. A propos: Du glaubst nicht wirklich, daß, wenn du Ökostrom beim Anbieter kaufst, aus Deiner Leitung Ökostrom kommt. Oder hast Du eine separate Leitung?

Soll nicht lange halten: Na prima, ich kauf mir ein E-Auto und werfe es bald weg, wenns blöd lauft, bevor ich es abbezahlt habe. Wo ist denn hier der Nachhaltigkeitsgedanke. Da bin ich mit meinem 21 Jahre alten s124 in der Energiebilanz aber weit vorne.

Zumindest auf absehbare Zeit ist der Verbrennungsmotor nicht wegzudenken. Auch hier gibt es Innovationsptenzial beim Kraftstoff. Im Übrigen halte ich die CO2 verteufelung für maßlos übertrieben. CO2 ist kein Gift. Du atmest es selbst aus. Bäume brauchen es für die Photosynthese. Ich gebe aber zu, zuviel ist von allem ungesund.

*-Gruß
Thomas

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: Grantler (IP-Adresse bekannt)
Datum: 19. Dezember 2017 16:29

Hallo,

jetzt Frage ich dich, wo du deine Infos herhast.

1. Es ist natürlich billiger in der Herstellung, da hochkomplexe Teile wie der Motor und die Abgasreinigung schonmal komplett entfallen. Das ein E-Golf nicht billiger ist wie ein normaler, dürfte v.a an den niedrigen Stückzahlen liegen. Das Tesla Model 3 ist in den USA ab 32.000 $ zu haben.

2. Noch(!) sind sie das teuerste am E-Auto. 1000 Ladezyklen sind beim Tesla über 350.000 km reelle Reichweite und da hat der Akku 10% verloren, nicht 10% Restkapazität. Bitte recherchiere. Und zwar nicht in unseren "Qualitätsmedien". Recyceln heist zum einen das von dir genannte, zum anderen das richtige Recyceln, d.h "neue" Rohstoffe daraus gewinnen. Macht Tesla ebenfalls bereits.

3. Das Lithium wird z.B in Bolivien vom Boden eines Sees abgekratzt und die Menschen dort erhoffen sich dadurch einen Wirtschaftlichen Aufschwung. Fracking und Ölkatastrophen sind glaube ich schlimmer.

4. Interessante Reichweiten-Rechnung. Ich würde gerne die Rechnung sehen wie du 350+KM Reichweite durch ein bisschen Heizen und ein paar LED´s auf unter 50 herunterrechnest.

5. Kein Auto heutzutage soll ewig halten. Mag sein das dein 124er in 50 Jahren noch fährt nachdem du das 3/4 2 mal neu gebaut hast an Ersatzteilen. Ein neuer Benz wird genauso lang bzw. kurz halten wie irgend ein E-Auto.

6. Und der Diesel kommt aus der Zapfsäule? Habe ich in meinem Text doch bereits angesprochen. Siehe auch 3tens.

7.Ich verteufle kein CO2, im Gegenteil ich bin deiner Meinung. Aber CO2 ist nun mal ein weit verbreitetes Argument unter E-Auto Gegner sowie Befürwortern. in Wirklichkeit geht es viel mehr um NOx und Feinstaub. Allein die Verlagerung der Emissionen in das Kraftwerk auf dem Land und aus der Stadt heraus macht es schon aus.

Wie ich in meinem ersten Text schon gesagt habe: Umweltbilanzen und dergleichen interessieren im Endeffekt nicht: Das E-Auto ist und wird billiger und wird Energieeffizienter sein. Und es wird die Umweltbelastung in den Städten Grö0tenteils lösen. Genau deshalb wird es durchsetzen und alles andere spielt am Ende eine sehr untergeordnete Rolle. Und wo genau gibt es denn beim Verbrenner noch sinnvolle Innvoationspotentiale? Es ist und bleibt eine Mittelalterliche Technologie.

Gruß

Simon

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: L.R. (IP-Adresse bekannt)
Datum: 19. Dezember 2017 18:16

Moin,

da ist mir diese mittelalterliche Technologie lieber, als daß ich hinten runter falle.
Im übrigen wurden schon viele Techniken "beweissagt".
Anfangs des zwanzigsten Jahrhunderts rieten Bauplaner von diesem neumodischen elektrischen Licht ab. Es hieß: Das wird sich nicht durchsetzen.
Das Auto, als solches wurde für eine vorübergehende Erscheinung gehalten. Die Natron-Lok fährt nicht mehr. Dampfmaschinen gibt es nicht mehr! Außer da, wo sie noch benutzt werden. Den Diesel in einen PKW einzubauen war für Jahrzehnte Daimler-Benz vorbehalten. Wird sich nicht durchsetzen, oder vielleicht doch? Zeppeline sollten Ladungen transportieren und beim Errichten von Gebäuden helfen. Und zwar in den Neunzigern des zwangisten Jahrhunderts (Aircargo). Blaupunkt und andere Hersteller bauten Aufnahmefunktionen mit Mikrofonen für ihre Radios. Wird in Zukunft nicht mehr ohne gehen!. Ging doch! Jetzt sogar ohne Blaupunkt!
Ein besonders schönes Beispiel ist der Segway Personal Transporter (Stehroller, zur Erklärung für solche alten ..... wie ich)
Zur Veröffentlichung gab es einen großen Hype um den E-Scooter. Amazon-Chef Jeff Bezos sprach davon, daß der Segway "revolutionärer als das World Wide Web" sei, sein Erfinder Dean Kamen verkündete, daß er in stark belebten Städten die Autos ersetzen würde.
Ehrlich gesagt wüßte ich momentan nicht wo so ein Roller kaufen könnte. Nein bitte keine Vorschläge.
Mit entgültigen Aussagen sollte man immer ein wenig vorsichtig sein.

Gruß Lars

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: Lars (IP-Adresse bekannt)
Datum: 19. Dezember 2017 22:01

Was ist denn mit Wasserstoff? Das wäre doch die bessere Alternative.

Gruß Lars
P.s.: E-Hype und keiner weiß, ob die Materialien überhaupt genügend da sind. Ach so, Batterien werden in 3te Weltländer abgefackelt zum Recyceln.

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: L.R. (IP-Adresse bekannt)
Datum: 20. Dezember 2017 08:05

Moin,

Wasserstoff gilt in Herstellung als"dreckig". BMW hat Feldversuche gemacht und eingestellt. Probleme gab es mit dem Tank (Kühlung und Selbstentleerung). Brennstoffzelle bleibt wohl auch in der Versenkung.

Das ist ähnlich wie mit dem Transrapid. Eigentlich nicht schlecht, aber praxistauglich wohl nur bedingt. Ein Kurvenradius von über 5km ist in bebauten Gebieten eben schlecht zu realisieren. Aber das hat man schon (erst) nach ein paar Jahren intensiver "Planung" festgestellt. Wäre auch ein wenig auffällig gewesen im Stadtbereich ein paar Straßenzüge umzusiedeln.
Das war auch so eine Entwicklung ohne die Deutschland angeblich nicht überleben konnte.

Gruß Lars

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: Grantler (IP-Adresse bekannt)
Datum: 20. Dezember 2017 17:30

Wasserstoff Autos sind einfach nur wieder Verbrenner mit den selben unterirdischen Wirkungsgraden. Wasserstoff ist außerdem so klein, das es durch viele Metalle mit der Zeit einfach durch diffundiert. Kann also sein das nach 2 Wochen Standzeit der Tank halb leer ist. Tankstellen gibt es auch so gut wie keine, die Produktion benötigt mindestens genauso viel Energie usw....
Wasserstoff Autos sind auf jeden Fall nicht Konkurrenzfähig zu E-Autos.
Den Gedanken das vielbefahrene Straßen dann ständig halb unter Wasser stehen finde ich ebenfalls sehr amüsant grins.

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: L.R. (IP-Adresse bekannt)
Datum: 20. Dezember 2017 18:48

Moin,

auch E-Autos haben einen schlechten Wirkungsgrad. Ein E-Motor hat zwar einen sehr guten Wirkungsgrad von bis zu 98%, das war es aber auch. Der Akku hat einen Wirkungsgrad der ebenso unterirdisch ist. Auch der Charger (Ladegerät darf man wohl nicht mehr sagen) hat Kühlrippen. Er "übersetzt" den Netzstrom in den Akku-Strom. Übersetzer arbeiten nicht umsonst.
Weiterhin ist deine "Recherche" das Lithium billiger wird, weil der Bedarf steigt ist mehr als unterirdisch. Das ist noch nicht einmal naiv. Wenn das so wäre hätte Deutschland keinerlei Wohnungsprobleme. Im Gegenteil, die Mieten und Kaufpreise würden bei dir sinken! Da hat wohl jemand in der Kaufmannsschule nicht richtig aufgepasst!
Wenn die Stückzahlen der Akkus steigen kann der Preis sinken, aber für die benötigten Rohstoffe wird das niemals der Fall sein. Ob dieser Preisvorteil weitergegeben wird steht dann noch auf einem anderen Blatt.

Gruß Lars

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: michael aus köln (IP-Adresse bekannt)
Datum: 20. Dezember 2017 20:40

Hallo

ergibt ja eine rege Diskussion... (den aggressiven Ton verstehe ich allerdings nicht. Gedankenaustausch / Diskuttieren geht auch fründlich!)

Grantler schreibt: "Das einzige große Problem was ich ebenfalls sehe: Das Aufladen in Ballungsgebieten, das du auch angesprochen hast. Es wird sich zeigen, wie das gelöst werden kann."

Aber damit sind ja über 50% der Bevölkerung aus dem Rennen! Wer will abends noch mal schnell an die LAdesäule fahren, dort festetellen, dass schon 2 PKW vor einem sind und somit dann über eine Stunde dumm auf der Strasse stehen??


Es gibt da übrigens andere Konzepte, die ich für erheblich sinnvoller halte:
Man könnte die Autos mit genormten Aufnahmen für Schnellwechselbatterien ausrüsten. Man würde dann einfach an die Tankstelle fahren. Dort wird automatisch von unten die Batterie rausgezogen und eine geladene eingesetzt.

Bedingung: genormte Vorrichtungen an jedem E-Auto. Batterien müssen immer als Block am Fahrzeugboden sitzen (Ein EGO z.B. hat die Batterien in kleinen Paketen in Schweller und anderen Rahmenteilen integriert...)
Genormte Technik an jeder Tankstelle, die automatisch die Batterie zieht und eine neue einbaut und einen sicheren Anschluss gewährleistet.

Vorteile dieses Konzepts:
Keine Wartezeiten zum Tanken, weil ja nicht am Auto geladen wird, sondern nur die Batterie gewechselt wird.
Es kann immer die neueste Batterietechnik verwendet werden. Entwicklungen in der Batterietechnik kommen also schneller zum Einsatz.
Die vorhandene Tankstelleninfrastruktur kann wunderbar genutzt werden.
Eine zentrale Ladung der Batterien durch Ökostrom sollte so gut möglich sein.

Problem:
Mit dem Aufbau einer sehr teuren Ladesäuleninfrastruktur (braucht ja auch immer einen Parkplatz) wird es immer schwieriger solche alternativen Konzepte durchzuführen...

Ich denke übrigens trotzdem, dass das E-Auto nicht für alle geeignet ist und noch sehr lange brauchen wird bis es Standard wird, oder es vielleicht auch nie wird.


Zur Zeit sind jedenfalls der Hype bei den Klimarettern und die Reaktion der Autokäufer extrem gegenläufig...



Und, Segway fahren find ich geil. Hab das mal ausprobiert, und hat echt Spaß gemacht. Kosten leider ab 7000 Euro, und sind damit wie ein E-Auto zu teuer.

Ach ja, noch ein Wort zu den Ökobilanzen: Hier sollte man immer ganz genau schauen, wer was wie rechnet. Damit müsste man sich wohl sehr intensiv beschäftigen um ehrliche Ergebnisse und nicht jeweils interessengesteuerte Wunschergebnisse zu bekommen...




Ne schöne Jrooß

Michael

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: Grantler (IP-Adresse bekannt)
Datum: 20. Dezember 2017 20:51

Hallo Lars,

das ist leider komplett falsch. Es gibt geringe Ladeverluste und auch Verlustwärme, ja. ABER:

Ganz einfach: Ein Model S benötigt laut Tesla um die 21 Kw/h auf 100km. Nehmen wir mal einen Audi A4 oder A6 mit 8 Litern Dieseln auf 100km. In diesen 8 Litern stecken allein schon rund 96 Kw/h an Energie. Erkläre mir doch bitte mal wie der Wirkungsgrad eines E-Autos nun auch nur in die Nähe von dem eines Verbrenners kommen kann? Der Audi verbraucht über 4 mal die Energie einen Teslas für die gleiche Strecke.

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: Grantler (IP-Adresse bekannt)
Datum: 20. Dezember 2017 20:53

Und @ Michael:

Die Leute bzw Mieter und Vermieter werden sich mit Sicherheit eigene Ladesäulen vor die Haustüre oder in die Tiefgarage stellen und nicht zu tausenden nach Feierabend auf 100 öffentliche Ladesäulen stürmen. So ein Käse.

Grüße und danke für die schöne Diskussion!

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: michael aus köln (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21. Dezember 2017 07:53

Hallo


Ich wüßte jetzt wirklich nicht, warum ich mich von dir hier öffentlich beleidigen lassen sollte. Mein Beitrag sollte einen sachlichen Inhalt liefern uns ist kein Käse.

Aber ich kann das auch: Mit Arschlöchern wie dir habe ich keine Lust weiter zu diskutieren.

Michael

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: L.R. (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21. Dezember 2017 09:04

Moin Grantler,

deine Blauäugigkeit ist echt nicht zu toppen. Wenn ich im Ballungsgebiet eine Ladesäule aufstellen will, befinde ich mich im öfftenlichen Raum. Privatstraßen sind da eher die Ausnahmen. Es geht dann doch nur mit öffentlichen Säulen. Da die Leistung der Zuleitungen nicht ausreichen, wird dann der Reihe nach geladen. D.h. es könne nicht alle bedient werden. Das muß man einfach aktzeptieren! Das ist nicht diskutierbar und auch kein Käse. Das ist die Realität.
Die Kosten für eine Säule liegt angeblich bei € 699,00. Das ist mehr als lächerlich. Preislich zugeschnitten für .... Leute.
Ladeverluste sind beim Schönrechnen nicht vorgesehen. Kann ich auch verstehen. Da kann ich nur OTTO (obwohl ich kein Fan von ihm bin) zitieren: Rauchen ist nicht gesundheitsschädlich! Gez. Dr. Marlboro.
Es gibt kein grünes Autofahren. Vorher hat man den Diesel grüngewaschen und jetzt ist das E-Auto dran.

Gruß Lars

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: Thorsten Weiss (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21. Dezember 2017 11:40

Servus Michael,

eine Aussage "So ein Käse" gleichzusetzen mit "mit Arschlöchern wie Dir" halte ich für arg übertrieben. Ich finde die Diskussion hier auch sehr gut und war bisher froh, dass sie friedlich stattfindet und fände es schade, wenn sie entgleist. Bitte bleibt friedlich - bald ist Weihnachten zwinker

Grüße, Thorsten
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Re: "Dieselprivileg" bald weg.....
geschrieben von: Rüdi230.4(LPG) (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21. Dezember 2017 12:55

Wenn das Dieselprivileg an der Tanke fällt (wo das LKW Transportgewerbe sicherlich noch auf die Barikaden geht ... und ob Söder das mit macht...) , müssten se aber auch die höhere Steuer bei der KFZ-Steuer anpassen.

Halbwegs gerecht wäre doch, den Diesel an der Tanke gemäß seinem Energiegehalt analog zu andere Kraftstoffarten zu besteuern und bei der KFZ-Steuer meinethalber auch eine Ökokomponente zu berücksichtigen, die neben dem Co2 (was ja heut schon ist) auch die Stickoxide mit einkalkuliert.

Aber welche Steuer ist schon gerecht ... zwinker

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: Grantler (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21. Dezember 2017 13:25

Danke Thorsten, genau das hab ich mir auch gedacht. Zumal ich ja sogar ziemlich sachlich davor auf seine ebenso sachlich formulierte Aussage eingegangen bin.

Den Diesel und Benzin nach Energiegehalt zu besteuern fände ich ebenso als sehr sinnvoll. So werden wirklich effiziente Antriebe die wenig(er) Energie benötigen automatisch belohnt.

@Lars

Wie gesagt, das Laden in den Ballungsgebieten wird eine schwierige Sache. Es bleibt abzuwarten wie man das sinnvoll lösen kann. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ladeverluste sind beim Wirkungsgrad beim Tesla schon mit eingerechnet. Der reine Wirkungsgrad eines E-Motors (wenn man sämtliche andere Faktoren ignoriert) liegt bei guten Motoren bei 95%.Der Diesel im reellen Fahrbetrieb kommt auf knappe 20%. Wie ich schon sagte, wenn man einfach nur den Diesel den wir ohnehin verbrauchen zur Hälfte im Kraftwerk zu Strom machen würden, könnten wir genauso viele E-Autos davon fahren. Beim Tesla hätte man so um die 45% und der Diesel immer noch 20%. Wenn man den Tesla also im Endeffekt mit Diesel betankt, ist man immer noch doppelt so effizient unterwegs. Wirklich sinnvoll wäre z.B eine eigene Photovoltaik bzw. generell erneuerbare Energien.

Ich bin der Meinung das sich das E-Auto wegen den 3 wesentlichsten Faktoren durchsetzen wird:

1. Effizienz 2. Kosten 3. Emissionen in Ballungsgebieten

Fahrverbote, Umweltbilanzen und noch beschränkte Reichweiten spielen ein untergeordnete Rolle.

Auf dem asiatischen Markt gibt es bald E-Auto Quoten und der Asiatische Markt ist mit dem Nordamerikanischen der ausschlaggebende, weil hier noch Wachstum im Absatz stattfinden wird.


Der Diesel wurde (politisch) grüngewaschen weil es die Konzerne so wollten. Lobbyarbeit eben. Vor Tesla scheißen sich unserer Autohersteller und die Politik allerdings in die Hose, weil sie genau wissen das das der einzige Weg sein wird. So wurde der Tesla z.B. mit Absicht aus dem Subventionsprogramm ausgeschlossen, indem man den maximalen Preis des Autos ein paar tausend unter dem Grundpreis des Teslas gesetzt hatte. Den elektrischen Streetscooter der Post wollte weder VW noch Daimler herstellen. Nun macht es die Post selbst und die anderen ärgern sich darüber, wie viele Autos,Geld und Chancen ihnen da durch den Lappen gegangen ist. Wenigstens findet so langsam auch bei unseren ewig gestrigen Konzernen ein Umdenken statt.

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: L.R. (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21. Dezember 2017 15:59

Moin,

also mit 20% Wirkungsgrad eines Diesels, das vergiss mal ganz schnell. Selbst die /8 Dieselmotoren liegen bei über 30%. Der Wirkungsgrad um 20% ist für schlecht gemachte Benzinmotoren anzusetzen.
Wie dem auch sei. Egal ob Selbstentladung oder Ladeverluste berücksichtig sind oder nicht. Grundsätzlich will einmal feststellen (auch für die anderen), daß wohl keiner gegen Umweltentlastung bzw. Umweltschutz ist. Natürlich ist es vernünftig auf Technik umzusteigen die umweltschonend ist. Und natürlich sind auch alle irgendwo bereit dazu. Es ist nur die Frage wie man das macht und ob das sozialverträglich ist.
Wir sind eben nicht mehr Anfang/Mitte der achtziger Jahre, als Deutschland noch einigermaßen gut ging. Da wurde der Katalysator eingeführt. Der Neupreis für einen Kat. lag bei DM 3.000,00. Das wurde dann bald billiger und dann Serie. Umsonst gabs den Kat. dann zwar auch nicht, aber im Neupreis eines Neuwagens ging das unter. Nachrüstungen wurden angeboten und ausgeführt. Bleifreies Benzin war bei der Einführung auch Mangelware und man mußte wissen wo es welches gab, aber auch das war bald kein Problem mehr.
Das Ganze läßt sich nur bedingt vergleichen, aber kein Autofahrer wurde mit Fahrverboten oder ähnlichen bedroht. Eine Geldvernichtung durch Entwertung der Fahrzeuge fand so nicht statt. Natürlich wurde bei Gebrauchten nach einem Kat gefragt, aber verkaufen konnte man die Autos trotzdem.
Heute sind wir da schon ein wenig weiter. Dieselstinker und ähnliche Fachausdrücke werten die Autos ab. Leider auch die Eigentümer. Auch das, ist wie das Grünwaschen der E-Mobilität, politisch gewollt. Und wenn ich mir das anschaue, dann bekomme ich so meine Bedenken. Gegen Neuerungen und Verbesserungen bin ich bestimmt nicht, nur gegen die Einführungsmethoden.

Gruß Lars

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: Werner (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21. Dezember 2017 20:59

....und wenn dann alle E fahren, natürlich mit ausländischem Atomstrom,
sind dann die E fahrer wieder die schlechten und auch nicht mehr grün !
wetten !

Gruß
Werner

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: Grantler (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21. Dezember 2017 22:13

Hallo Lars,

die Entwertung des Diesel PKW haben höchstens die Konzerne selber zu verantworten. EURO Normen kommen ohnehin aus der EU und Fahrverbote sind einfach ein Resultat der Grenzwertüberschreitung in den Städten.

Was hätte den die Politik von der Grünwascherei? Unsere Automobilkonzerne haben davon herzlich wenig. Der Diesel hat sich davor super verkauft und mit Verbrennern lässt sich deutlich mehr Geld Verdienen. Mit so einer Lobbyarbeit würden sich unsere Konzerne ins eigene Fleisch schneiden. Wir haben aufs falsche Pferd gesetzt und das kommt uns jetzt teuer zu stehen!

Unsere Qualitätsmedien dreschen auch beinahe täglich auf Elektroautos, insbesondere Tesla, ein. Das Auto Bild und wie sie nicht alle heißen von VW, BMW, Daimler etc pp. den ein oder anderen Euro für den ein oder anderen geschriebenen Artikel oder eine Überschrift bekommen, halte ich für seeehr Wahrscheinlich.

Den Wirkungsgrad solltest du nochmal recherchieren. Beim PKW liegt er maximal bei knappen 40%. In der Realität pendelt er sich bei unter 20% ein, weil der Motor fast ständig fernab dieses Punktes betrieben wird. Die 40% hat man z.B bei 3000-3300 U/min und 80% Last. Wenn man davon etwas abweicht sackt er wieder komplett ab. Schiffsdiesel und LKW Motoren erreichen höhere Wirkungsgrade. So ein Schiffsdiesel aus einem Containerschiff hat seine 40%.

Vor 25 Jahren kam die Energiesparlampe und es gab keinen Grund mehr sich eine 300W Glühlampe ins Haus zu bauen, wenn 20W LED´s die selbe Lichtleistung bringen.


Ja Werner, wenn ich mit Atomstrom fahre bin ich unterm Strich vielleicht nicht wirklich Umweltschonender. Energie habe ich trotzdem weniger Verbraucht und die Stadtluft verpeste ich auch nicht mehr. Darauf kommt es an.

Wie ich schon oft sagte, verbrenne die Hälfte an Diesel der aktuell durch PKW Verbraucht wird und eine gleichbleibende Menge an E-Autos kann davon fahren.

Ich kann nur immer wieder wiederholen: Es geht hauptsächlich um 3 Sachen: Energieverbauch, Kosten, Umweltbelastung in Städten.

Diese drei Dinge sind ausschlaggebend. Wie viel CO2 oder nicht ein E-Auto am Ende mehr oder weniger verursacht, wird nichts ändern das das E-Auto bald richtig kommen wird.

Ich mein ich fahre selbst einen 200D und liebe ihn, aber ich weiß ganz genau das ein E-Auto jedem Verbrenner in fast jeder Kategorie überlegen ist.


Gruß

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: wartmann (IP-Adresse bekannt)
Datum: 21. Dezember 2017 22:52

Zitat:
das ein E-Auto jedem Verbrenner in fast jeder Kategorie überlegen ist.

Stimmt auffallend...allerdings wird bei allen Überlegungen zur Umstellung auf E-Mobil eines nicht zwanglos geschehen.- Nämlich Abstriche von des Verbrauchers Dekadenz hinzunehmen, so meine unmaßgebliche Meinung.

Wenn es, wie heute üblich, immer noch der geräumige 5-Sitzer (für meist nur eine Person) sein muss, geht am Sprit kein Weg vorbei und wir giften uns wie gehabt weiter zu. Ob mit Diesel oder Sprit ist dabei zweitrangig.

Eine gewisse Ambivalenz liegt da schon auch für jeden Fahrer vor, hat er doch sein Auto so doll lieb.

Alternative sehe ich ausschließlich im ungeliebten Mengentransport per Bus oder Bahn...oder dem Rad

Sämtliche Mororisierung verlangt Futter, sprich Sprit oder Strom (welcher sich bei Erstem eh dem Ende zuneigt und beim zweiten strittig ist, wo er her kommt).

Ein vernünftiger Wirkungsgrad, von welchem hier ja auch die Rede ist, kann nur über Mengentransport erreicht werden. Den dann gerne elektrisch

Punkt, Ende

Drei Buchstaben zum Erfolg...TUN...(Goethe)

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: kt11692000 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 29. Dezember 2017 12:23

Hallo Lars,

ich habe mal im Internet recherchiert und keine Texte gefunden, aus denen eine Änderung zu ersehen ist.
Wo hast Du das denn gelesen, dass nur noch Oldtimer vor 1970 als solche geplant sind?

Viele Grüße
Klaus

Re: "Dieselprivileg" weg..... E-Mobilität her??
geschrieben von: Lars (IP-Adresse bekannt)
Datum: 29. Dezember 2017 20:40

Inoffizielle Info von einem der im Autogremium für Oldtimer ist.

Offiziell ist dieses nicht, aber man denkt sich einiges aus, wie die Zukunft der Oldtimer aussehen kann/soll und wie man dieses mit den heutigen Gesetzen in Einklang bringen kann.

Da wird noch einiges kommen.

Ich versuche gerade für meine Autos alle das 07'er Kennzeichen zu bekommen. So dass auch Fahrzeuge nach '70 als Kulturgut und Bestandsschutz haben. Habe nen '88 944 Turbo stehen. Den möchte ich schon gerne weiter fahren.

Gruß lars
P.s.: Hab gelesen, das die Chinesen und Japaner an der Wechselbatterie arbeiten. Ranfahren, Tauschen und weiterfahren.

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