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Restauration W114 230
geschrieben von: Matze/8 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17. Februar 2019 16:11

Hallo zusammen,

ich bin seit letzter Woche Besitzer eines W114 230 Bj.72. Der /8 ist damals in die Schweiz ausgeliefert worden und ist jetzt, mit einem Zwischenstop in Frankreich, wieder zurück in Stuttgart. Der Wagen ist nicht sonderlich gut ausgesattat, er hat eine Lenkradschaltung und ja das wars eigentlich. Ich persönlich brauche keine Klima und keine elektr. Fensterheber etc., es war mir viel wichtiger, dass die Substanz gut und unverbastelt ist. Auch dass der erste Motor noch verbaut ist zählt für mich als Pluspunkt (beim Getriebe bin ich mir noch nicht sicher). Der Wagen brauch viel Liebe aber genau nach sowas habe ich gesucht.

Wie weit die Restaurierung geht werde ich entscheiden, wenn ich mir einen Überblick über den tatsächlichen Zustand gemacht habe. Klar ist aber, dass die Karosserie wieder hergestellt werden muss (inkl. Lackierung). Bei den Komponenten des Antriebsstrang tendiere ich zu neu abdichten aber sonst soweit möglich original belassen (also z.B. nicht Block komplett zerlegen und honen ..). Die Innenausstattung möchte ich ebenfalls soweit wie möglich original belassen, die steht für das Alter noch gut da.

Zu mir noch ein paar Worte: Ich heiße Mathias, bin 30 Jahre alt und komme aus Stuttgart. So jetzt gibts noch ein paar Fotos, genug getextet.

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Hier muss ein neues Radlaufblech rein.
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Bodenblech muss auf beiden Seiten ausgebessert werden.
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Kofferraum sieht noch ganz gut aus.
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Re: Restauration W114 230
geschrieben von: Matze/8 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 17. Februar 2019 17:26

Um den ersten Beitrag nicht zu überladen und chronologisch weiterzumachen gibts gleich die nächsten Bilder:

Da das Auto nicht läuft gibt es erstmal eine Wartung. Bevor ich den Wagen auseinander nehme, möchte ich, dass er aus eigener Kraft um den Block fahren kann.

Als erstes wurde der Tank inspiziert und der sieht leider nicht so gut aus. Das Benzin wurde vor Stilllegung abgelassen.

Also erstmal ausgebaut und versucht mit Zitronensäure "vorzusäubern" und dann anschließend mit POR15 den Tank zu entrosten und zu versiegeln. Nach den ersten paar Behandlungen mit Zitronensäure muss ich aber feststellen, dass ich von Por15 absehen werde und mich nach einen gutem gebrauchten Tank umschauen werde. Das mechanische Abtragen vom Rost sehe ich nicht als so erfolgversprechend weil da Bereiche betroffen sind wo man nicht wirklich gut hinkommt.

https://share-your-photo.com/img/0a0b5f78ea_album.jpg

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Da ich den Treibstoff auch erstmal aus einem Kanister ansaugen kann gehts weiter zum Austauschen der Zündkerzen, die waren leider mehr als nur handfest angezogen, aber mit viel Gefühl, WD40 und Geduld kamen sie alle raus. Mit dem Endoskop wollte ich mir mal einen Eindruck verschaffen wie der Brennraum aussieht.

https://share-your-photo.com/img/8c65880a9c_album.png

So sehen in etwa alle aus, was mich schon mal optimistisch stimmt. Zur Sicherheit gabs noch einen Tropfen Öl in den Brennraum.

Beim Ölwechsel habe ich den Ventildeckel abgenommen, die Nockenwelle angeschaut und überall etwas frisches Öl verteilt.

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Kurzer Bremsencheck, aber hier wurden alle Sättel vor ein paar Jahre neu gemacht (ATE).

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Fahrwerkstechnisch ist der Wagen gut gewartet worden, scheinbar wurde einige Teile bei Mercedes neu gemacht. Für eine kleine Probefahrt ist das ok so, beim Neuaufbau werden alle Verschleißteile neu gemacht.

Nächster Punkt Getriebe/Kupplung:
Hier war das Schaltgestänge ausgehangen und die Gummipfannen ausgeschlagen. Beim Einbau und Einstellen der Schaltgestänge (1/2 und 3/4 Gang) bin ich aber leider etwas ratlos.

https://share-your-photo.com/img/71dd22b220_album.jpg

Das lange Gestänge sieht etwas anders gebogen aus als im KnowHow abgebildet. Auch die Länge beim kurzen scheint nicht wirklich zu passen. (Die Schaltärmchen des Getriebes wurden auf "12 Uhr" Position gebracht und die Leerlaufstellung an der Lenksäule fixiert.) Vlt habt ihr da noch einen Tipp warum das Gestänge nicht rein will?



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.02.19 17:32.

Re: Restauration W114 230
geschrieben von: Matze/8 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 04. März 2019 20:25

Hallo zusammen,

es ging mittlerweile weiter aber es gibt nicht so viel zum Zeigen. Der Motor läuft und das ohne große Mühe. Neben Anlasser musste ich noch die Benzinpumpe, Zündkabel, Zündverteiler+Finger austauschen. Kompressionsprüfung folgt dann die Tage. Einen guten gebrauchten Tank gabs auch dank Thomas (T-Modell).

Kupplung funktioniert und es lassen sich auch die Gänge direkt am Getriebe einlegen. Nur das Schalten mit der Lenkradschaltung will nicht so richtig klappen, irgendwo steckt noch der Wurm drin.

Da technisch sonst soweit alles soweit funktioniert (für einen ersten Vorabcheck) geht es jetzt langsam an die Karosserie. Hier hab ich schon direkt einen Pfusch entdeckt. Vorbesitzer war wohl ein ganz großer Fan von GFK Matten und Spachtel.

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Und hier wurde es richtig spannend, reichlich GFK und .... Klopapier.

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und dann nochmal ins Loch geschaut

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Sobald ich das Schalten mit der Lenkradschaltung hinbekomme wird der Wagen zerlegt und geschweißt. Ich rechne mit weiteren Überraschungen.

Re: Restauration W114 230
geschrieben von: Diesel (IP-Adresse bekannt)
Datum: 04. März 2019 22:17

Matze/8 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Sobald ich das Schalten mit der Lenkradschaltung
> hinbekomme wird der Wagen zerlegt und geschweißt.
> Ich rechne mit weiteren Überraschungen.

Wenn man mit Überraschungen rechnet, dann sinds ja keine mehr. rofl Ach, so sehen sie halt aus, nach ~50 Jahren. Die Siebziger waren auch die Hochzeit von Polyesterharz und Glasfasermatten. Mein Großvater hat seinen Strichachter damals auch so "repariert" (der war aber weiß...). Das lief damals unter "Autopflege". top Schweißgeräte hatte man da noch nicht.

Viel Erfolg!

Grüße, Tom

Re: Restauration W114 230
geschrieben von: Matze/8 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 05. März 2019 07:46

hehe das ist wohl wahr. Aber obwohl ich wusste, dass die Stelle so aussehen wird, war ich überrascht wie sie repariert wurde grins

Re: Restauration W114 230
geschrieben von: Matze/8 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 04. April 2019 18:47

Gibt wieder ein kleines Update. Die Arme am Schaltblock waren total fest, man konnte keinen Gang einlegen. Die Arme konnten nicht einzeln angesteuert werden. Wollte man z.B. den ersten Gang einlegen, hat man auch den 3/4 und Rückwärtsgang betätigt. Mittlerweile ist es etwas leichtgängiger und man kann schalten, aber nur ganz hakelig. Hat aber gereicht um mal die Gänge zu schalten und zu fahren. Wenn der Motor draußen ist wird auch der Schaltblock zerlegt und wieder sauber aufgebaut.

Kompression wurde auch gemessen, überall zwischen 10,5 und 12 bar. Am Wochenende gibts nochmal eine Gegenprüfung und dann wird entschieden was ich alles am Motor neu machen werde. Nächster Schritt ist das Zerlegen. Leider machen meine Bandscheiben nicht so richtig mit, deswegen läuft das Zerlegen etwas schleppend.

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Die Sitze sahen eigentlich auf den ersten Blick noch ganz gut aus, leider sind die stark verschmutzt. Zunächst habe ich die Sitze einige Male mit Colourlock Kunstlederreiniger (stark) gereinigt. Da ging auch schon einiges runter, aber es waren noch deutliche Verfärbungen zu sehen.

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Mit der Colourlock GLD-Lösung ging nochmal einiges runter aber es bleiben immer noch Verfärbungen zurück. Letzter Schritt wird wohl das Nachfärben sein. Ich möchte die originalen Sitze auf jeden Fall retten, die Grundsubstanz ist zu gut zum Ersetzen.

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2-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.04.19 18:51.

Re: Restauration W114 230
geschrieben von: Matze/8 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 28. April 2019 13:47

Es ging etwas weiter mit dem Demontieren.
Natürlich gab es auch hier wieder professionelle Instandsetzungen mit GFK.

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Die rechte Seite sieht nicht ganz so schlimm aus

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Auch die Kotflügelbefestigungskanten sehen noch ganz gut aus.

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Und dann gings auch schon zur Scheidung.

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Der Wasserkasten muss auch gerichtet werden.

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Re: Restauration W114 230
geschrieben von: T-Modell (IP-Adresse bekannt)
Datum: 28. April 2019 16:03

Hallo,
ich bewundere ja Deine Ausdauer / Mut, sowas anzugehen ... Hut ab und viel Erfolg!
Thomas

Re: Restauration W114 230
geschrieben von: wartmann (IP-Adresse bekannt)
Datum: 28. April 2019 18:22

Kommt mir bekannt vorzwinker, noch sonn Verrücktercool

Mach langsam und sieh zu Augen und Hände zu schützen.

Viel Erfolg, rostfreien Schweißdraht anner Düse und ein ruhiges Händchen beim Bleche biegen wünsch´ich Dir.

Greetz
Wolfgang

Drei Buchstaben zum Erfolg...TUN...(Goethe)

Re: Restauration W114 230
geschrieben von: Diesel (IP-Adresse bekannt)
Datum: 28. April 2019 18:28

Jupp, ich auch. Tolle Bilder übrigens, sehr aussagekräftig. Ich wusste z.B. noch gar nicht, dass man Motor mit Vorderachse am Stück ausbauen kann. Erstaunlich auch, dass es den Wasserkasten bei Deinem schwarzen gar nicht mal so heftig zerlegt hat, die Schweller und Radkästen dafür um so mehr, dagegen bei meinem der Wasserkasten ziemlich fritte war, die Schweller und Radkästen aber, naja, noch so gingen.

Wie es den Anschein hat, willst Du den Wagen ja auch 100%ig nach Lehrbuch wieder aufbauen, wogegen ich eher einen Mittelweg zwischen Huschhusch und Gründlichkeit suche, um nicht vom Pontius zu Pilatus zu kommen und meinen Budgetrahmen nicht völlig über den Haufen zu werfen. Die Kunst scheint mir sehr in der sinnvollen Dosierung des Reparaturaufwandes bzgl. der Haltbarkeit der Reparaturmaßnahmen zu stecken. So überlege ich gerade, wie ich die Türen repariere, die alle multiple Rostschäden aufweisen. Zwischen erneuern der Türen und zuspachteln der Löcher befindet sich ja ein weites Spektrum an möglicher Reparaturmaßnahmen, entsprechend verlaufend zwischen teuer und nachhaltig zu billig und taugt nix. Bei mir muss es die Mitte richten und die läuft auf einen Mix zwischen große Löcher zuschweißen und kleine Löcher chemisch verschließen (aber nicht mit Polyesterspachtel...) hinaus. Zugegeben eine eher selten angewandte Reparaturmethode. Ich werde sehen, wo mich das hinführt.

Bleib am Ball, ich verfolge gespannt den Fortgang Deiner Arbeiten. top Wann meinst Du denn, dass er fahrbereit sein wird?

Grüße, Tom

Re: Restauration W114 230
geschrieben von: Matze/8 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 30. April 2019 20:56

Ach Thomas, gegen dein Projekt ist das doch noch recht überschaubar :P

Danke Wolfgang, ich geb mir Mühe.

Ob der Wasserkasten noch gut ist kann man wohl nicht so einfach vom Unterbodenzustand abhängig machen. Ja ich will den schon sehr gründlich aufbauen, aber ich muss aufpassen, dass ich mich nicht in Details verliere. Ich habe kein Zeitdruck, aber es wäre schön wenn ich nächstes Jahr fahren kann. Auch wenn es ende Jahr wird.

Re: Restauration W114 230
geschrieben von: T-Modell (IP-Adresse bekannt)
Datum: 01. Mai 2019 08:59

Hallo Matze,

den Begriff "nächstes Jahr" kannst Du schön stehen lassen ... schiebt sich automatisch immer ein Jahr weiter zwinker

Good luck
Thomas

Re: Restauration W114 230
geschrieben von: Matze/8 (IP-Adresse bekannt)
Datum: 04. Mai 2019 22:40

Ja vielleicht hätte ich eher den Monat und nicht das Jahr hinschreiben sollen :P

Es ging weiter. Motorraum ist mittlerweile leer und man kann den Wasserkasten nun komplett sehen.

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Auch der Innenraum ist fast leer.

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Im nächsten Schritt kommt die Hinterachse und die Scheiben raus.



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